Keine optimalen Rennen für Kowalke und Sülberg in Zürich

Für die WM-Quali hat es für den Altenaer Jörg Kowalke beim Ironman in Zürich nicht ganz gereicht.

Zürich - Nicht ganz optimal lief es für die beiden Altenaer Jörg Kowalke und Rainer Sülberg beim Ironman in Zürich (wir berichteten). Während Kowalke beim Schwimmen einige Probleme hatte und Zeit verlor, hatte Sülberg Pech auf dem Rad. Zunächst stürzte er in der zweiten Runde, verletzte sich am linken Ellenbogen und kugelte sich den Daumen aus, ehe er in der Wechselzone mit dem Vorderrad auf die Matte kam und dafür eine Drei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam.

Zürich - Nicht ganz optimal lief es für die beiden (wir berichteten). Während Kowalke beim Schwimmen einige Probleme hatte und Zeit verlor, hatte Sülberg Pech auf dem Rad. Zunächst stürzte er in der zweiten Runde, verletzte sich am linken Ellenbogen und kugelte sich den Daumen aus, ehe er in der Wechselzone mit dem Vorderrad auf die Matte kam und dafür eine Drei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam.

Das Schwimmen gehört ohnehin nicht zu den Stärken von Jörg Kowalke, dennoch hatte er gehofft, auf den 3,8 Kilometern im Zürichsee wenigstens die Zeit von 2012 (1:15 Stunde) erreichen zu können. „Insgeheim hatte ich sogar gehofft, ein wenig schneller sein zu können, da ich mehr trainiert habe. Es war dann aber echt katastrophal. Aufgrund einer neuen Regel wurden zwei Startgruppen gebildet, ich war mit einer Zeit über 1:10 in der zweiten“, sagt Kowalke, der sich dort auch zunächst recht weit vorne einordnen konnte. „Dann bin ich auf der Innenbahn geschwommen, was sich nachträglich aber als Fehler erwiesen hat. Es gab viel Gedränge und ich habe noch nie so viele Schläge abbekommen. Auch noch nach zwei Kilometern. Da war es für eine richtig gute Zeit eigentlich schon gelaufen“, sagt Kowalke, der nie zu seinem Rhythmus fand, weil es ständig Körperkontakt gab.

So stieg Kowalke nach 1:19:59 Stunde aufs Rad, wo es dann auf den 180 Kilometern schon eher nach Wunsch lief. Zwar war die Strecke nach leichtem Regen schon am Morgen auf der ersten Runde nass, Kowalke gelang es aber – auch mit der nötigen Wut im Bauch – Boden gutzumachen. Auf der zweiten Runde frischte dann der Wind auf, es wurde immer schwerer zu fahren, doch mit seiner Zeit von 4:54:02 Stunden war der Altenaer super zufrieden. „Das war die 30ste Zeit von allen, inklusive der Profis“, freute sich der 35-Jährige.

Auch beim anschließenden Marathon über 42 Kilometer gelang Kowalke in 3:14:33 Stunden eine bessere Zeit als vor zwei Jahren, wobei er alles auf eine Karte setzte. „Ich bin zwei schnelle Runden gelaufen, habe dann aber festgestellt, dass das nicht durchzuhalten ist“, so der Burgstädter, der am Ende insgesamt 9:35:15 Stunden benötigte und damit fünf Minuten über seiner erhofften Zeit blieb. In der AK 35-39 wurde er Zwölfter, im Gesamtklassement war es Platz 76. „Für die WM-Quali hat es nicht gereicht, weil es nur sechs Plätze gab, die alle eingenommen wurden. Mich ärgert aber vielmehr die Schwimmzeit“, so Kowalke.

Rainer Sülberg stürzt mit dem Rad

Rainer Sülberg (AK50-55) war zwar beim Schwimmen drei Minuten langsamer als erhofft, mit den 1:23:54 Stunden war er aber ganz zufrieden. Auch in der ersten Radrunde lief es noch gut, doch dann passierte das Missgeschick. Als er nach einer Wasserflasche griff und den Lenker losließ, wurde er von einem anderen Fahrer gestriffen und stürzte. „Ich habe mir den Daumen zurückgedrückt, mich aufgerappelt und bin weiter gefahren, aber es war nicht so mein Tag“, erzählt Sülberg, der schließlich beim Wechsel nach 5:11:25 Stunden noch in die Penaltybox musste. „Die Matte darf man erst berühren, wenn man abgestiegen ist“, erklärt der 53-Jährige, der schließlich noch den Marathon in 3:51:25 Stunden zurücklegte und am Ende Gesamtzeit von 10:34:30 Stunden (AK: Platz 22, Gesamt: Platz 398) zu Buche stehen hatte. „Das war keine schlechte Zeit, aber für die WM-Quali hätte ich 20 Minuten schneller sein müssen“, sagt Sülberg, der es nach seiner Teilnahme vor zwei Jahren gerne noch einmal nach Hawaii geschafft hätte. „Vielleicht gelingt es in der neuen Altersklasse, denn im nächsten Jahr rücke ich auf“, sagt der Altenaer, der im September 54 Jahre alt wird.

Kowalke und Sülberg wollen nun noch beide erstmals beim P-Weg in Plettenberg auf der langen Mountainbikestrecke an den Start gehen. „Bei so einer großen Veranstaltung in der Umgebung wollte ich immer schon mal dabei sein“, freut sich Kowalke auf einen Start in heimischen Gefilden.

Britta Kaufmann

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