Fußball-Kreisliga A

Aderlass am Honsel: Trainer Beitlich erwartet ein „schwieriges Jahr“

Fußballtrainer am Rande
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Skeptischer Blick nach vorne: Trainer Sven Beitlich stellt sich mit dem LTV 61 auf schwieriges Jahr ein, gibt sich allerdings letztlich kämpferisch.

Beim LTV 61 steht man vor einer schwierigen Saison - schon wieder. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist haben noch zwei Leistungsträger den Verein verlassen.

Lüdenscheid – Sein Team hatte am Sonntag auf dem Honsel-Kunstrasen gerade eben 4:1 gegen den Schlesischen SV Lüdenscheid gewonnen, Sven Beitlich aber zeigte trotzdem ein ernstes Gesicht. „Das wird ein schwieriges Jahr“, stellt der Trainer des LTV 61 fest, „es hat uns diesmal richtig getroffen.“

Beim Honsel-Klub hatte man sich zuletzt dazu entschieden, die 2. Mannschaft, den Unterbau in der Kreisliga B, abzumelden. Nun bleibt nur das A-Liga-Team, das von Beitlich und seinem Kompagnon Corbin Klink trainiert wird. Aber die Misere der Reserve ist eben auch die Misere der 1. Mannschaft. Auch oben haben die Schwarz-Weißen Personal eingebüßt und damit neben der Quantität auch an Qualität verloren.

Dass Torjäger Shan Bristol zum RSV Meinerzhagen II wechseln würde, war früh bekannt geworden. Kurz vor Ende des Wechselfensters traf es den Klub indes hart, als mit Tolga Sert und Labinot Gjekaj zwei weitere Leistungsträger beim ambitionierten B-Ligisten TuRa Eggenscheid anheuerten. Dazu hat Emre Senel den Verein verlassen und ist wieder zum Türkischen SV Lüdenscheid zurückgekehrt, Christian Resch zudem wechselte zum TuS Stöcken-Dahlerbrück II.

Aderlass am Honsel: Trainer Beitlich erwartet ein „schwieriges Jahr“

Den fünf Verlusten steht am Honsel kein einziger externer Neuzugang gegenüber. Die Lücken werden nun mit dem Personal aufgefüllt, dass in der Reserve übrig geblieben ist. „Auch da sind viele Spieler gegangen, zum Teil wohl zum neuen FC Maroc“, sagt Sven Beitlich, „aber da sind auch ein paar gute Zocker dabei, die man bei uns gut einbauen kann.“ Karim Challou zum Beispiel, der bisher die 2. Mannschaft trainierte, wird nun im A-Liga-Team angreifen. Er hat auf jeden Fall das Zeug dazu. Auch Ugur Dinctürk gehört zu den echten Bereicherungen für den A-Liga-Kader, Cemil Dinc und Jounes Kssama traut Beitlich den Sprung auch zu.

„Wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen. Da wird sich der eine oder andere Gegner die Zähne dran ausbeißen“, sagt Beitlich und wechselt in den Kampfmodus. Darin ist das Trainerduo erprobt. Als Beitlich und Klink im Sommer 2019 am Honsel übernahmen, hatten sich gerade große Teile des bis dahin sehr ambionierten Personals und mit ihnen auch alle ambitionierten Pläne für Topränge in der Kreisliga A vom Honsel verabschiedet.

Klink und Beitlich setzten auf Teamgeist, formten aus den Resten des A-Liga-Teams und einem Großteil der damaligen Reserve, die sie vorher trainiert hatten, etwas Neues. Die Saison 19/20 war bis zum Corona-Abbruch eine sehr ordentliche. Die Saison 20/21 bleibt ein Streichergebnis – zu wenig Aussagekraft hat sie nach dem Abbruch im Oktober.

Trainingslager des LTV 61 vom 29. bis zum 31. Juli

Und nun der dritte Anlauf für das Duo in der Kreisliga A. „Ich glaube, dass die Klasse für uns machbar ist“, sagt Beitlich, „aber es ist wird definitiv das schwerste Jahr. Am Ende des Tages gibt es nur ein Ziel: den Klassenerhalt.“

Dafür trainiert der Honsel-Klub mit seinem neuen 24-Mann-Kader, der aus bisheriger 1. und 2. Mannschaft übrig geblieben ist, seit dem 20. Juni intensiv. Vom 29. bis zum 31. Juli haben Klink und Beitlich ein Trainingslager am Honsel geplant. Schon gegen den SSV ging es darum, neue Spielideen umzusetzen. Die Mannschaft zieht mit, ist bereit, den nächsten Aderlass mit Teamgeist und harter Arbeit zu kompensieren. Einen Vorteil haben die Verantwortlichen am Honsel dabei: Neu ist diese Situation nicht: Aus der Not eine Tugend zu machen, damit haben die LTV-Kicker bereits gute Erfahrungen gemacht.

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