HSV erlebt Achterbahnfahrt der Gefühle

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Marc Bardischewski und die HSV Plettenberg/Werdohl bewiesen Comebacker-Qualitäten.

Werdohl - Einen in der Entstehung glücklichen, unterm Strich aber verdienten Punkt holte Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl beim 27:27 (9:15) in eigener Halle gegen den HSC Haltern-Sythen.

Die letzten Sekunden in dieser anständigen Partie hatten es in sich und waren eine erlebnisreiche Achterbahnfahrt der Gefühle. Routinier Gerd Sowa glich für die Plettenberger und Werdohler 22 Sekunden vor dem Ende zum umjubelten 27:27 aus. Dem HSC aber blieb ein letzter Angriff, der Sekundenbruchteile vor der Sirene in einem Siebenmeter mündete. Julian Schrief, bis dato einer der auffälligsten Akteure auf dem Parkett, traf zur allerletzten Aktion gegen HSV-Keeper Meckel an – und jagte das Spielgerät über den Kasten. Feierabend.

Es war somit fraglos ein glückliches Ende aus Sicht der HSV, die über weite Strecken zu viele Fehler im Spiel produzierte und Probleme in der Deckung offenbarte. Nach dem 6:6 (16.) musste das Team von Friedhelm Ziel zunächst abreißen lassen. Haltern-Sythen wirkte frischer, mit mehr Schwung und hatte die zwingenderen Aktionen. Das 9:15 zur Pause jedenfalls spiegelte die Spielanteile wieder.

Auch in Durchgang zwei tat sich die Ziel-Sieben zunächst schwer, bekam vor allem Linkshänder Schrief nicht in den Griff. Der Rückstand aber wuchs nicht an – 20:24 (51.).

Die HSV setzte folglich in der Schlussphase alles auf eine Karte und glich nach einer 4:0-Serie zum 24:24 tatsächlich aus. Spätestens jetzt war auf dem Parkett und auf den Rängen Dampf auf dem Kessel und Feuer unterm Dach. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem Herzschlagfinale und dem Fehlwurf von Schrief.

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