Alle Augen sind im Derby auf Thomas Dralus gerichtet

Im Blickpunkt des Derbys: Thomas Dralus (links).

LÜDENSCHEID ▪ Kreisderby mit stattlicher Kulisse, der Hausherr auf einem Spitzenplatz, der Gast in Abstiegsgefahr: Das Duell zwischen der HSG Lüdenscheid und der HSV Werdohl/Versetal am Samstagnachmittag (17.30 Uhr, Bergstadt-Gymnasium) birgt mit Sicherheit jede Menge Brisanz und Zündstoff.

Im Mittelpunkt aber wird automatisch ein Mann stehen: HSG-Spielmacher Thomas Dralus, der in der kommenden Saison den Dress der Werdohler Gäste überstreifen wird. Eine ungewöhnliche Situation, die von den Verantwortlichen auf beiden Seiten aber völlig professionell gesehen wird: „Thomas hat mir im Training noch gesagt, dass vor zwei Wochen ja auch HSV-Trainer Axel Meyrich und Rechtsaußen Sven Potberg bei der SG Schalksmühle-Halver II Vollgas gegeben haben, obwohl sie wieder dorthin zurückkehren, und dass Meyrich in Werdohl bis zum Saisonende vernünftige Arbeit abliefern wird. Und genauso wird er sich verhalten“, hegt HSG-Trainer Friedhelm Ziel keinerlei Zweifel, dass der Hagener seine spielerische „Genialität“ voll in den Dienst der Lüdenscheider stellen wird. Selbst auf die Gefahr hin, dass eine Niederlage die Probleme der HSV im Kampf um den Ligaerhalt vergrößert. Auch Gästecoach Meyrich baut auf keinerlei derart geartete Schützenhilfe aus gegnerischen Reihen, kommt im Gedenken an die böse 26:37-Hinspielklatsche stattdessen mit sehr viel Respekt in die Kreisstadt: „Wir sind im gesamten Saisonverlauf nicht so vorgeführt worden wie im Hinspiel. Deshalb wäre es auch vermessen, trotz der guten Leistung gegen Tabellenführer einen Erfolgsanspruch in Lüdenscheid abzuleiten.“

Nun, auch Friedhelm Ziel erinnert sich ans Hinspiel (ohne Fath und Schürfeld, die auch diesmal nur stark angeschlagen zur Verfügung stehen). „Da haben wir wirklich klasse gespielt, uns gut auf das Gegenstoßspiel der HSV über Potberg und den torgefährlichen HSV-Rückraum eingestellt. So leicht wird’s diesmal bestimmt nicht werden. Ich erwarte ein enges Spiel, mit hoffentlich positivem Ausgang für uns.“

Verzichten muss er auf jeden Fall auf Rechtsaußen Dennis Czekalla (Mittelohrentzündung) und Falk Baberg (aufgrund anhaltender Patellasehnenprobleme nur in der „Zweiten“). Dafür hofft der HSG-Coach, dass die „Halle brennt“, die HSV viele Fans mitbringt: „Solche Stimmung macht unseren Sport doch erst richtig schön“, will er mit dem Derby Werbung betreiben.

Die HSV muss Brinkmann (Schuklterverletzung) udn Keeper Zankl (Bänderriss) ersetzen, dafür rücken aus der Reserve Eike Schmale und Florian Kahlstadt nach.

Jörg Hellwig

HSG: Bahr, Huhn – Brahimi, Luft, Schürfeld, Bölling, Heller, Dralus, Gruber, Miossec, Fath, Schlippe, Beckmann, Füller

HSV: Kämmerer, Schmale – Lüling, de Liello, Lohmann, J. Lakic, M. Lakic, Bluhm, Hurlbrink, Blumberg, Burzlaff, Potberg, F. Kahlstadt

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