Wintercup: Vierter Rang für die FSV Werdohl

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Für den TuS Herscheid um Mahmoud Almesto (rechts) war der Supercup nach der Gruppenphase beendet.

Sundern - Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte hat der SV 04 Attendorn den Wintercup und damit das größte Hallenfußballturnier in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Beim finalen Supercup in der rappelvollen Sunderaner Sporthalle am Schulzentrum blieb der Landesligist am Sonntag als einziges Team ohne Niederlage und strich nach dem 3:0-Erfolg im Endspiel gegen den Bezirksliga-Titelanwärter SV Hüsten 09 verdient die Siegprämie von 3000 Euro ein.

Vierter beim stimmungsgeladenen Showdown in Sundern wurde die FSV Werdohl, für die aber definitiv mehr drin gewesen wäre. Nach einer überzeugenden Vorrunde jedoch unterlag der Landesligist vom Riesei zum Auftakt der Doppel-K.o.-Runde äußerst unglücklich gegen den galligen A-Kreisligisten RW Unna und ging mit einer letztlich zu hohen Hypothek in die Verliererrunde, in der nach dem Erfolg gegen den TSC Steinheim (2:0) und der geglückten Revanche gegen die Rot-Weißen aus Unna (2:1) das unnötige 1:2 gegen den Bezirksligisten und späteren Turnierdritten SV Westfalia Soest den K.o. bedeutete.

„Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Natürlich wäre mehr als der vierte Platz möglich gewesen, wenn die blöde Niederlage gegen Unna nicht gewesen wäre. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass Attendorn hier absolut verdient gewonnen hat“, betonte FSV-Trainer Manuel Sander, dessen Team am Sonntag immerhin weitere 700 Euro für die Mannschaftskasse einheimste.

Den Supercup eröffnete die FSV mit einem 3:2-Erfolg (Tore: 2x Falk Fischer, Zekovic) gegen den TSV Korbach, der nur vom Papier eine Verbandsliga-Mannschaft stellte und Letzter wurde. Gegen den Ligarivalen BSV Menden reichte es trotz zweimaliger Führung durch Zekovic und Catalono „nur“ zu einem 2:2. Im abschließenden Gruppenspiel gegen den stark aufspielenden B-Ligisten SuS Beckum aber behielt das Sander-Team mit 3:2 (nach 3:0-Führung) die Nerven und löste hinter dem punktgleichen BSV Menden das Ticket für die Runde der letzten Acht.

Dort vergaben die Riesei-Kicker gegen Unna eine Vielzahl von Chancen, kamen lediglich durch Maus zum zwischenzeitlichen 1:1. Sekunden vor dem Ende schlug der forsche A-Ligist dann durch einen Flugkopfball (!) von Losaj eiskalt zu und sorgte für verdutzte Gesichter beim FSV-Anhang.

Das Sander-Team aber bewies in der Verliererrunde Moral, kegelte zunächst den von knapp 60 Schlachtenbummlern angefeuerten TSC Steinheim durch einen Zekovic-Doppelpack und in der zweiten Verliererrunde jene Rot-Weißen aus Unna mit 2:1 (Doppelpack von P. Fischer) aus dem Turnier. Weil gegen Westfalia Soest danach aber selbst klarste Möglichkeiten ausgelassen wurden und nur Zekovic zum 1:2 traf, blieb der FSV der ganz große Wurf verwehrt.

Von einer Überraschung träumen durfte zwischenzeitlich auch der Arnsberger B-Ligist SuS Beckum, der sich wieder teuer verkaufte. Nach der Auftaktniederlage gegen den BSV Menden (1:3) bezwang das Cordes-Team den TSV Korbach nach Toren von Plümer und Mertens mit 2:0 und hätte mit einem weiteren Sieg gegen die FSV die Sensation schaffen können. Es blieb aber trotz der Anschlusstreffer von Karajkovic und Mesaros zum 2:3-Endstand beim Konjunktiv.

Auch für den A-Kreisligisten TuS Herscheid war der Showdown in Sundern bereits nach der Vorrunde beendet. Die Kicker aus dem Ebbe erwischten einen unglücklichen Start in das Turnier und unterlagen in ihrem Auftaktmatch dem TSC Steinheim trotz einiger dicker Möglichkeiten mit 1:2. Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Christopher Birkelbach konterten die türkischen Fußballer aus dem Kreis Höxter mit dem Siegtreffer. Somit stand der TuS bereits im zweiten Match unter Zugzwang, hielt dem Druck aber stand. Marko Vojkovic gelang gegen den klassengleichen VfR Borgentreich der Siegtreffer, weil Keeper Jens Beer eine klasse Partie machte und mit einigen bärenstarken Paraden die „Null“ festhielt.

Den Einzug in die Doppel-K.o-Runde hatten die Herscheider somit vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen den VfK Iserlohn noch in der eigenen Hand, benötigten gegen den Bezirksligisten vom Seilersee aber zwingend einen „Dreier“. Chancen erspielte sich der TuS in diesem hart umkämpften Duell einige, ließ im Abschluss aber die nötige Präzision vermissen. Die Waldstädter hingegen schlugen in Minute sechs eiskalt und letztlich auch entscheidend zu. Kleines Trostpflaster: Die lautstarke Herscheider Fangemeinde wurde Zweite in der Fan-Wertung und durfte sich immerhin über einen Bier-Preis des Turnier-Sponsors Krombacher freuen. Und die Mannschaft kassierte für ihren soliden Auftritt und Rang zwölf immerhin noch 200 Euro.

Beste Torjäger des Supercups waren Hasan Dogrusöz und Andreas Spais, die für Turniersieger Attendorn jeweils zehn „Buden“ erzielten.

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