TS Evingsen stößt den Bock um

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Pure Freude und Erleichterung im Lager der TS Evingsen: Nach dem wichtigen Heimsieg gegen RSVE Siegen II feierte das Team ausgelassen vor und mit dem eigenen Anhang.

Altena - Es wurde der perfekte Samstagabend, den Mannschaft, Vorstand und Anhänger so lange herbeigesehnt hatten: Nach fünf Niederlagen in Serie, der schweren Schuff-Verletzung und dem angekündigten Rückzug von Trainer Boris Heinemann zum Saisonende lieferte Handball-Bezirksligist TS Evingsen die passenden Antworten.

Gegen „Lieblingsgegner“ RSVE Siegen II stieß die Turnerschaft den Bock um, sammelte beim 37:30-Erfolg zwei immens wichtige Zähler im Abstiegskampf und spielte sich in den Schlusssequenzen gar noch in einen Rausch.

Der Sieg der Burgstädter in einer kuriosen Partie mit insgesamt 18 (!) Zeitstrafen (TSE 11, RSVE 7) war unterm Strich völlig verdient. Die „Heinemänner“ hatten zwischenzeitlich zwar auch schwächere Phasen, waren über 60 Minuten aber die galligere Mannschaft, die mit einer großen Portion Wille und Leidenschaft den Sieg erzwang. Symptomatisch für den Auftritt der Turnerschaft war die erste Hälfte, in der sie die Gäste zunächst von 4:4 (8.) auf 4:8 (13.) ziehen ließ, dann aber mit Kampf und Kopf (die kurze Deckung gegen Siegens Fuhrmann griff perfekt) den Hebel umlegte, zum 11:11 durch den bärenstarken Buczek ausglich (21.) und dann bis zur Pause auf 19:15 davonzog.

Die mit dünnem Aufgebot angereiste Reserve aus Eiserfeld aber biss sich nach der Pause zurück und auf ein Tor heran (27:26, 49.). Weil TSE-Keeper Pascal Hoinka aber nicht nur in dieser kritischen Phase stark parierte und Lohmann und Lüling aus dem Rückraum eiskalt vollstreckten, gaben die Burgstädter die Partie nicht mehr aus der Hand. Im Gegenteil: Mit einer 3:0-Serie zog die TSE auf 30:26 (52.) davon und hatte spätestens nach dem 34:30 (58.) durch Marius Dragila den Anhang völlig verzückt. Unter dem Applaus von den Rängen berauschte sich die TSE jetzt an sich selbst und erzielte noch drei weitere Tore, deren Entstehung fast vergnügungssteuerpflichtig waren.

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