Küntrops Trainer Lategano als Psychologe gefordert

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Bei der 0:4-Pleite gegen Stockum enttäuschten die Rot-Weißen aus Küntrop auf ganzer Linie.

Küntrop - Vieles, wenn nicht alles hatte für den SSV Küntrop nach der Winterpause in der Arnsberger Fußball-Kreisliga A anders laufen sollen. Doch spätestens seit der 0:4-Klatsche gegen den SSV Stockum am Sonntag ist für den Aufsteiger um Trainer Giuseppe „Jupp“ Lategano ein erfolgreicher Ausgang des Abstiegskampfes offener denn je.

Dabei war das Team von der Dinneike zum Jahreswechsel mit nicht wenigen durchaus prominenten Namen aufgerüstet worden. Erfahrene und höherklassig erprobte Akteure wie Freddy Schäfer, Dominik Nohl und Frederik Wördemann vom TuS Langenholthausen schlossen sich dem SSV an. Vom Nachbarn TuS Neuenrade kamen Maximilian Schenke und Sturmtank Antonio Deleo.

Doch genau da liegt für Lategano die Wurzel des Übels. Denn ein Großteil der Neuen konnte bislang verletzungsbedingt kaum ins Geschehen eingreifen. Gegen Stockum erwischte es am Sonntag mit Matthias Voß und Deleo die Nachverpflichtungen Nummer fünf und sechs. Eine schnelle Rückkehr ist nach Lateganos erstem Eindruck in beiden Fällen – wie auch in den übrigen – unwahrscheinlich. „Da mache ich mir keine allzu großen Hoffnungen“, gibt sich der Küntroper Coach skeptisch.

Bleibt also einzig Keeper Schäfer als noch einsatzfähiger Winter-Transfer. „Das ist keine Ausrede“, will der Trainer diese Situation nicht als Alibi für die schwachen Ergebnisse gelten lassen. Gleichwohl schienen seine Anstrengungen, das neue Team in der Vorbereitung zu formen, eigentlich Früchte zu tragen. „Man hat in den Testpartien gesehen, dass das ganz gut funktioniert“, so Lategano.

Nach sieben Punktspielen im Jahr 2015 ist der Eindruck angesichts der schwierigen Umstände indes ein anderer. Lediglich fünf Zähler und ein Sieg (3:1 gegen den SV Herdringen am 22. März) stehen seit Anfang März für die Rot-Weißen zu Buche. Zwar beträgt der Vorsprung zum SSV Allendorf auf dem Abstiegsplatz 15 derzeit noch fünf Zähler.

Sicherheit verspürt in Küntrop dennoch niemand. „Wir sind noch längst nicht über den Berg“, weiß Lategano. Heute will der Coach das Gespräch mit seinen Schützlingen suchen – in dem Bewusstsein, dass es auf den richtigen Ton ankommt: „Ich muss zurzeit viel psychologisch denken. Es bringt nichts, da noch drauf zu hauen.“ Mit erfolgreicher Aufbauarbeit, so der Coach, ist am Sonntag im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten BW Gierskämpen ein Punktgewinn das Ziel. - Von Christian Müller

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