Fußball-Kreisliga A

Der Druck beim VfB Altena wird größer

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Genervt: VfB-Trainer Christian Weiß.

„Natürlich haben wir einen guten Kader zusammen. Trotzdem halten wir den Ball schön flach“, hatte Christian Weiß Mitte Juli zu Beginn der Saisonvorbereitung des Fußball-A-Kreisligisten VfB Altena gesagt.

Während einige Liga-Konkurrenten den Burgstädtern aufgrund der vielversprechenden Neuzugänge um Marvin Bonevski, Jannik Benger, Kevin de Wall oder Stavros Karagiorgidis eine gute bis sehr gute Rolle zutrauten, übte sich der Altenaer Cheftrainer in Zurückhaltung, schraubte die Erwartungen runter. Drei Monate später ist festzuhalten, dass der VfB im bisherigen Saisonverlauf in der Tat kein Topteam war und ist. Die Zwischenbilanz mit fünf Punkten aus sieben Spielen ist ernüchternd.

Wir müssen alle kämpfen, es gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen

Christian Weiß

„Ich kann es nicht erklären. Wir hatten auch am Sonntag bei Türkiyemspor Plettenberg wieder so viele dicke Möglichkeiten, die wir aber wieder nicht nutzen. Auf der anderen Seite machen wir einfache Fehler, die sofort bestraft werden. Das Spiel am Sonntag darfst du niemals verlieren“, betont Christian Weiß, der zwar wohl die Rückendeckung des Vorstands genießt, bei dem einen oder anderen VfB-Anhänger aber wegen ausbleibender Erfolge in Kritik geraten ist. „Ja, es gibt Kritik von den Zuschauern, das bleibt nicht aus. Aber ich stehe nicht vor dem Tor“, sagt der B-Lizenz-Inhaber, „ich würde mir Sorgen machen, wenn wir uns keine Chancen erspielen würden. Aber wir haben ja dicke Chancen. Wie wir aber vorne damit umgehen, das ist kläglich. Einfach nur kläglich.“

Das Sport-Wochenende 17./18. Oktober 2020

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Das Handtuch zu werfen in dieser schwierigen Situation, das ist für Christian Weiß keine Option. Im Gegenteil: „Ich will zusammen mit der Mannschaft da rauskommen und ziehe nicht den Schwanz ein. Es geht jetzt erstmal nur darum, dass wir da unten wegkommen. Wir müssen alle kämpfen, es gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen“, gibt Christian Weiß die Richtung vor. Am Sonntag gastiert der Tabellenzweite TuS Grünenbaum im Reineckestadion, danach folgt wegen Allerheiligen ein spielfreies Wochenende. Oder wegen der Corona-Pandemie vielleicht auch eine längere Unterbrechung des Spielbetriebs. „Ich gehe davon aus, dass wegen der steigenden Corona-Zahlen eine Pause kommen wird. Ich denke daher nur noch von Woche zu Woche“, so Weiß, der die volle Aufmerksamkeit seines Teams nun auf das Heimspiel gegen Grünenbaum lenkt. Obwohl es personelle Probleme gibt und Benger sowie Zekovic (beide Gelbsperre) fehlen werden, soll auf eigener Plastikwiese unbedingt der störrische Bock umgestoßen werden. Ein „Dreier“ gegen die Truppe vom Kreisch würde dem VfB nicht nur tabellarisch gut zu Gesicht stehen, sondern wäre sicherlich auch ein Stimmungsaufheller im bislang so tristen Herbst.

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