Altenaer Timo Gerdes gewinnt internationales Turnier

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Timo Gerdes errang mit Casino Royal in Fossalta den Sieg, Jolina Ossenberg-Engels schaffte bei den Junioren den Finaleinzug nicht. Beide sind dennoch weiter im Blickfeld von Bundestrainerin Ulla Ramge.

Altena -  Als die Nationalhymne erklang, war all der Stress vergessen. Da konnte Timo Gerdes einfach nur noch strahlen. Bei einem internationalen Voltigier-Turnier im italienischen Fossalta ließ der Reiter des RV Altena die Konkurrenz hinter sich und freute sich über einen Sieg im Einzel.

Dabei sah es zunächst gar nicht nach einem guten Wochenende aus Altenaer Sicht aus. Denn vor der Abreise lahmte plötzlich Spitzenpferd Henry Higgens. Spontan kam Casino Royal zum Einsatz – das Einzelpferd von Vereinskollege Jona Kehl. Noch nie zuvor hatte Gerdes auf ihm seine Kür geturnt. „Casino Royal haben wir, als er ausgebildet wurde, ein wenig voltigiert. Aber nie so. Das war schon eine Herausforderung“, sagt Gerdes. Doch nicht nur für die Voltigierer. Auch für das Pferd, das noch nie zuvor so einen großen Wettkampf gelaufen war.

Doch beide meisterten die Aufgabe souverän. Bereits nach dem ersten Pflichtdurchgang lag der 18-jährige Altenaer knapp vor dem Italiener Francesco Bortoletto und dem Franzosen Samy el Khatabi. „Ich hatte nach und nach ein immer besseres Gefühl. Natürlich war es nicht wie sonst auf Henry, aber auch nicht viel schlechter“, freute sich der Burgstädter. Erstmals startete Gerdes international im Seniorenbereich.

Doch nicht nur Gerdes reiste an den Gardasee. Auch seine Teamkollegin Jolina Ossenberg-Engels durfte die deutschen Farben international vertreten. Allerdings bei den Junioren. Sie schaffte den Finaleinzug jedoch nicht. Nach der Pflicht lag sie noch auf Rang zwölf, verschlechterte sich in der Kür allerdings um sieben Plätze. „Eigentlich war meine Kür ordentlich. Aber irgendwie kam sie nicht so an. Da werde ich wohl in den kommenden Wochen noch ein bisschen umstellen müssen“, erklärte die 17-Jährige. Zufrieden war sie dennoch, denn auch sie musste auf Casino Royal ausweichen. „Das Pferd lief wirklich gut“, lobte sie den unerfahrenen Vierbeiner.

Richtig gut lief es hingegen für die beiden im Doppel. Nach der verpatzten Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr standen offensichtlich alle Zeichen auf Angriff. Es war das erste wichtige Turnier nach dem Sturz bei der Meisterschaft. Und der Druck war groß. Denn am Rand stand Bundestrainerin Ulla Ramge.

Doch auf Dragoner zeigten die beiden zwei absolut sichere Durchgänge. Für den Sieg langte es jedoch nicht. Der ging an die Italiener Erika di Forti und Lorenzo Lupacchini. Dennoch gab es Lob von der Bundestrainerin. Das Doppel habe sich extrem gesteigert.

Der Fokus der Altenaer liegt jetzt auf den Westfälischen und Deutschen Meisterschaften. Denn wenn es dort gut läuft, ist nach Aussage der Bundestrainerin eine Aufnahme in den Bundeskader nicht ausgeschlossen. - lm

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