Fußball, Bezirksliga

Ein Derby mit hoher Brisanz

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Grünenbaums Angreifer Kevin Klahr (rechts, im Hinspiel gegen den Lüdenscheider Außenverteidiger Pascal Ertelt) steht gegen die favoirisierten Kreisstädter im „Überlebenskampf“ der Liga praktisch unter Siegzwang.

Halver/Lüdenscheid – Als sich der TuS Grünenbaum und Rot-Weiß Lüdenscheid zuletzt in einem Punktspiel am Kreisch gegenüber standen, war die Ausgangssituation eine ähnliche wie vor dem Duell am 12.5. (15 Uhr): Der TuS kämpfte gegen den Abstieg, der Gast noch um den Titel – die Platzherren gewannen seinerzeit mit 5:2.

Das war im März 2016 freilich in der Bezirksligastaffel 5. Trainer beim TuS damals wie heute: Niko Douros. Dazu gehören auch noch neun Akteure des damaligen Aufgebots dem aktuellen Kader an. Bei RWL sieht’s anders aus: Statt Marco Sadowski ist Martin Rost Linienchef, aus dem RWL-Kader von damals sind nur noch fünf Akteure mit im Aufgebot, von denen wegen privaten Termins bei Routinier Scheerer und Verletzung bei Breitenbach noch zwei fehlen.

Um die Meisterschaft kämpfte Rot-Weiß diesmal auch nicht, aber noch um den Vizetitel. Und der hat bei wechselnden Abstiegskonstellationen in höheren Spielklassen wohl wieder an Bedeutung gewonnen. Stand heute spielen die zwölf Bezirksliga-„Vizes“ dann wohl doch einen Landesliga-Nachrücker aus – ein Derby mit jeder Menge Brisanz also. „Wir sind zwar gute Nachbarn und ich tausche mich auch mit Niko gern über Gegner aus, aber für uns geht’s noch um was und überhaupt wäre ein gebremster Einsatz unsererseits überhaupt nie ein Thema“, tritt Rost energisch allen Spekulationen entgegen, dass RWL Nachbarschaftshilfe leisten könnte.

Für Douros zählt nur der Sieg

Und auch TuS-Coach Niko Douros erwartet keinerlei Geschenke der Gäste, ist sich mit seinem Kontrahenten vielmehr einig, dass es ein intensives Spiel auf dem Kreisch werden wird. „Hätten wir Deilinghofen geschlagen, könnten wir eventuell auch mit einem Punkt gegen RWL leben, aber jetzt zählt für uns nur ein Sieg“, kündigt Douros wild entschlossene Gastgeber an, denen aktuell im Gegensatz zu Rot-Weiß, das seine „Zweite“ unterstützt und zudem neben Scheerer und Breitenbach auch auf Mai verzichten muss, der sich vor seinem Studium auf einen langen Skandinavien-Trip verabschiedet hat.

„Ein spielender Gegner wie RWL kommt uns vielleicht sogar etwas entgegen“, hofft TuS-Coach Niko Douros verbunden mit besserer Chancennutzung als zuletzt auf mehr Ertrag, wenn sein Team auf einen offensiv ausgerichteten Gegner trifft. Ob da RWL freilich mitspielt, steht noch in den Sternen: „Auf dem engen Platz sind spielerische Qualitäten nicht so gefragt, sondern eher kämpferische. Der TuS muss gewinnen und kommen, da kann es sein, dass wir nicht ganz so hoch pressen“, schränkt nämlich Martin Rost ein.

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