SV Affeln nach drei Klatschen „in einem Tal“

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Der SV Affeln um Tino Tammaro (rechts) bezog zuletzt drei Mal in Serie deftige Pleiten.

Affeln -  Die Saison hatte für den Arnsberger Fußball-A-Kreisligisten SV Affeln eigentlich mehr als verheißungsvoll begonnen. Nach 13 Punkten aus den ersten sechs Partien (vier Siege, ein Unentschieden kassierte die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Merschmeier jüngst aber drei derbe Klatschen und ist auf Rang acht zurückgefallen.

Das große Ganze zweifelt Merschmeier dennoch nicht an. Die Antwort auf die Frage, was in den drei zurückliegenden Begegnungen gegen den SV Herdringen (1:6), den SV Bachum/Bergheim (0:4) und TuRa Freienohl (0:7) schief gelaufen ist, lässt sich nach Ansicht des Coaches nur differenziert beantworten. „In Herdringen und Freienohl erkläre ich mir die Niederlagen dadurch, dass wir einfach zu schwach waren“, gibt der 40-Jährige zu.

Die Qualität dieser beiden Kontrahenten lässt sich an der Tatsache ablesen, dass sie das Klassement aktuell punktgleich anführen. Im Heimspiel gegen Bachum hingegen sei seine Elf mindestens gleichwertig gewesen. „Da haben wir es nur versäumt, die Tore zu machen.“

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 17 Gegentreffer kassierten die Stummel-Kicker in diesen drei Partien. Anders ausgedrückt: Mehr als die Hälfte der 31 Gegentore fielen in diesen 270 Minuten. Der gute Start ist damit erst einmal dahin. Falsche Schlüsse hatte der Affelner Trainer aus der glänzenden Ausgangsposition aber ohnehin nicht gezogen. „Ich habe von vornherein gesagt, dass wir uns nicht unter den ersten Fünf ansiedeln können“, stellt Merschmeier klar. Mit dem derzeitigen achten Rang sieht er seine Schützlinge dementsprechend „im Soll, aber aktuell dennoch in einem Tal“.

Und dieses Tal ist eben mehr als das reine Zahlenwerk. Längst ist dem SVA-Coach aufgefallen, dass auch die Psyche des Teams Schaden genommen hat. „Jetzt ist natürlich das Selbstvertrauen ein bisschen weg“, so Merschmeier, der beim Spitzenreiter aus Freienohl zudem den Ausfall bewährter Kräfte wie Stürmer Tobias Könnecke oder Defensiv-Altmeister Dirk Tusch verkraften musste.

Beide kehren am kommenden Wochenende zurück und sollen mithelfen, das Ruder am Sonntag im Heimspiel gegen Tabellennachbar SC Neheim II herumzureißen. „Das ist qualitativ schon eine Steigerung“, setzt Merschmeier vor allem auf Könneckes Comeback, das die nötigen Tore bringen soll. - Von Christian Müller

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