Iserlohn Roosters zähmen Panther

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Iserlohns stets agiler Nick Petersen tankte sich in dieser Szene gegen gleich zwei bissige Panther durch, blieb beim Erfolg der Roosters aber diesmal ohne eigenen Treffer.

Iserlohn - Souverän bis ins letzte Detail war es vielleicht nicht, dafür erlaubten sich die Iserlohn Roosters am Freitagabend beim 5:2 (0:0,4:2,1:0)-Erfolg gegen die Augsburger Panther zu viele Schwächen in der Defensive. Der Sieg aber war letztlich völlig verdient.

Von Mirko Heintz

Mit deutlich mehr Spielanteilen als die bayrischen Gäste präsentierten sich die Sauerländer im ersten Drittel genau so, wie es sich Cheftrainer Jari Pasanen wünscht – abgeklärt und abwartend, auf die eigenen Chancen lauernd. Hochkarätige Gelegenheiten gab es im halben Dutzend, aber (noch) keine Tore. Dafür fehlte einmal mehr die Feinjustierung. Erst Button, dann Petersen scheiterten am gegnerischen Pfosten (8., 11.), die restlichen Chancen entschärfte Panther-Goalie Chris Mason. Offensiv hatten die Schwaben bis zur 12. Minute gar nichts zu bieten, dann erlaubten die Blau-Weißen einen Konter, den Mathias Lange parierte. Es sollte nicht die einzige hochkarätige Gelegenheit der Gäste bleiben.

Der Start ins Mitteldrittel war furios. Binnen drei Minuten machen die Roosters dank Treffern von Raedeke, Bassen und Whitmore aus einem 0:0 ein 3:0, dem Foster in Minute 27 den vierten Einschlag folgen ließ. Augsburg hatte den Auftakt völlig verschlafen, bekam sich trotz der von Trainer Greg Thomson genommenen Auszeit nicht mehr in den Griff. Dass die Panther zum Ende des zweiten Drittels aber wieder auf 2:4 herangekommen waren, dafür durften sich die Gäste beim teils unkonzentrierten Defensivspiel des IEC und den Schiedsrichtern bedanken. Gegentreffer Nummer eins mussten die Sauerländer auf die eigene Kappe nehmen, Cierniks Tor aber hätte nie gegeben wären dürfen, spielten die Panther doch fast fünf Sekunden lang mit einem Mann mehr auf dem Eis. Als Fazit blieb dennoch, dass die Roosters zu nachlässig agierten und unbedingt den fünften Treffern nachlegen müssen.

Genau das aber wollte nicht gelingen, stattdessen erarbeiteten sich die Panther zu Beginn der letzten zwanzig Minuten so viele Chancen, dass Trainer Jari Pasanen sich genötigt sah, nach knapp der Hälfte des letzten Drittels eine Auszeit zu nehmen, um seine Jungs zurück in die Spur zu bringen. Das gelang. Je länger das Drittel dauerte, umso stabiler war das Iserlohner Defensivspiel. Fünf Sekunden vor dem Ende machte Raedeke mit dem 5:2 alles klar und den wichtigen Heimsieg perfekt.

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