Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Fieber: Nadine Hampel ist Volunteer

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Sie durfte schon einmal auf der Trainerbank Platz nehmen: Die Altenaerin Nadine Hampel ist derzeit bei der Fußball-WM in Brasilien als Volunteer im Einsatz.

Altena - Wenn am Donnerstag die Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet wird, dann ist auch eine Altenaerin hautnah dabei: Nadine Hampel ist bis zum 2. Juli als Volunteer in Brasilien im Einsatz.

Von Britta Kaufmann

Freitagnacht hob ihr Flieger ab in Richtung Zuckerhut, mittlerweile ist die 26-Jährige gut angekommen in ihrem WM-Ort Porto Alegre. Schon bei der U20-WM der Frauen 2010 und ein Jahr später bei der Frauen-WM in Deutschland war Hampel als Volunteer bei den Spielen in Bochum dabei. Hier hat sich auch der Kontakt zum VfL Bochum ergeben, bei dem sie seitdem als Leiterin im Volunteer-Medien-Bereich tätig ist.

Bei Heimspielen kümmert sie sich um die Journalisten, bereitet die Pressekonferenzen vor, führt Statistik und sorgt dafür, dass auf der Medientribüne alles in Ordnung ist.

Vor anderthalb Jahren hat sich die Altenaerin für die WM 2014 in Brasilien beworben und bekam schließlich nach einem Bewerbungsmarathon im Dezember die Zusage.

„Man musste einen Lebenslauf einreichen, Sprachtests in Englisch und Spanisch bestehen, Fragebögen ausfüllen und schließlich zwei Interviews über Skype mit dem Volunteer-Management führen“, erzählt Hampel, die sich dann erst im Februar nach der endgültigen Bestätigung und der Zuweisung ihrer WM-Stadt Porto Alegre um Flug und Unterkunft kümmern konnte.

„Das wurde echt eng“, so Hampel, die zusammen mit einem türkischen Kollegen und einer polnischen Kollegin – die wie Hampel übrigens BVB-Fan ist – privat bei einer Brasilianerin untergebracht ist. Die Kosten für Flug und Unterkunft müssen alle Volunteers selbst tragen. Dafür kommen sie aber in den Genuss, an ihrem Spielort alle Partien sehen zu können.

„Wir könnten auch in die anderen Städte, bei den Entfernungen wird es aber sicher schwierig werden. Ich werde es aber auf jeden Fall versuchen“, sagt Hampel, die sich als Transport-Volunteer in Porto Alegre darum kümmern muss, dass alle Busse den richtigen Platz ansteuern.

Damit ist sie auch eine derjenigen, die die Mannschaften als Erste begrüßt. Mit dabei sein werden auf jeden Fall Frankreich, Honduras, Australien, Niederlande, Südkorea, Algerien, Nigeria und Argentinien, die ihre Vorrundenspiele in Porto Alegre austragen.

Und sollte Deutschland Gruppenerster werden, darf sich die Altenaerin auf ein Highlight freuen, denn dann kommen „Jogis Jungs“ am 30. Juni zum Achtelfinale nach Porto Alegre. „Deswegen habe ich mir die Stadt auch ausgesucht“, berichtet die Altenaerin, die sich gut ein Finale zwischen Deutschland und Brasilien vorstellen kann. „Um ehrlich zu sein, glaube ich aber, dass es die Brasilianer im eigenen Land machen. Das wäre auch irgendwie schön.“

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