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ATP-Challenger-Turnier: Haase und Brown als Zugpferde am Stadtpark

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Von: Thomas Machatzke

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Pocher und brown im tennis doppel
Bei der Premiere spielte Dustin Brown (rechts) mit Oliver Pocher am Ende auch das Promidoppel. In der nächsten Runde wird es im Hauptturnier an der Seite von Evan King ernster um den Sieg gehen. © Thomas Machatzke

Am Sonntag beginnen am Stadtpark die Platzmann-Sauerland-Open. Es ist das zweite ATP-Challenger-Turnier auf Lüdenscheider Boden. Die Meldeliste fürs Doppel liegt nun vor, sie wird von den Niederländern Robin Haase und Sam Verbeek angeführt.

Lüdenscheid – Die Westfalenmeisterschaft dürfte zu den Lieblingsturnieren von Marcel Zielinski gehören. Am Sonntag hat er sie in Hamm gewonnen, ohne Satzverlust, zum vierten Mal. Im Finale setzte sich der Zweitliga-Spieler des TC Iserlohn zweimal 6:1 gegen Lambert Ruland durch. Der Arnsberger aus dem Westfalenliga-Team des TC Blau-Weiß Soest hatte vorher im Halbfinale den topgesetzten Dortmunder Yan Sabanin in zwei engen Sätzen geschlagen und verbuchte das Turnier auch als Erfolg.

Für die Sauerland-Open am Lüdenscheider Stadtpark war dieses Finale ein schöner Vorgeschmack auf die ATP-Challenger-Woche, die am Sonntag beginnt, denn sowohl Zielinski als auch Ruland werden in Lüdenscheid mit einer Wildcard dabei sein. Wenn man so will, haben die Gastgeber die beiden besten Spieler der Westfalenmeisterschaft in ihrem Portfolio. Das freut dann auch Turnierdirektor Rogier Wassen. Zwar hätte der auch gerne den Lüdenscheider Moritz Pieper im Feld gesehen, der nun aber coronabedingt abgesagt hat. Dafür ist mit U14-Youngster Max Schönhaus (Soest) ein anderer interessanter Spieler aus Südwestfalen dabei.

Für den Doppelwettbewerb hat sich derweil der Plan zerschlagen, den Lüdescheider „Oldie“ Dino Jablonski an der Seite des Niederländer Glenn Smits ins Rennen zu schicken. Der Grund: Smits hat auch so einen Platz im Doppel-Hauptfeld bekommen, und zwar an der Seite seines Landmanns Jelle Sels. „Wir werden für Dino einen anderen Spielpartner finden, haben schon eine Lösung im Auge“, sagt Wassen, will aber noch nicht sagen, welche – erst, wenn alles perfekt ist.

Dustin Brown spielt mit mit Evan King

Perfekt ist, dass die Niederländer Robin Haase und Sem Verbeek bisher das am späten Montagabend veröffentlichte Doppelfeld anführen. Haase ist ein alter Weggefährte Rogier Wassens, gemeinsam haben sie Turniere und im Daviscup gespielt. Haase ist ein starker Doppelspieler, in Melbourne hat er 2013 im Endspiel gestanden, in Monte Carlo und Halle/Westfalen auch. Haase hat auch eine Wildcard fürs Einzelfeld, doch vor allem im Doppel dürfte er nun ein echtes Zugpferd sein. Die Vorjahressieger Sabanov/Sabanov werden diesmal in Lüdenscheid ebensowenig dabei sein wie André Begemann. Der war eigentlich fest eingeplant, doch der 37-Jährige aus Lemgo muss verletzt passen. Schade ist das, auch Begemann war 2021 eines der Zugpferde des Turniers.

Dafür ist Dustin Brown (37) wieder im Doppel dabei. Der Deutsch-Jamaikaner, der 2015 in Wimbledon gegen Rafael Nadal siegte, spielt in Lüdenscheid mit dem US-Amerikaner Evan King. Im Mai gewannen die beiden zusammen das ATP-Challenger-Turnier in Troisdorf. In Lüdenscheid sind sie aktuell die Nummer der Setzliste und gehören damit auch zum Kreise der Favoriten.

Die zehn bisher gemeldeten Doppel im Überlick

Robin Haase/Sem Verbeek (Niederlande), Zdenek Kolar/Albano Olivetti (Tschechien/Frankreich), David Pel/Bart Stevens (Niederlande), Dustin Brown/Evan King (Deutschland/Niederlande), Martin Cuevas/Luis David Martinez (Uruguay/Venezuela), Fabian Fallert/Hendrik Jebens (Deutschland), Piotr Matuszewski/Vitaliy Sachko (Polen/Ukraine), Maximilian Marterer/Alexander Merino (Deutschland/Peru), Mats Hermans/Renzo Olivo (Niederlande/Argentinien), Jelle Sels/Glenn Smits (Niederlande)

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