Meinerzhagen schaut in die Röhre

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Nik Kunkel (rechts) muss mit dem RSV Meinerzhagen weiterhin um Oberligapunkte kämpfen.

Meinerzhagen - Beinahe allerorten wird in Westfalen nach dem Abbruch der Fußball-Saison 19/20 der vermehrte Aufstieg gefeiert, nur in Meinerzhagen gab's nach dem Verbandstag des FLVW am Dienstag die aber nicht unerwarteten langen Gesichter.

Weil zur Ermittlung der Abschlusstabellen bei ungleicher Anzahl absolvierter Spiele der Punkteschnitt herangezogen wird, fällt der RSV Meinerzhagen vom zweiten auf den dritten Oberliga-Platz zurück. Da nur die Ränge eins und zwei Aufstiegsplätze sind, schauen die Volmestädter also in die Röhre – und daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.

Zwar hat der RSV einen Härtefallantrag beim FLVW und beim Westdeutschen Fußballverband (WDFV) gestellt, eine Tür zur Regionalliga werde sich für ihn dennoch nicht mehr öffnen, erklärte der FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, Manfred Schnieders, auf Anfrage: „Der FLVW hat nur zwei Aufstiegsplätze zur Regionalliga, und es besteht leider keine Möglichkeit auf einen dritten Aufsteiger.“

Im Klartext heißt das: Nach drei Aufstiegen in Folge haben die Corona-Pandemie und ihre Folgen die Meinerzhagener auf ihrem Weg in die vierthöchste Spielklasse zumindest vorerst gestoppt. Für die Oberliga-Saison 2020/21 wird der RSV Meinerzhagen nun vor allem auf sein bewährtes Personal vertrauen.

Dementsprechend wird die Zahl der Zugänge deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren: Die Planungen von Teammanager Yalcin Akbal sehen diesmal lediglich „ein bis zwei neue Leute“ vor. Akbal ist natürlich nicht entgangen, dass in den Sozialen Medien schon leichte Unruhe aufgekommen ist, weil es sich bei den beiden bislang feststehenden Personalien um Abgänge handelt.

Sorgen müsse sich der RSV-Anhang jedoch mitnichten machen, betont er im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe stellen!“ In diesem Kontext verweist der Teammanager zudem darauf, dass sowohl der zum A-Ligisten TSV Rönsahl wechselnde Torwart Nils Langwald als auch Flügelspieler Mathieu Bengsch (künftig FC Iserlohn) in der bis zum Corona-Abbruch so erfolgreichen Oberliga-Saison 2019/20 keine große Rolle gespielt hätten. Für Langwald steht ein Meisterschaftseinsatz zu Buche, Bengsch stand nur in drei Partien auf dem Platz. 

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