Nur 2:2 – Kiersper SC verpasst auch die Relegation

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Torjäger Jan Thomas am Boden: Weil er gegen RW Lüdenscheid nicht über ein Remis hinauskam, verpasste der Kiersper SC auch die Relegation.

Kierspe - Beim Saisonfinale der Fußball-Bezirksliga 5 kam der Kiersper SC gegen Rot-Weiß Lüdenscheid nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus – ein Remis, das wie eine Niederlage, schmeckte.

Grund: Spitzenreiter SV Ottfingen patzte zeitgleich beim Lokalrivalen VSV Wenden (2:3), doch weil er selbst den Sieg verpasste, findet die Aufstiegsrelegation der Bezirksliga-Zweiten ohne den KSC statt. Dieser belegt im Endklassement Rang drei – hinter dem FC Altenhof, der seine überragende Rückrunde mit einem 7:0-Sieg gegen den VfL Klafeld-Geisweid und der Meisterschaft krönte, und besagten Ottfingern.

Im Kreisderby am Felderhof verschenkten die Gäste aus der Bergstadt wie angekündigt nichts und besaßen durch Urbas’ 17-Meter-Freistoß, der vorbeizischte (17.), auch die beste Torchance der ersten Halbzeit. Zwar hatten die Kiersper mehr vom Spiel, doch gefährlich wurden sie vor dem Lüdenscheider Tor nur ansatzweise, weil der finale Pass nicht ankam.

Erst nach dem Seitenwechsel nahm der zuvor stellenweise müde Kick an Fahrt auf, und nach 53 Minuten schnupperte der KSC am 1:0, als sich Stumpf auf dem Flügel durchsetzte und die Lüdenscheider Abwehr Thomas’ Schuss mit vereinten Kräften abblockte. Das erste Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: Nachdem er 60 Sekunden zuvor noch vorbei geschossen hatte, erzielte Platt in der 70. Minute das 0:1. Das war insofern nicht unverdient, weil RWL bei seinen Kontern mehr Zielstrebigkeit verriet als die Kiersper aus dem aufgebauten Spiel heraus.

Weil inzwischen durchgedrungen war, dass der FC Altenhof gegen Klafeld deutlich vorn lag, der SV Ottfingen in Wenden aber beträchtliche Probleme hatte, setzte der KSC in der Schlussphase alles auf eine Karte. Parallel dazu wurde es hektisch: Kierspes Musalf rettete gegen Klukowski auf der Linie und verhinderte so das 0:2 (72.), Güzelcümbüs und Inchingoli gerieten verbal aneinander, nach Sommers Foul an Thomas blieb der fällige Strafstoß für die Kiersper aus (79.), und bei seiner Grätsche gegen Güzelcümbüs hatte KSC-Kapitän Stumpf Glück, dass er nur die Gelbe Karte sah (80.).

Regisseur Kalman sorgte schließlich dafür, dass der KSC noch einmal Hoffnung schöpfte: Nach einem Eckball traf er vom Strafraumrand sehenswert zum 1:1 (85.). Spätestens jetzt hatte das Spiel die Intensität, die ihm vorher lange Zeit abgegangen war. Und die Rot-Weißen hielten nicht nur vorbildlich dagegen, sondern schlugen zwei Minuten nach dem Ausgleichstor eiskalt zu: Der eingewechselte Kiersper Batgün hob das Abseits auf, Urbas traf zum 1:2 ins kurze Eck. Das beantwortete der KSC zwar mit dem erneuten Ausgleich – Jäger traf nach toller Vorarbeit Bablys (89.) –, mehr war dem vor Wochenfrist entthronten Spitzenreiter indes nicht mehr vergönnt.

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