Tennis, Sauerland-Open

Altmaier muss im Achtelfinale gegen Cagnina großen Widerstand brechen

Tennis Vorhand
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Mit Willenskraft eine Runde weiter: Daniel Altmaier hatte im Achtelfinale gegen den Belgier Julien Cagnina viel Widerstand zu brechen.

Das Viertelfinale bei den Sauerland-Open im Tennis ist komplett. Daniel Altmaier löste nach einem zähen Kampf gegen den Belgier Julien Cagnina das Ticket für die Runde der letzten Acht.

Lüdenscheid – Wenn der Centre-Court bei einem Tennisturnier der Ort ist, an dem das gemeine Favoritensterben grassiert, dann muss dies die Favoriten misstrauisch machen. Und so schaute Daniel Altmaier am späten Donnerstagnachmittag im ersten Satz seines Matches gegen Julien Cagnina fragend und zweifelnd. Was ging hier vor sich? Der Belgier spielte wie schon bei seinem Zwei-Satz-Sieg gegen Mischa Zverev locker und befreit auf, traf die Bälle mit einer Präzision und Sicherheit, die ihn in diesem Duell niemand so recht zugetraut hatte. 4:2 führte Cagnina bereits und war auf dem Weg, den nächsten Turnierfavoriten stolpern zu lassen.

So weit aber kam es dann doch nicht. Der 22-jährige Kempener kehrte mit viel Willenskraft, harten, druckvollen Grundschlägen und auch immer wieder mit geballter Becker-Faust nach so manchem Big Point, der ihm so gelingen sollte, ins Match zurück. So holte sich Altmaier den ersten Satz noch im Tiebreak (7:1) und den zweiten schließlich nach dem sechsten Matchball mit 6:3.

Damit steht der Mann, der nach dem Ausscheiden der drei topgesetzten Spanier nun der nominelle Turnierfavorit ist, im Viertelfinale. Nach seinen beiden jüngsten Halbfinal-Einzügen bei den ATP-Turnieren in Kitzbühel und Umag ist er am Stadtpark der heißeste Kandidat auf den Turniersieg. Für die Platzmann-Sauerland-Open eine gute Fügung, denn Altmaier ist einer, mit dem die Tennisfans in der Bergstadt mitfiebern. Die Nummer sechs im deutschen Tennis könnte der Akteur werden, der die Premiere des ATP-Challenger-Turniers in Lüdenscheid prägt.

Altmaier muss im Achtelfinale gegen Belgier Cagnina großen Widerstand brechen

Drei Achtelfinal-Einzel hatte der Donnerstag noch zu bieten. Den Tag eröffnet hatte Juan Manuel Cerundolo. Der Argentinier ist als Sechster der Setzliste der vielleicht ärgste Widersacher Altmaiers, wobei: Setzlistenplätze sind in dieser Woche bisher noch nicht sehr viel wert gewesen. Cerundolo immerhin hat in diesem Jahr schon ein nicht so schlecht besetztes ATP-Turnier in Cordoba gewonnen und dazu ein ATP-Challenger-Turnier im Mai in Rom. Zuletzt beim ATP-Challenger-Turnier in Meerbusch erreichte er immerhin das Finale. Er trifft am Freitag im Viertelfinale des Turniers auf seinen Landsmann Uga Camilo Carabelli, der am Donnerstag gegen Matteo Martineau (Frankreich) in zwei Sätzen die Oberhand behielt.

Altmaier bekommt es im Centre-Court-Spiel um 17.30 Uhr mit Javier Barranco Cosano zu tun. Der Spanier hatte in der Qualifikation bereits auf dem Centre-Court gegen Lokalmatador Moritz Pieper gewonnen und steht ein wenig überraschend in der Runde der letzten Acht. Cosano hatte dabei im Achtelfinale das Glück, dass sein Gegner, der an Position acht gesetzte Robin Haase, verletzungsbedingt passen musste.

Intensive Viertelfinal-Matches dürften ab 13.30 Uhr den Freitag eröffnen: Der Bosnier Mirza Basic, den den topgesetzten Spanier Pablo Andujar aus dem Turnier warf, trifft auf den Deutschen Julian Lenz, der bisher auch zwei starke Auftritte auf dem Centre-Court gezeigt hat. Nebenan auf Court 7 werden der Chilene Nicolas Jarry und der Kroate Duje Ajdukovic die Kräfte messen. Ein Viertelfinal-Freitag, der reichlich Spannung verspricht.

Begemann/Olivetti erneut ohne Mühe weiter

In den vier Viertelfinal-Spielen im Doppel-Wettbewerb ließen die gesetzten Doppel ihre Muskeln spielen: Sowohl die Kombination Sabanov/Sabanov (Kroatien/4)) als auch André Begemann mit seinem französischen Partner Albano Olivetti (3) und das topgesetzte Duo Denys Molchanov/Aleksandr Nedovyesov (Ukraine/Kasachstan) gewannen ihre Matches glatt in zwei Sätzen. Spannung gab es lediglich im letzten und längsten Spiel des Tages: Die Mexikaner Hans Hach Verdugo und Miguel Angel Reyes-Varela gewannen gegen Mendenez-Maceiras/Romboli (Spanien/Brasilien) 14:12 im Match-Tiebreak und fordern nun am Freitag die Sabanov-Brüder heraus. Auf dem Centre-Court werden die Tennisfans indes mit dem Westfalen André Begemann mitfiebern, denn auf Begemann und Olivetti wartet dort als Gegner das bisher souveräne Topduo aus der Ukraine und Kasachstan.

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