Voltigieren

Hohes Niveau sorgt für Begeisterung

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Jolina Ossenberg-Engels zeigte am Samstag vor heimischer Kulisse eine starke Leistung, auch wenn die Kür im Einzel unplanmäßig endete.

Küntrop – „Wir haben erst den 6. April und das, was uns die Altenaer hier präsentieren, ist eine echte Offenbarung“, freute sich Rainer Hilbt, Mitglied des Disziplinbeirats Voltigieren des Westfälischen Pferdesportverbands.

Er zeigte sich begeistert von der Leistung der 1. Voltigier-Mannschaft der Burgstädter, die zum Saisonauftakt klar machte, dass die Mission Titelverteidigung bei den Westfälischen Meisterschaften das Ziel ist.

Vor heimischer Kulisse konnten fast alle Voltigierer des RV Altena am Wochenende eine herausragende Leistung abrufen. Das Team der Altenaer startete konkurrenzlos, aber unter den kritischen Augen des westfälischen Disziplinbeirats. Ausdrucksstark und fehlerfrei absolvierten die Athleten ihr Programm. „Vor zwei Wochen haben wir noch überlegt, ob wir überhaupt starten sollen. Da war alles noch sehr wackelig. Aber heute lief es super und wir haben uns mega wohl gefühlt“, freute sich Jolina Ossenberg-Engels.

Im Einzel lief es für die Altenaer jedoch nicht so gut. Sowohl Jolina Ossenberg-Engels als auch Franziska Peitzmeier schieden im Einzelwettbewerb aus. In der Kür kam Pferd Caram aus dem Konzept und scheute, während Ossenberg-Engels gerade an der Seite zum Bodensprung hing. Die Richterin empfand das Risiko zu hoch und klingelte die Einzelvoltigierer ab. „                                                                                                                         Caram ist ja eigentlich sehr zuverlässig. Ich selbst habe es auch gar nicht als so schlimm empfunden“, sagte Ossenberg-Engels. Eine Videoanalyse soll nun Klarheit bringen. Den Sieg im Senioren-Einzelfeld sicherte sich Vize-Junioreneuropameister Philipp Stippel. Im Technik-Programm lief es dann deutlich besser. Caram hatte zu seiner gewohnten Form zurück gefunden – und so siegte Jolina Ossenberg-Engels vor Franziska Peitzmeier und Philipp Stippel.

 Abschied für Dream Dancer

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Breitensports. Voltigierer zwischen drei und 30 Jahren gingen an den Start. „Das ist quasi unser Familientag. Wir wollen auch den Gruppen aus dem Umfeld und natürlich unserem Nachwuchs die Möglichkeit geben, auf einem Turnier zu starten“, erklärte Turnierorganisatorin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Auf dem Pferd und auf dem Holzpferd gingen die Nachwuchsvoltigierer an den Start. Im Doppelvoltigieren auf dem Pferd dominierten auch die heimischen Voltigierer. Alisa Koopmann und ihre Schwester Susanna dominierten den Wettbewerb vor den Vereinskolleginnen Leonie Müller und Luisa Schulte und den Hastern Leonie Alewelt und Madita Neuhaus.

Am Sonntagabend flossen dann noch ein paar Tränen. Dream Dancer wurde mit 24 Jahren aus dem Turniersport verabschiedet. 16 Jahre lange lief er für die Burgstädter auf etlichen Turnieren. „Auf ihn war immer Verlass, egal ob auf Meisterschaften, internationalen Turnieren oder mit unserem kleinsten Nachwuchs“, erzählte Döller-Ossenberg-Engels sichtlich bewegt. Der Fuchswallach kommt aber nicht aufs Abstellgleis. Der Reitverein Altena bietet ihm die Möglichkeit, seinen Lebensabend zu genießen. „Dream Dancer will immer noch dabei sein. Er hat Reitbeteiligungen und wird hier zuhause auch noch hin und wieder für die Kleinsten im Schritt seine Runden drehen. Er ist ja schließlich noch fit“, sagte Döller-Ossenberg-Engels

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