Timo Gerdes bei Deutscher Juniormeisterschaft

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Vier saubere Durchgänge möchte Timo Gerdes auf Henry Higgens turnen und bei den Deutschen Juniormeisterschaften in München-Riem einen guten Platz im Mittelfeld belegen.

ALTENA -  Die Spannung steigt: Morgen Nachmittag beginnen in München-Riem die Deutschen Juniormeisterschaften im Voltigieren. Mit dabei ist auch der Altenaer Timo Gerdes vom hiesigen Reitverein. Auf Henry Higgens wird er morgen Nachmittag das erste Mal sein Können unter Beweis stellen müssen.

In der Vorbereitung lief für den Burgstädter jedoch nicht alles perfekt. Nach der Landesmeisterschaft Ende Juli kugelte sich der Evingser im Training die Schulter aus, was ihn zur Pause zwang. „Das ist schon blöd. Der Trainingsplan war so konzipiert, dass ich auf den Tag fit bin. Aber wir haben das Beste draus gemacht“, erklärte Gerdes heute nach der Ankunft in München. Der junge Voltigierer kann dennoch selbstbewusst an den Start gehen. Seine Leistungen waren in dieser Saison konstant gut. Im schottischen Echlesmachan konnte er vor einigen Wochen noch einen internationalen Wettbewerb souverän für sich entscheiden. Und auch auf der Landesmeisterschaft lief es für ihn gut, kein anderer männlicher Teilnehmer konnte mit ihm mithalten.

Die Nerven müssen mitspielen

Zu den Favoriten zählt Gerdes in München jedoch nicht. „Die Jungs, die hier an den Start gehen, standen bei der Europameisterschaft schon ganz vorne. Mein Ziel ist es, vier saubere Durchgänge zu turnen und einen guten Platz im Mittelfeld zu bekommen“, sagt er. In der Vergangenheit spielten jedoch die Nerven des Altenaers nicht immer mit. In dieser Saison scheint das bislang noch kein Problem zu sein. Aber Gerdes sagt selbst: „Die Deutschen sind noch einmal eine ganz andere Nummer.“

Bereits im vergangenen Jahr durfte Timo Gerdes auf den Deutschen Meisterschaften starten. Damals bekam er als hoffnungsvolles Nachwuchstalent eine Wild-Cart. Und belegte am Ende einen sehr guten achten Platz. In diesem Jahr qualifizierte er sich direkt souverän über seine Erfolge.

Morgen früh müssen die Einzelvoltigierer zunächst die Pflicht zeigen, am Abend folgt dann die Kür. Insgesamt gehen 25 Herren an den Start. Auf den vergangenen Turnieren konnte Gerdes vor allem durch seine Leistung in der Kür überzeugen. Sie ist gespickt mit Höchstschwierigkeiten. „Aber das Pferd spielt auch immer eine wichtige Rolle. Auch wenn auf Henry eigentlich Verlass ist – das ist schon eine mächtige Kulisse“, sagt der Altenaer. Aber, wenn alles nach Plan liefe, sei relativ viel machbar.

Altenaer für Länderkampf nominiert

Kurz vor der Meisterschaft gab es heute für die Altenaer noch erfreuliche Post. Die Nominierung für den Fünf-Länder-Vergleichswettkampf sind raus. Die erste Mannschaft und Einzelvoltigiererin Jolina Ossenberg-Engels werden für Westfalen an den Start gehen. Jona Kehl wurde als Ersatzvoltigierer nominiert. Es ist bereits das sechste Jahr in Folge, dass die Burgstädter in der Westfalen-Equipe beim Vergleich der Landesverbände vertreten sind.

Lydia Machelett

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