WBV zieht Schlussstrich

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Auch für Kevin Bekendorf und Co. von den Baskets Lüdenscheid ist die Saison bereits beendet.

Kreisgebiet – Es war am 10. März: Da gab Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), zwei Tage nach Beendigung der Hauptrunde bekannt, dass die Spielzeit ad hoc beendet wird. Keine Playoffs, kein Deutscher Meister – Ende. Einen Tag später zog der Deutsche Eishockey Bund (DEB) nach, beschloss aufgrund der Entwicklung in Sachen Coronavirus, den Spielbetrieb aller Ligen in Deutschland einzustellen. Am 17. März folgten dann auf nationaler Ebene die ersten Einschnitte bei den Basketballern.

In den 2. Bundesligen ProA und ProB wurde der Spielbetrieb ebenfalls eingestellt, in der 1. Liga ist er bis auf Weiteres ausgesetzt worden. Resolut Konsequenzen gezogen hat mittlerweile auch der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV): War der Spielbetrieb zunächst noch ausgesetzt worden, wurde er am 13. März für die 1. Regionalliga für beendet erklärt, am vergangenen Freitag dann auch für die Ligen darunter sowie den Nachwuchs-Spielbetrieb.

Offiziell heißt es dazu: „Nach heutiger Einschätzung ist es mehr als fraglich, ob nach den Osterferien ein geordneter Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Um den Vereinen dennoch eine gewisse Planungssicherheit zu geben, hat das Präsidium des WBV die Beendigung des Spielbetriebes in allen WBV-Jugendligen und den WBV-Seniorenligen unterhalb der Regionalliga Damen und der 1.Regionalliga Herren beschlossen. Der Abschluss des Spielbetriebes erfolgt mit Wirkung zum 12. März 2020. Die aktuellen Tabellen werden als offizielle Abschlusstabellen geführt.“

Regelung für Auf- und Abstieg

Dazu heißt es: „Im Seniorenbereich werden diese Abschlusstabellen für die Vergabe der Anwartschaften/Teilnahmerechte für die Saison 2020/2021 herangezogen. Um Härtefälle zu vermeiden, wird es im Seniorenbereich folgende zusätzliche Regelung geben: Die auf Platz 1 stehende Mannschaft jeder Spielgruppe erhält die Anwartschaft für die nächst höhere Liga (Aufsteiger). Sofern eine Mannschaft unter realistischen Aspekten rechnerisch ebenfalls den 1. Platz hätte erreichen können, kann sie eine Wildcard für die Saison 2020/2021 für die nächst höhere Liga beantragen.

Die Mannschaft, die nach der Ausschreibung 2019/2020 auf einem Abstiegsplatz steht, erhält die Anwartschaft für die nächst tiefere Liga (Absteiger). Eine Mannschaft, die auf einem Abstiegsplatz steht, hat aber dennoch die Möglichkeit, für die Saison 2020/2021 eine Wildcard zu beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass sie bei normalem Verlauf der Saison rechnerisch einen Nichtabstiegsplatz hätten erreichen können. Mannschaften, die berechtigt sind, eine Wildcard zu beantragen, müssen diese bis zum 6. Mai 2020 beantragt haben. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, erhält die Mannschaft die Wildcard und damit die Anwartschaft für die entsprechende Liga. Sollten dadurch mehr Plätze in einer Spielgruppe notwendig werden, so wird entsprechend aufgestockt.“

Mal einfach - mal kompliziert

Nachstehend zwei Beispiele, die verdeutlichen, dass es einfach, aber auch kompliziert werden könnte. Klarheit verspricht die Oberliga 3: Der TVO Biggesee ist Meister und Aufsteiger, hat sechs Punkte Vorsprung auf den TSV Hagen. Dass dieser diesen Rückstand an den restlichen vier Spieltagen noch hätte aufholen können, ist eher unwahrscheinlich. Von daher wird der TSV wohl auf ein Wildcard, in die 2. Regionalliga aufzusteigen, verzichten. Absteiger sind Schlusslicht TG Voerde und SVD Dortmund II – auch die Dortmunder dürften angesichts eines Vier-Punkte-Rückstands auf die punktgleichen Ränge 7 bis 10 kaum eine Wildcard in Richtung Klassenerhalt beantragen.

Kompliziert hingegen die Lage in der Landesliga 6: Meister ist der SV Haspe III (38 Punkte), darf aber ebenso wie der Rangdritte BG Hagen III (28) nicht in die Oberliga aufsteigen, weil dort schon Haspe II und BG II spielen. So hat Freudenberg als Zweiter (28) das erste Aufstiegsrecht, eine Wildcard (mit großer Erfolgsaussicht) könnten aber auch die Iserlohn Kangaroos II beantragen, die ebenfalls 28 Zähler auf ihren Konto haben. Derweil steht das abgeschlagene Schlusslicht Baskets Lüdenscheid II als Absteiger fest, dazu auch Baskets Schwelm II als Vorletzter (6 Punkte). Die Schwelmer könnten indes eine Wildcard (mit Erfolgsaussicht) für den Klassenerhalt beantragen, denn der Rückstand zum rettenden Ufer (Fellinghausen) beträgt gerade einmal zwei Zähler.

Nachwuchsbereich

Hierzu heißt es vom Präsidium: „Die Jugendligen (Jugend-Regionalliga, -Oberliga und -Landesliga) in allen Altersklassen werden mit den aktuellen Tabellen zu Abschlusstabellen erklärt, und die Ligeneinteilung für die Saison 2020/2021 wird komplett über die Ranglisten vorgenommen. Für die Baskets Lüdenscheid bedeutet das, dass die U14 ihre Oberliga-Saison mit einem guten zweiten Platz beendet, die U12 trotz realistischer Chancen, in der Oberliga noch den dritten Platz zu erreichen, auf dem vierten Platz verharren wird. Die U10 beendet ihre Saison als Tabellenneunter, die U16 als Achter.

Aus diesen Platzierungen ergeben sich Ranglistenpunkte, die für die Einteilung der Jugendteams in der kommenden Saison mitentscheidend sind. „Die sich daraus ergebenden Ranglisten sind bislang allerdings nicht veröffentlicht, sodass sich noch nicht absehen lässt, was das für einzelne Altersklassen bedeutet“, sagt Baskets-Vorsitzender Frank Zacharias, für den dieses Thema derzeit allerdings nachrangig ist. „Jetzt gilt es für alle erst einmal, gesund und zuhause zu bleiben.“

Und er verweist auf die tägliche Online-Sportstunde von Alba Berlin, mit der sich auch Baskets-Akteure fit halten können. Weitere Angebote speziell für die Baskets-Mitglieder seien in Vorbereitung und sollen rechtzeitig kommuniziert werden.

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