Handball, 3. Liga Nord-West

Bekstons Heimkehr

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Kein Spiel wie jedes andere – zumindest nicht für Kai Bekston: Der Abwehrchef der SGSH Dragons trug sechs Jahre lang das Trikot der Ahlener SG. Am Samstag spielt er mit den Drachen gegen seinen Ex-Club.

Schalksmühle – Am Samstag, als die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons am Löh fürs Aufwärmen vor dem Leichlingen-Spiel aus der Kabine kamen, hatte Kai Bekston erst einmal viele Hände zu schütteln. Der neue Abwehrchef der Dragons begrüßte viele alte Bekannte, schließlich war das Verbandsliga-Team seines alten Vereins, der Ahlener SG, am Löh zu Gast – und hatte auch noch gewonnen, da waren Gratulationen angesagt. Eine Woche später nun geht es für Bekston und die SGSH Dragons am Samstagabend in die Ahlener Friedrich-Ebert-Halle (Anwurf 18.30 Uhr). Für die Dragons ist es ein normales Drittliga-Spiel, für Bekston ist es das nicht. Sechs Jahre lang trug der Dortmunder das Ahlener Trikot. Als er im März ging, bekam er viele nette Worte mit auf den Weg.

„Er hat einen großen Anteil am Aufstieg in die 3. Liga und der sportlichen Weiterentwicklung der Mannschaft“, lobte ASG-Geschäftsführer Andreas Bartscher den Hünen, und Trainer Bertow nannte seinen Schützling eine der „tragenden Säulen des ASG-Spiels“. Man hat Bekston nicht gerne ziehen lassen. Am Samstagabend nun gibt es für Bekston also die Premiere: Erstmals geht es in der 3. Liga gegen sein Ex-Team. Die Rollen sind dabei klar verteilt.

Die SGSH Dragons gehören zur Spitzengruppe, für die Gastgeber, die neben Bekston nach der vergangenen Saison mit Björn Wiegers, Keeper Andreas Tesch, Kim Voss-Fels und Dimitri Stukalin weitere gestandene Spieler verloren haben, dagegen ist nach einer sehr durchwachsenen Saison als Tabellenvorletzter akuter Abstiegskampf angesagt. In diesem Abstiegskampf gab es vor zwei Wochen beim 30:20 gegen Volmetal immerhin einen Lichtblick für die ASG, für die in dieser Saison neben Philipp Lemke mit Luca Sackmann noch ein weiterer Ex-SGSH-Akteur aufläuft.

Merhar und Schetters Einsätze auf der Kippe

Die SGSH trifft also mithin auf einen Gegner, der einerseits mit dem Rücken zur Wand steht, der andererseits zuletzt Blut geleckt hat. Das allein würde die Aufgabe in des Gegners Halle zu einer kniffligen machen. Mark Dragunski hält sie derweil für eine „richtig gefährliche“. Denn: „Den klassischen Außenseiter gibt es in diesem Jahr in der Liga ohnehin nicht“, sagt der Ex-Nationalspieler auf der Dragons-Bank, „und dazu müssen wir beim Personal jonglieren. Das ist schon nicht so einfach im Moment.“ Zu den Langzeitausfällen Dominik Spannekrebs und David Bleckmann gesellt sich am Samstag mit Lukas Hüller (grippaler Infekt) definitiv ein dritter Ausfall. Dazu macht die linke Außenbahn Kopfschmerzen: Natko Merhar klagt über Rückenprobleme, Tobias Schetters war auch krank.

Bei beiden ist ein Einsatz nicht ausgeschlossen, im Vollbesitz ihrer Kräfte werden beide aber definitiv nicht sein. So sind die Sinne doppelt geschärft beim Gast. „Wir müssen vor allem wieder eine gute Abwehr bauen“, sagt Dragunski, „und vorne müssen wir geduldiger und konsequenter spielen als in der zweiten Hälfte gegen Leichlingen. Klar ist doch: Wenn du gegen irgendeinen Gegner in dieser Liga keine 100-prozentige Einstellung mitbringst, dann wird es schnell eng…“

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