Kowalke und Sülberg starten beim Ironman in Zürich

Auf dem Rad liegen die Stärken von Jörg Kowalke und das Profil der Strecke in Zürich mit einigen Anstiegen dürfte dem Altenaer liegen. Dort und beim Laufen will der 35-Jährige Plätze gutmachen.

Altena - Zürich war bisher ein gutes Pflaster für Jörg Kowalke und Rainer Sülberg. An diesem Wochenende sind die beiden Altenaer erneut beim Ironman in der Schweiz am Start und wollen ihre guten Leistungen von vor zwei Jahren bestätigen. Sülberg hatte sich seinerzeit für den legendären Ironman auf Hawaii qualifiziert, Kowalke durfte mit einer Zeit von 9:47 Stunden bei seiner Ironman-Premiere sehr zufrieden sein. Jetzt soll es noch ein bisschen mehr sein...

„Ich würde mich gerne verbessern, hoffe insgeheim auf eine Zeit von 9:30 Stunden. Das kann klappen, wenn alles perfekt läuft“, sagt Kowalke, dessen Stärken eindeutig auf der Lauf- und Radstrecke liegen. „Schwimmen ist nicht so meine Paradedisziplin, da muss ich schon beim Laufen und auf dem Rad einiges gut-machen“, sagt der 35-jährige Burgstädter, der in der Altersklasse 35 an den Start gehen wird. Sülberg startet in der Altersklasse 50.

Die Athleten dürfen sich am Sonntag auf nahezu perfekte Bedingungen mit Temperaturen um 24 Grad und leichter Bewölkung freuen. Am Nachmittag sind Schauer möglich, „da müssten wir aber schon auf der Laufstrecke sein, das ist dann nicht so schlimm“, so Kowalke.

3,8 Kilometer werden im Zürichsee geschwommen – zwei Runden, bei denen nach der ersten ein kleiner Landgang über eine kleine Insel nötig ist. Mit einer Zeit wie 2012, als er 1:15 Stunde benötigt hatte, wäre Kowalke zufrieden, hier macht er sich keine großen Hoffnungen, sich verbessern zu können. Wenn es dann aufs Rad geht, will der 35-Jährige zur großen Aufholjagd blasen. Die Strecke, deren Runde er am donnerstag noch einmal abgefahren ist, dürfte ihm liegen, das Profil mit einigen ernstzunehmenden Anstiegen kommt ihm entgegen. Zwei Runden á 90 Kilometer sind zu fahren, zunächst wartet ein flaches, rund 30 Kilometer langes Stück entlang der Ostseite des Sees auf die Athleten. Dann wird die Strecke leicht wellig, bei 50 bis 80 Höhenmetern geht es Auf und Ab. Es folgen zwei Anstiege, die es in sich haben. Auf zwei bzw. fünf Kilometern stehen den Fahrern jeweils 200 bis 250 Höhenmeter bevor. Danach geht es wieder hinab zum See und ab Kilometer 70 flach Richtung Wechselzone. Dort geht es noch einen kleinen, aber steilen Berg hinauf, ehe auf die zweite Runde eingebogen wird. Die insgesamt 180 Kilometer sind mit 1300 Höhenmetern gespickt.

Beim abschließenden Marathon dürfen sich die Triathleten auf eine weitere reizvolle Strecke entlang des Sees Richtung Innenstadt und durch einen Park zurück freuen. Viermal muss die 10,5 Kilometer lange Runde durchlaufen werden.

Kowalke macht sich wenig Hoffnung auf Hawaii-Quali

Während zahlreiche Teilnehmer hoffen, in Zürich die Norm für den Ironman auf Hawaii erfüllen zu können, so ist dieser Gedanke bei Kowalke nur ganz weit hinten im Kopf. „Vor zwei Jahren hätte mir eine Zeit von 9:30 Stunden gereicht, aber jetzt stehen in der Altersklasse 35 nur fünf Plätze zur Verfügung. Das sind relativ wenig, so dass es eher unwahrscheinlich ist, dass ich die Quali schaffe. Da hat Rainer Sülberg schon weitaus bessere Chancen“, wäre für Kowalke ein Startplatz für Hawaii natürlich ein voller Erfolg, der aber nicht oberste Priorität hat.

Britta Kaufmann

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