Zweiter Erfolg in Serie

SGSH umjubelter Sieger beim Diehl-Comeback

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Ein Treffer beim 28:27-Überraschungssieg der SG Schalksmühle-Halver in Köln-Chorweiler über den Longericher SC: Kreisläufer Dominic Luciano.

Köln - Vier Tage nach dem „Donnergrollen“ um die Trainer antwortete Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver im vorgezogenen Gastspiel beim Longericher SC in Köln-Chorweiler mit einem kämpferischen „Paukenschlag“ und fügte den Hausherren mit einem 28:27 (11:12)-Erfolg die erste Heimniederlage nach drei Jahren zu.

Unterm Strich nicht unverdient, obwohl die Fans der Hausherren mit den Unparteiischen haderten. Das weiter im Amt befindliche Trainerteam mit Chefcoach Mathias Grasediek und „Co“ Axel Meyrich hatte den Gast hellwach aufs Feld gegen die so heimstarken Hausherren geschickt. Eine 5:3-Führung der Gäste (9.) gegen eine kampfstarke Einheit des LSC, die von Teamgeist und Anlage an die von der SGSH am Samstag bezwungenen Volmetaler erinnerte, aber im Angriff individuell deutlich stärker besetzt ist, konnte sich sehen lassen. Sie war freilich auch einigen guten Paraden Dominik Formellas gestundet.

Doch die Gäste mussten sich die Tore zunehmend immer härter gegen eine giftige Deckung der Longericher erarbeiten, während der LSC selbst – angeführt vom überragenden Mittelmann Richter – deutlich zulegen konnte. Sechs Tore in Folge bescherten den Gastgebern beim 9:5 eine komfortable Führung, die bis zum 11:7 (20.) anhielt. Nur drei Tore in 16 Minuten bis zum 8:11 trotz eines starken Rechtsaußen Achim Jansen und eines gut aufgelegten Lutz Weßeling im halblinken Rückraum waren für die SGSH einfach zu wenig..

28:27-Sieg der SGSH beim Longericher SC

Doch zwei Wechsel in der zweiten Reihe der Longericher nach dem 11:7 hatten den Gästen in die Karten gespielt: Spielmacher Richter machte Platz für den wesentlich bedächtiger agierenden Born und auch Wilhem konnte Hartmann nicht adäquat ersetzen. Die Handballer aus Schalksmühle und Halver zeigten sich einsatzfreudig und kämpften sich bis zum Seitenwechsel durch Weßelings Siebenmeter und Merhars ersten Treffer auf 11:12 heran, waren damit wieder voll im Geschäft.

Nach Pause Diehl und Müller Sieggaranten

Und die SGSH blieb es fortan, war nunmehr jederzeit auf Augenhöhe, meist sogar einen Tick vor dem LSC. Nicht zuletzt dank taktisch kluger Schachzüge: Im halbrechten Rückraum löste Florian Diehl im ersten Einsatz nach verletzungsbedingter Pause (Kahnbeinbruch) seit Jahresbeginn das glücklose Duo Eskericic/Mayer ab, erzielte binnen neun Minuten vier blitzsaubere Tore und insgesamt bis zum Abpfiff deren sechs. Als Mittelmann führte Malte Müller, der schon Ende der ersten Halbzeit Christian Feldmann abgelöst hatte, glänzend Regie, Lutz Weßeling traf konstant und Rechtsaußen Achim Jansen mit sehr guter Quote (7 von 8). Weil nicht mehr offensiv/defensiv gewechselt wurde, spielte die SGSH im richtig guten Duell temporeich mit, hatte die Partie beim 17:19 (41.) gedreht. Ohne sich freilich entscheidend absetzen zu können, weil auch Longerich keinen Zentimeter Boden herschenkte.

Wichtige Paraden von Nicholas Plessers

Wichtig und ein Siegbaustein vielleicht noch, dass die Gäste den wahrlich nicht schwachen Formella durch Plessers ersetzten (46.), der einige wichtige Bälle parierte. Dennoch – beim 27:27 (59.) per Strafwurf durch den überragenden Richter war Longerich wieder dabei. Doch als Mestrum nach Müllers Treffer zum 27:28 an Plessers scheiterte, bejubelte die SG ihren zweiten Sieg in Folge.

LSC: Inzenhofer (1.-46.), Rydzewski (ab 46.) – Peters, Wagener (2), Hoffmann (1), Richter (10/5), Krosch (1), Hartmann (5), Wittig (3), Mestrum (1), Wilhelm (1), Tebbe (3), Wirths, Born

SGSH: Formella (1.-44.), Plessers (ab 44.) – Diehl (6), Eigenbrodt (n. e.), Wardzinski (n. e.), Weßeling (9/4), Feldmann, Luciano (1), Merhar (2), Jansen (7), Müller (2), Eskericic (1), Mayer, Dmytruszynski

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