FSV Werdohl zieht den Hals noch aus der Schlinge

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Der VfB Altena um Andreas Twardawski stellte sich dem Landesligisten aus Werdohl über 120 Minuten erfolgreich in den Weg, schied in einem packenden Pokalkrimi dennoch nach der Lotterie vom Elfmeterpunkt gegen den Titelverteidiger aus.

Altena - Nach einem packenden Pokalfight über 120 Minuten kam Titelverteidiger FSV Werdohl am Donnerstagabend mit einem blauen Auge davon. Nach Elfmeterschießen setzte sich der Fußball-Landesligist mit 7:5 beim A-Ligisten VfB Altena durch und löste mit Dusel das Ticket für die zweite Runde im Lüdenscheider Kreispokal.

Bis in die Nachspielzeit durfte der Anhang der Blau-Weißen von einer Pokalüberraschung träumen. Dann aber zirkelte FSV-Wirbelwind Rejhan Zekovic einen Freistoß sehenswert zum 2:2 in die Maschen und rettete die personell arg gebeutelte Terzic-Elf in die Verlängerung. Und die hatte es in sich. Keine zwei Minuten waren in der Overtime absolviert, da drückte erneut Zekovic die Kugel per Kopf zum 2:3 über die Linie. Doch der gallige VfB, der dem Favoriten alles abverlangte und nach den Kopfballtoren von Florent Zejnullahu (7.) und Rinor Ademi (53.) – jeweils nach einem Eckball – mit 2:0 führte, kam trotz der totalen Wende noch einmal zurück – dank freundlicher Mithilfe eines Werdohlers. Ein völlig missratener, zudem noch hoher Rückpass von Moritz Klamann auf FSV-Keeper Markus Grete fand auf kuriose Weise den Weg zum 3:3 ins Tor (94.). Fortan begegneten sich die Kontrahenten mit offenem Visier, suchten beide die endgültige Entscheidung. Werdohls „Joker“ Musa Sesay, der in der regulären Spielzeit mit seinem Anschlusstreffer (58.) die FSV erst richtig wachgeküsst hatte, erwies seiner Mannschaft aber einen Bärendienst, sah in Minute 112 wegen Beleidigung des Gegenspielers den roten Karton. Die beste Chance zum Lucky Punch hatte dennoch der Landesligist in Unterzahl, doch Rejhan Zekovic traf, wie schon Marius Maus in Minute 45, lediglich den Querbalken. Elfmeterschießen.

Mit Florent Zejnullahu setzte gleich der erste VfB-Schütze das Leder neben den Kasten, während alle Werdohler Schützen trafen. Weil zudem Grete gegen Koray Serin parierte, zog die FSV noch den Hals aus der Schlinge. Dem VfB blieb allein die Erkenntnis, ein großes Spiel gemacht zu haben.

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