Jörg Kowalke Sonntag beim „Maratona dles Dolomites“

Für Jörg Kowalke, hier bei der Auffahrt zum Passo Campolongo im Vorjahr, ist der Radmarathon in den Dolomiten in diesem Jahr nur eine Vorbereitung auf den Gigathlon in der Schweiz. Dort wartet ab dem 8. Juli die bislang größte Herausforderung auf den Altenaer.

ALTENA -  Es ist bereits seine achte Teilnahme am „Maratona dles Dolomites“, doch eine neue Bestzeit strebt Jörg Kowalke in diesem Jahr beim Radmarathon in den Dolomiten nicht an. Vielmehr ist der Wettkampf am Sonntag für den Altenaer eine Trainingseinheit für eine ganz besondere Herausforderung, die ab dem 8. Juli auf ihn wartet: Der Start beim Gigathlon in der Schweiz.

Schwimmend, auf dem Rad und laufend werden an sechs Tagen zwischen Chur und Lausanne 1068 Kilometer und 17 850 Höhenmeter bewältigt – vorausgesetzt, der Körper macht so lange mit. Ein neues sportliches Abenteuer, das auf Kowalke und rund 6000 weitere Teilnehmer in vier Kategorien wartet. „Eine Woche vorher jetzt noch den Maratona zu absolvieren, ist von von der Planung her sicher nicht ganz optimal, aber als ich den Startplatz erhalten habe, wusste ich noch nicht genau, ob es mit dem Gigathlon klappt. Deshalb nutzte ich das Radrennen jetzt für einen Formtest, auch wenn es von den Anforderungen her natürlich etwas ganz anderes ist“, sagt der Burgstädter, der für die 138 Kilometer (4190 Höhenmeter) im Vorjahr 5:13 Stunden benötigt hat, während er beim Gigathlon täglich zwischen 8 und 13 Stunden unterwegs sein wird.

Am Mittwoch ist Kowalke nach Corvara/Italien, Zielort des „Maratona dles Dolomites“ gereist, am Sonntag wird in La Villa im Gardatal der Startschuss zum Rennen fallen. „Meine Bestzeit aus dem Vorjahr werde ich sicher nicht steigern können, aber das ist auch nicht das Ziel“, so der 33-Jährige, auf den am Sonntag der Passo Campolongo (1875 m), der gleich zweimal bezwungen werden muss und der der niedrigste der Pässe ist, sowie das Sellajoch (2240 m), das Pordoijoch (2239 m), das Grödnerjoch (2121 m), der Passo Giau (2236 m), der Falzaregopass (2105 m) und der Valparolapass (2192 m) warten. „Die beiden schwersten kommen zum Schluss“, so der heimische Ausdauersportler, der seine Kräfte dabei möglichst sparen will und mit einer Zeit um fünfeinhalb Stunden plant. „Ich muss mal sehen, wie es läuft, denn ich habe in diesem Jahr nicht darauf trainiert, kürzere Berge schnell hoch zu fahren, sondern mich mit Blick auf den Gigathlon auf die Ausdauer konzentriert. Ich bin mal gespannt, wie weit ich in der Schweiz komme. Ein, zwei Tage kann man ja noch überblicken, ob man ins Ziel kommt, weiß man aber nicht. Man muss es erstmal sehr gemütlich angehen, unterwegs viel essen und Energie nachführen. Und dann wird man sehen, ob man am Ende noch dabei ist“, sagt Kowalke, dessen größte Herausforderung bislang das „Race across the Alps“ vor zwei Jahren war, bei dem er nonstop 535 Kilometer (14 000 Höhenmeter) in rund 28 Stunden gefahren ist. Vergleichbar ist aber auch das nicht mit dem, was ihn ab dem 8. Juli in der Schweiz erwartet.

Britta Kaufmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare