4:5: Roosters verspielen in Mannheim eine 3:1-Führung

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Auch im dritten Saisonvergleich mit den Adlern aus Mannheim gingen die Roosters leer aus, verloren am Freitagabend bei den Kurpfälzern mit 4:5.

Mannheim - Ohne Blaine Down, Chad Bassen, Brad Ross, Greg Rallo und Blair Jones zeigten die Iserlohn Roosters am Freitagabend bei den Adlern in Mannheim eines ihrer besten Auswärtsspiele der letzten Wochen, gingen mit einer 3:1-Führung ins Schlussdrittel, um dann noch mit 4:5 zu verlieren.

„Kompakt stehen, dem Gegner in der neutralen Zone wenig geben und sehr solide defensiv spielen“, war der „Gameplan“, den Trainer Jari Pasanen seinen Jungs mit auf den Weg gegeben haben. Und weil sie den zunächst fast zu 100 Prozent umsetzen konnten, ging die 2:1-Führung nach 20 Minuten vollkommen in Ordnung. Zwei Überzahltreffer nach Strafen, herausgeholt von Troy Milam, brachten die Sauerländer mit 2:0 in Führung. Dreh- und Angelpunkt beider Treffer: das Aufbauspiel und Verteidiger Ryan Button. Der Deutsch-Kanadier, in Fünf-gegen-Fünf-Situationen als Stürmer eingesetzt, spielte erst einen Pass auf Fischer, den der Neuzugang gegen seinen ehemaligen Goalie-Kollegen Dennis Endras im langen Eck versenkte. Im zweiten Powerplay schoss Button von der blauen Linie, die Roosters erarbeiteten sich den Puck, Milam sah Halischuk – 2:0 (7./11.).

Mannheim setzte den Kasten von Chet Pickard zwar regelmäßig unter Druck, die Sauerländer aber blockten viele Schüsse, arbeiteten die Scheibe meist gut aus der eigenen Defensivzone. Nur einmal gelang das nicht. Dziurzynski saß zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank, Mannheim drückte und fand, dank Plachta, die Lücke zum Anschlusstreffer.

Im Mittelabschnitt wuchs der Druck der Gastgeber. Angriff auf Angriff versuchten die Adler auf den Kasten von Chet Pickard, die Blau-Weißen eingeschnürt, blockten aber weiter Schüsse, konnten sich auf ihr kompaktes Spiel vor dem Tor verlassen. Entlastungsangriffe hatten Seltenheitswert, waren aber da. Die besten Gelegenheiten erarbeiteten sich die Roosters in den letzten sechs Minuten des zweiten Drittels. Erst hämmerte Friedrich die Scheibe an die Lattenunterkante, knapp zwei Minuten später aber lag sie zum dritten Mal im Mannheimer Tor, nachdem Blank zur 3:1-Führung getroffen hatte (38.).

Zu Beginn des Schlussabschnitt aber kam es knüppeldick: Erst traf Marcel Goc durch Pickards Schoner (41.), dann Joudrey, dessen Schuss an den Innenpfosten krachte, an den Rücken Pickards klatschte und von da ins Tor ging (43.). Als Raedeke (49.) und Plachta (55.) auf 5:3 stellten, schien alles gelaufen, aber Friedrich sorgte 59 Sekunden vor dem Ende mit dem 5:4 noch einmal für Spannung. Zu mehr sollte es aber nicht reichen. - MiHei

Adler: Endras – Akdag, Carle; Colaikovo, Johnson; Richmond, Reul - Goc, Adam, Sparre; Festerling, Wolf, Kolarik; Raedeke, Plachta, Tardif; Joudrey, Arendt, Kink; Ullmann

Roosters: Pickard – Orendorz, Fischer; Pikkarainen, Larsson; Périard, Milam - Jaspers, Caporusso, Halischuk; Dziurzynski, Wruck, Button; Friedrich, Blank, Kahle; Shevyrin, Bettahar

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Oswald (Bad Wörishofen)

Tore: 0:1 (06:51) Fischer (Button, Jaspers/5:4), 0:2 (10:41) Halischuk (Button, Milam/5:4), 1:2 (15:14) Plachta (Festerling, Richmond/5:4), 1:3 (37:22) Blank (Friedrich), 2:3 (40:52) Goc (Kolarik, Adam), 3:3 (42:56) Joudrey (Carle, Akdag), 4:3 (48:48) Raedeke (Coliakovo, Kink), 5:3 (54:08) Plachta (Richmond, Kolarik/5:4), 5:4 (59:01) Friedrich (Milam/6:5)

Strafminuten: Adler: 8; Roosters: 12 + 10 (Jaspers)

Zuschauer: 13 600 (ausverkauft)

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