Pure Erleichterung bei der TS Evingsen

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Simon Egger im Anflug. Der Student wurde vor dem Anwurf vom TSE-Vorstand verabschiedet, wird nach der Saison eine Pause einlegen. Gegen TuRa steuerte er zwei Tore zum Sieg bei.

Altena - Spielertrainer Boris Heinemann stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: Nach drei Niederlagen in Serie beendete der abstiegsbedrohte Aufsteiger TS Evingsen mit einem verdienten 38:33-Heimerfolg gegen die SG TuRa Halden-Herbeck seinen freien Fall in der Handball-Bezirksliga und kletterte vom vorletzten Rang zumindest wieder am Stadtrivalen VfB Altena, der beim Spitzenreiter DJK Bösperde mit 26:38 unterlag, vorbei.

Von Lars Schäfer

Die stark ersatzgeschwächten Gäste aus Hagen, die lediglich mit acht Feldspielern anreisten, waren für die „Heinemänner“ im letzten Saisonheimspiel fraglos der richtige Gegner zur richtigen Zeit. Zwar waren der Turnerschaft die Ausfälle der Rückraum-Schützen Lüling (verletzt) und Lohmann (gesperrt) erneut deutlich anzumerken, aber im Gegensatz zu den TuRanern, bei denen die Shooter Marcel Voigt und Tim Knutzen schmerzlich vermisst wurden, hatte Boris Heinemann mit Neuzugang Matthias Schuff ein echtes Ass im Ärmel. In seiner zweiten Partie im TSE-Dress trumpfte der höherklassig erfahrene Linksaußen groß auf und war mit zehn Toren zugleich erfolgreichster Schütze. Vor allem an der 7:3-Führung nach zwölf Minuten hatte Schuff großen Anteil und schloss zu Beginn jeden seiner Würfe erfolgreich ab. Über 12:7 (19.) und 17:12 (27.) hielt der Aufsteiger die Gäste in der Folge konstant auf Distanz, das 18:14 zur Pause war bereits ein Tropfen Baldrian für den unruhigen Anhang.

Bis Mitte des zweiten Durchgangs fehlten TuRa schlichtweg die Mittel, bissen sich die Gäste an der kompakten Deckung der TSE des Öfteren die Zähne aus. Das Mini-Aufgebot des Tabellensechsten aber bewies Moral, ließ nichts unversucht und kämpfte sich nach dem 30:24 (48.) gegen nun nachlassende, weil teils platte Hausherren, doch noch über 34:30 (55.) bis auf zwei Tore heran – 35:33 (57.). Die Evingser aber fanden noch rechtzeitig zurück in die Spur, konnten sich in dieser kniffligen Phase auch auf Matthias Schuff verlassen. Der packte die Brechstange aus und hämmerte die Kugel mit voller Wucht zum alles entscheidenden 37:33 (59.) in den Kasten. Routinier Fernandes war es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Der Rest war Jubel und die pure Erleichterung.

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