Voltigieren

Ein bezauberndes Comeback

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Sie sind wieder da – und wie! Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes verzauberten sowohl Zuschauer als auch Richter und turnten sich direkt zum Sieg.

Jubel, Applaus von den Rängen, Freudentränen, Gänsehaut: Das Comeback der Altenaer Doppelvoltigierer Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes auf internationaler Bühne war ein märchenhaftes. Im französischen Le Mans verzauberte das Pas de Deux aus der Burgstadt auf Caram zum Thema „Tanzen“ sowohl Zuschauer als auch Richter. Für den Sieg bei diesem CVI3* hagelte es für die beiden heimischen Pferdeakrobaten Lob und Zuspruch von allen Seiten – auch von Voltigier-Bundestrainerin Ursula „Ulla“ Ramge.

Altena/Le Mans - Die Anspannung bei Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes, der sich nach einer hartnäckigen Coronaerkrankung endlich wieder fit fühlte für einen Start auf dieser großen internationalen Bühne, war greifbar. Doch das bezaubernde Duo, das in der Vergangenheit unter schwarz-rot-goldener Flagge schon so viele Erfolge auf Weltklasse-Niveau verbucht hatte, blendete alle Nebengeräusche aus und legte bereits einen verzückenden ersten Umlauf hin, der mit der Führung belohnt wurde. Da auch der zweite Umlauf fluppte, siegten Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes mit der Endnote 8,213 vor den Österreicherinnen Eva Nagiller/Romana Hintner und den Däninnen Emma Helene Kaps und Sheena Bendixen.

Die Leistung von Jolina und Timo war nicht perfekt, aber sie war richtig, richtig gut und ansprechend.

Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels

„Die Leistung von Jolina und Timo war nicht perfekt, aber sie war richtig, richtig gut und ansprechend“, sagt Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die mit dem siegreichen Duo natürlich auf den Sieg anstieß. Bevor aber gefeiert werden konnte, mussten die „Comebacker“ noch zur von der Fédération Équestre Internationale (FEI) durchgeführten Doping-Kontrolle. Auch das gehört bei einem derart hochkarätigen Turnier dazu. Ohnehin stand das Pferdesportzentrum Boulerie Jump im Fokus der weltweiten Voltigier-Szene, weil dort parallel zum 3-Sterne-CVI der Senioren die Weltmeisterschaften der Junioren ausgetragen wurden. „Es war so ein schönes Turnier, noch schöner als zuletzt Budapest oder Flyinge in Schweden. Auch der Umgang der Sportler untereinander war einfach nur toll“, betont Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die mit dem Pas de Deux sowie den Pferden in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder in der Heimat ankam. Im Gepäck hatten die Altenaer beste Erinnerungen an ein Turnier, das für sie nicht besser hätte verlaufen können.

Jolina Ossenberg-Engels startete auf Equido zudem noch im Damen-Einzel. Nach der Pflicht lag die Studentin in dem großen Starterfeld, in dem die europäische Voltigier-Elite nahezu komplett vertreten war, auf Rang sieben. Nach Technik und Kür, in der Jolina Ossenberg-Engels einen sehr starken Eindruck hinterließ, stand letztendlich mit der Endnote 7,511 Rang acht zu Buche. Der Sieg ging an die Österreicherin Jasmin Lindner. „Jolinas Kür war grandios“, lobte die Longenführerin. Nach der Rückkehr soll in den nächsten Tagen die Videoanalyse folgen, um im Training an weiteren Details feilen zu können. Vor allem das Pas de Deux habe sich trotz des Sieges beim Comeback, für den es auch Punkte für den Weltcup gab, selbstkritisch wie eh und je gezeigt. „Das Exakte fehlte noch, aber das war jetzt echt zweitrangig“, sagt Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Neben Caram und Equido hatten die Altenaer in Le Mans übrigens auch Flying Dutchman dabei, der der russischen Equipe zur Verfügung gestellt wurde.

Während Jolina Ossenberg-Engels bei den Westfälischen Meisterschaften, die Ende August beim Reit- und Fahrverein Handorf-Sudmühle ausgetragen werden, wie auch die Gruppe starten wird, ist ein Start des Doppels noch nicht fix. „Wir wissen es noch nicht“, sagt Döller-Ossenberg-Engels, die nach aufregenden Tagen in Le Mans erstmal nur „happy“ ist.

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