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Finaltag ohne Amateure

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Im Amateurbereich rollt der Fußball schon seit dem Herbst nicht mehr.

Auch die Fußball-Landespokalwettbewerbe leiden unter der Pandemie.

Meinerzhagen – Mittlerweile ist er eine echte Marke: Am „Finaltag der Amateure“ finden seit der Saison 2015/16 alle Endspiele in den Pokalwettbewerben der 21 DFB-Landesverbände statt – Live-Übertragungen in den regionalen Fernsehanstalten und im Internet inklusive. In diesem Jahr wird das auf den 29. Mai terminierte Event jedoch ausgedünnt daherkommen, und wirkliche Amateure werden am Kampf um den finanziell lukrativen Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde auch nicht beteiligt sein.

Grund für beides ist die Corona-Pandemie bzw. das aus dieser resultierende Kontaktsportverbot im Amateurbereich. Denn rollen darf der Ball seit dem Herbst 2020 nur noch in den drei Profiligen (1. und 2. Bundesliga, 3. Liga) sowie aufgrund deren als „profiähnlich“ eingestufter Strukturen in den Regionalligen.

Wie die einzelnen Landesverbände des DFB in Bezug auf ihre Pokalwettbewerbe damit umgehen, ist unterschiedlich. So führen unter dem Dach des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) nur die im regulären Spielbetrieb stehenden Mannschaften den Wettbewerb zu Ende, sprich: die Dritt- und Regionalligisten. Der heimische Oberligist RSV Meinerzhagen, Westfalenpokalsieger der vergangenen Saison und damit Titelverteidiger, wird also am 29. Mai entthront werden, ohne sportlich ausgeschieden zu sein. Genauso wie der FLVW verfahren elf weitere Regionalverbände: Baden, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Thüringen und Württemberg.

Sachsen-Anhalt ermittelt seinen DFB-Pokal-Starter mittels eines Qualifikationsspiels der Drittligisten 1. FC Magdeburg und Hallescher FC, im LV Rheinland wird der Gegner des klassenhöchsten Vertreters RW Koblenz im Losverfahren ermittelt.

Sechs Verbände spielen hingegen auf Zeit und hoffen, noch eine sportliche Lösung herbeiführen zu können – in Einzelfällen möglicherweise auch erst nach dem eigentlichen Saisonende am 30. Juni. Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Südbaden und Südwest werden somit nicht am „Finaltag der Amateure“ Ende Mai teilnehmen. Gleiches dürfte für Bayern gelten, wo eine Entscheidung in der kommenden Woche fallen könnte. Die Bereitschaft der Vereine zur Teilnahme vorausgesetzt, müssten die jeweiligen Kreisverwaltungen über eine Sondergenehmigung für Vereine ab der Bayernliga abwärts befinden.

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