Ossenberg-Engels und Gerdes sorgen für Gänsehaut

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Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes boten zwei tolle Durchgänge bei der Deutschen Meisterschaft in Elmshorn und sorgten beim Publikum für Gänsehaut.

Altena - Es war wohl der emotionalste Moment der Doppelvoltiger-Wettbewerbe im Rahmen der Deutschen Meisterschaft, die von Donnerstag bis Samstag in Elmshorn stattfand: Der Auftritt von Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes hatte für Gänsehaut-Feeling gesorgt.

Auch wenn es für die beiden Aktiven des Reitvereins Altena am Ende nicht für den Sprung aufs Siegertreppchen gereicht hat, so waren sie als Viertplatzierte auf jeden Fall die „Sieger vieler Herzen“ im Publikum.

Mit neuen Trikots liefen die beiden Burgstädter am Freitag zum ersten Umlauf ein, zeigten eine blitzsaubere Runde und lagen am Ende auf Rang drei. Am Samstag, beim finalen zweiten Durchgang, war die Stimmung in der Halle bereits eine ganz andere. Ausverkauftes Haus, mehr als 2000 Besucher verfolgten den Wettbewerb.

Da wurden Erinnerungen an 2013 wach. Im Vorjahr gingen die beiden Altenaer auch als Dritte in den finalen Umlauf. Doch Pferd Dragoner hatte Probleme mit der Kulisse und scheute. Das Paar stürzte und musste schließlich aufgeben. „Klar waren wir aufgeregt. Und wie. Die Stimmung auf der Deutschen ist schon eine ganz Besondere. Aber das muss man im Zirkel vergessen und einfach turnen“, sagt Jolina Ossenberg-Engels. Die 17-Jährige war die Jüngste im Feld der Doppelvoltigierer. Doch im Wettkampf war davon nichts zu spüren. Routiniert und mit jeder Menge Ausdruck spulten die Altenaer ihr zweiminütiges Kürprogramm ab. Jede Bewegung passte genau zur Musik. Sie zeigten eine Liebesgeschichte zu klassischer Musik, die nicht nur Bundestrainerin Ulla Ramge eine Gänsehaut auf die Haut zauberte und für die sie die höchste Artistiknote erhielten. Sicherlich war die Kür des Siegerpaares Pia Engelberty/Torben Jacobs aus Köln noch ein wenig schwerer, doch die beiden Altenaer sind noch jung und erst seit einem Jahr überhaupt im Spitzensportbereich dabei.

Von der FEI auf Platz 13 in der Welt geführt

„Wir sind mehr als zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen haben“, so Timo Gerdes. Das Ziel war gewesen, zwei saubere Durchgänge zu turnen und die Zuschauer emotional zu berühren. Und das ist mehr als gelungen. „Ich würde sagen, es war der beste Durchgang, den die beiden bisher überhaupt geturnt haben“, lobte Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Und damit nicht genug, denn auch der Internationale Reiterverband (FEI) hat die immer stärker werdenden Leistungen der beiden Altenaer registriert: In den neuen Rankings der Voltigierer werden Ossenberg-Engels/Gerdes auf Platz 13 (!) der Welt geführt. Wenn das keine Anerkennung ist...

Ausruhen können sich die Altenaer darauf aber nicht, denn das Training geht direkt weiter. Lediglich der vierbeinige Partner Dragoner darf eine kleine Pause auf der Weide genießen. Für Jolina Ossenberg-Engels steht dagegen bereits die nächste Meisterschaft auf dem Programm. Am kommenden Wochenende startet die 17-Jährige bei den Westfälischen Junior-Meisterschaften im Einzelvoltigieren in Münster. Das Ziel ist klar: „Ich möchte gerne unter die besten sechs kommen, damit ich zur Deutschen Juniormeisterschaft darf“, hat Ossenberg-Engels weiterhin ehrgezige Ziele. - lm

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