American Football

Lüdenscheid Lightnings bereiten sich vor - Kurzsaison im Herbst?

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Maximal 30 Teilnehmer und in Gruppen unterteilt - so läuft derzeit das Training bei den Lüdenscheider Footballern ab.

Lüdenscheid – Die Footballer der im Vorjahr neu gegründeten Lüdenscheid Lightnings im LTV 61 sehen zwar konkret noch kein Licht am Ende des spiellosen Tunnels, doch Abteilungschef Max Unterharnscheidt und seine Mitstreiter sowie die Aktiven der Bergstädter haben die Hoffnungen auf eine (verkürzte) Spielsaison unter den 195 gemeldeten NRW-Mannschaften noch nicht aufgegeben. Nach einer Umfrage, aufgeteilt nach Funktionären und Aktiven, die deshalb teilweise Kritik hervorgerufen hatte, teilt auch der American Football- und Cheerleading-Verband Nordrhein-Westfalen (AFCNRW) die Hoffnung seiner Klubs und Spieler, wird – falls es die Corona-Schutzmaßnahmen erlauben – einen eingeschränkten Spielbetrieb noch in diesem Jahr organisieren.

Klar ist von Verbandsseite aber auch, dass es einen mindest vierwöchigen Vorlauf vor einem Start geben wird. Außerdem gilt:

- Die Teilnahme an einem möglichen Spielbetrieb ist grundsätzlich freiwillig.

- Eine Nichtteilnahme am Spielbetrieb zieht keine Konsequenzen oder gar Strafen nach sich.

- Ein möglicher Ligabetrieb nach den Sommerferien kann nur in verkürzter Form und unter Berücksichtigung neuer Gruppenkonstellationen stattfinden.

- Die Gruppeneinteilung würde sowohl nach sportlichen als auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen (z.B. um weite Anfahrtswege mit den damit verbundenen Kosten zu vermeiden). Natürlich wird auch kein Landesligateam gegen einen Drittligisten starten müssen.

- Der Ligabetrieb soll 2021 in der Konstellation starten, in der er für 2020 geplant war. Kein Team wird gegen seinen Willen in einer anderen Liga starten müssen.

Also wird es auf jeden Fall nichts mit dem normalen Spielbetrieb in der NRW-Aufbauliga, in der die Lüdenscheider in der Gruppe West auf die Erftstadt Bravehearts, die Euskirchen Lions, die Kreis Heinsberg Bisons, Windeck Giborim, Phoenix Bergisch Land getroffen wären. Es wird andere Zusammensetzungen geben. „Darüber hinaus hängen wir derzeit noch in der Luft, wissen nicht, wie es nach den Ferien weitergeht. Es gibt Gerüchte, im September oder Oktober eine Kurzsaison zu spielen, aber mehr derzeit auch nicht“, hat auch Lightnings-Boss Unterharnscheidt keine vertiefenden Informationen.

Indes hat der junge Bergstadt-Klub aber dank der generellen Erlaubnis, mit 30 Akteuren unter freiem Himmel Kontaktsport zu betreiben, das monatelang unterbrochene Training wiederaufgenommen. Bei mehr als 90 gemeldeten Aktiven aber natürlich sinnvoll in Gruppen unterteilt, denn Unterharnscheidt lässt keinen Zweifel: „Alle Regelungen und Hygienemaßnahmen werden von uns akribisch umgesetzt. Bei 30 Trainierenden zur gleichen Zeit haben die Coaches die Gruppen sinnvoll aufgeteilt. So trainiert mal nur die komplette Defense oder die gesamte Offense, ein anderes Mal aber jene Mannschaftsteile, die in einem Spiel aufeinandertreffen wie Wide Receiver auf Defensive. Das erfordert natürlich größeren Planungsaufwand, aber dürfte sich lohnen, wenn tatsächlich noch gespielt werden kann.“

Dabei sieht der Lightnings-Vorsitzende auch durch einen möglichen herbstlichen Saisonstart keine großen Probleme auf die Bergstädter zukommen, die andere Vereine durch Mehrfachnutzungen der Platzanlagen durchaus haben könnten. Denn der Naturrasen am Nattenberg dürfte den Lightnings für die Partien zu einigen Zeitpunkten zweifellos zur Verfügung stehen. „Markierungen dürfen wir dort mit Kreide aufbringen, das gibt keine Schwierigkeiten.“ Und auch die Tore bereiten keine Sorgen, obwohl diesbezügliche Gespräche mit der Stadt Lüdenscheid in den vergangenen Monaten coronabedingt auf Eis lagen. „Die Fußball-Torpfosten können für die Spiele einfach mit PVC-Rohren verlängert werden, da ist der Verband sehr großzügig“, weiß Unterharnscheidt.

Ob und wann es überhaupt so weit kommt, bleibt gleichwohl offen. Erst einmal jedenfalls ist Training angesagt, und das steigt am LTV-Stammsitz auf dem Kunstrasen am Honsel – montags und donnerstags von 18.45 bis 20.15 Uhr. Interessenten sind dort zwar jederzeit willkommen, aber wegen der Coronaschutzmaßnahmen nicht ohne Voranmeldung. „Gerade wegen der bestimmten Trainingsgruppen ist es erforderlich, dass sich Neulinge vorher bei uns melden“, sagt Max Unterharnscheidt und verweist zwecks Kontaktaufnahme auf die Homepage der Lightnings (www.lightnings-football.de).

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