VfB Altena stellt den Spielbetrieb ein

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Augen zu und durch: Die Handballabteilung des VfB Altena stellt den Spielbetrieb ein. Unser Foto zeigt Robert Csunderlik im Derby gegen die TS Evingsen. Eine Partie, die es in Zukunft wohl nicht mehr geben wird.

Altena - Weiterer Paukenschlag in der Burgstadt: Der Vorstand der Handballabteilung des VfB Altena hat sich zehn Tage nach der Jahreshauptversammlung dazu entschlossen, den Spielbetrieb einzustellen. Den verbliebenen aktiven Handballern im Seniorenbereich, die auf Kreisebene um Punkte spielen wollen, legt der Vorstand nahe, sich der Sport Union Altena anzuschließen.

Der neue, im Januar aus der Taufe gehobene Verein wiederum wird, falls sich genügend Spieler finden, in der Saison 2015/16 in der Kreisklasse Nord an den Start gehen.

„Nach der Jahreshauptversammlung haben wir festgestellt, dass wir nicht genügend Spieler zusammenbekommen, um eine Mannschaft in den Spielbetrieb schicken zu können. Bis dahin hatten wir die Hoffnung, dass wir wenigstens eine Mannschaft stellen können“, betont Frank Krämer. Der VfB-Abteilungsleiter macht keinen Hehl daraus, dass „die Talfahrt des VfB seit Anfang des Jahres“ extrem bitter, die nun getroffene Entscheidung aber die einzig richtige sei.

Großen Wert legt Krämer darauf, dass die VfB-Handballabteilung trotz der Einstellung des Spielbetriebes nicht aufgelöst wird. Das wäre auch nicht möglich, weil letztendlich die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung über das Aus des Vereins abstimmen müssten. Vielmehr sei es denkbar, dass die Blau-Weißen, die jetzt nur noch über eine Altherren-Mannschaft verfügen, zur Saison 2016/17 wieder eine Mannschaft melden. „Der VfB bleibt bestehen. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie es weitergeht“, so Krämer.

Die Würfel für die Einstellung des Spielbetriebes in der Saison 2015/16 seien am Sonntag in einer weiteren Gesprächsrunde mit dem Vorstand der Sport Union Altena gefallen. Nach diesem Gespräch sei folgender Entschluss gefasst worden, den Frank Krämer auch auf der VfB-Homepage veröffentlichte: „Wir vom VfB haben nochmals die Resultate der sogenannten ‘großen Expertenrunde’ im März/April unter der Schirmherrschaft des Stadtsportverbands, federführend der 1. Vorsitzende Günter Kauert, und Uwe Hell in dessen Firmenräumen unter Beteiligung aller drei in Altena den Handballsport praktizierenden Vereine aufgegriffen und diskutiert. Dabei sind wir zu der endgültigen Meinung gekommen, dass sich, wie in der Expertenrunde von allen Beteiligten erarbeitet, für den Handballsport in Altena nur dann eine reale Zukunft ergibt, wenn alle an einem Strang ziehen. Das soll heißen, dass alle gemeinsam dem Handballsport in Altena nachhaltig die Chance bieten wollen, gestützt auf einen strukturellen Neuaufbau, an alte Traditionen anzuknüpfen und den Weg über eine ausgeprägte Jugendarbeit weiterzugehen.“

Diesen nächsten Schritt wolle man nun mit den Mitgliedern gemeinsam gehen. „Daher empfehlen wir allen Spielern, die weiter um Punkte spielen wollen, sich bis zum 20. Juli bei der Sport Union anzumelden. Denn die Spielerpässe müssen ja auch noch rechtzeitig umgeschrieben werden“, so Frank Krämer.

„Wenn genügend Anmeldungen zusammenkommen, werden wir eine Seniorenmannschaft stellen. Wir von der Sport Union wollen den Leuten nicht vor den Kopf stoßen und werden daher den Seniorenspielern vom VfB eine Perspektive geben“, sagte Dirk Priestersbach. Der Vorsitzende der Sport Union, die sich vor allem die Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben hat und mit ihren Nachwuchsteams zur neuen Serie erstmals am Spielbetrieb teilnehmen wird, betonte nochmals, dass der noch junge Verein schließlich angetreten sei, um dem Handballsport in Altena „eine Zukunft“ zu bieten.

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