Alte Verbundenheit zählt nicht

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Neun Spielzeiten lang spielte Dennis Rattelsberger (Mitte) für die FSV Werdohl und trug in den vergangenen Jahren auch die Kapitänsbinde. Heute spielt zum ersten Mal mit dem TuS Plettenberg gegen seinen alten Verein. Ob er dabei auf „Manni“ Sander (rechts) trifft, ist aber ungewiss.

WERDOHL - Im Fußballkreis Lüdenscheid steht an diesem Wochenende das Pokal-Viertelfinale auf dem Programm, das am Freitagabend mit dem Topspiel eröffnet wird.

Um 19 Uhr erwartet der Kreisliga-Spitzenreiter TuS Plettenberg den Landesligisten FSV Werdohl im Lennestadion. Dabei trifft Dennis Rattelsberger, der die FSV im Sommer nach neun Jahren verlassen hat, zum ersten Mal auf seinen Ex-Verein. Mit dem 28-jährigen Innenverteidiger sprach Stefan Herholz.

Herr Rattelsberger, im Kreispokal-Viertelfinale gibt es für Sie ein Wiedersehen mit der FSV. Ist das ein besonderes Spiel für Sie?

Rattelsberger: Natürlich, gegen die alten Mannschaftskameraden ist es immer ein besonderes Spiel. Ich freue mich und will auf jeden Fall spielen.

Besteht denn die Gefahr, dass Sie nicht spielen können?

Rattelsberger: Ich bin schon seit letzter Woche angeschlagen. Ich habe wieder Probleme mit der Patellasehne. Aber ich werde auf die Zähne beißen und spielen, wenn das Bein nicht ab ist.

Im Sommer kam es am Riesei zu einer großen Spieler-Fluktuation. Haben Sie denn noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Rattelsberger: Na klar, mit Dominik Krämer auf der Arbeit, mit ‘Manni’ Sander, Moritz (Anm. d. Red: Klamann) und ‘Holz’ (Anm. d. Red: Markus Grete). Und mit ‘Enne’ (Anm. d. Red: Simon Felbick) ist der Kontakt nie abgerissen. Mit ihm bin ich neulich noch in Köln unterwegs gewesen.

Gibt es denn besondere Erinnerungen, die Sie mit ihrer Zeit am Riesei verbinden?

Rattelsberger: Auf jeden Fall, ich habe ja neun Jahre lang dort gespielt. Da ist besonders der Aufstieg mit der Truppe gewesen. Das ist eine der besten Erinnerungen, aber auch das Jahr in der Westfalenliga. Ich habe insgesamt sehr viele schöne Erinnerungen an die Zeit.

Aber die werden wohl am Freitagabend für 90 oder 120 Minuten in der Hintergrund rücken, oder?

Rattelsberger: Das ist so. Wir wollen ins Halbfinale einziehen und mit der FSV den Pokalsieger der letzten drei Jahre rauswerfen.

Was spricht denn für einen Sieg des TuS Plettenberg?

Rattelsberger: Wir haben eine junge, gallige Truppe, die sehr gut drauf ist und führen die Liga souverän an. Die Jungs haben einen großen Willen.

Und nach dem Spiel?

Rattelsberger: Wir wollen im Elfer noch mit ein paar Leuten gemeinsam ein paar Bierchen trinken. Dustin Langenberg, der bis zum Sommer noch in Plettenberg gespielt hat, kennt ja auch viele Spieler vom TuS, so dass wir gemeinsam ein bisschen feiern – egal, wie es ausgeht.

Herr Rattelsberger, vielen Dank für das Gespräch.

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