Roosters stutzen „Schwänen“ die Flügel

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Iserlohns Cody Sylvester (links) bereitete gegen die Wild Wings um Torhüter Dimitrij Pätzold das 2:0 durch Brad Ross vor.

Iserlohn - Völlig verdient mit 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)-Toren sicherten sich die Iserlohn Roosters am Seilersee gegen die Schwenninger Wild Wings drei weitere Heimpunkte, dominierten das Tabellenschlusslicht der Deutschen Eishockey Liga – mit Ausnahme eigener Schwächephasen – nach Belieben und machten die bittere 2:3-Niederlage am Freitag in München vergessen.

Eine 1:0-Führung war nach einem starken Auftaktdrittel eigentlich zu wenig für die Sauerländer. Der Tabellenletzte aus dem Schwarzwald rackerte zwar hart, fand aber gegen die spielerisch starken Iserlohner wenig Mittel, um sich gefährliche Chancen zu erarbeiten. Mit Schüssen waren die „Schwäne“ unberechenbar, hätten fast durch Verteidiger Pikkarainen in Unterzahl die Führung markiert. Auch der IEC hätte in dieser und einer weiteren frühen Überzahl den ersten Treffer verbuchen können, Dimitrij Pätzold im Tor der Gäste hielt seinen Kasten aber sauber. Keine Chance hatte er beim mehr als verdienten Führungstreffer durch Périard, als der Franko-Kanadier die Scheibe aus dem Gewusel vor dem Tor über die Linie brachte (7.). Anschließend hatten die Roosters noch mindestens fünf weitere hochkarätige Gelegenheiten, trafen aber nicht.

Das sollte sich nach Wiederbeginn schnell ändern. Binnen 79 Sekunden und Treffern von Ross und Petersen hatten die Sauerländer im Mittelabschnitt den Vorsprung herausgespielt, den sie schon vorher verdient gehabt hätten (23./24.). Anschließend ließ die Konzentration einen Deut nach, die Wild Wings bekamen mehr Spielanteile, nutzten sie aber nicht. So fand das Pasanen-Team ohne Rückschlag zurück ins Match, traf sogar verdient durch Périards zweiten Treffer des Nachmittags zum 4:0 (32.). Damit schien das Match vorentschieden, die Iserlohner aber erlaubten sich trotz offensiver Dominanz zu viele unnötige Strafzeiten, kassierten so rund zwei Minuten später den 1:4-Anschlusstreffer durch Feury.

Weitere Unterzahlminuten überstanden die Roosters im Schlussabschnitt, fanden nicht mehr zu der Dominanz, die sie in den ersten 30 Minuten aufs Eis gebracht hatten. Wenig überraschend kam so auch das 2:4 durch Rome, der aus der Halbdistanz per Schlagschuss traf. Die Gastgeber fanden in der Schlussphase aber wieder zu alter Stärke zurück und verbuchten verdient das 5:2 (56.). Yorks Handgelenkschuss – einfach brillant – bescherte die Entscheidung und den vierten Heimsieg der Saison.

Dieser Treffer wurde nur noch durch Caporussos sehenswerten Alleingang zum überaus verdienten 6:2-Endstand gekrönt.

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