HSV gewinnt Handball-Krimi gegen Herne

+
Drei Tage nach dem knappen Heimsieg gegen Haltern-Sythen setzten sich Danilo Lekovic (links) und die HSV Plettenberg/Werdohl auch gegen Herne mit 26:25 durch.

Plettenberg - Chapeau, HSV: Im Kampf gegen den direkten Verbandsliga-Abstieg beziehungsweise gegen eine drohende Relegation rangen die Ziel-Schützlinge am Dienstagabend den HC Westfalia Herne nieder, gewannen das Nachholspiel mit 26:25 (16:17) und zogen mit diesem sechsten Sieg aus den letzten sieben Partien mit dem jungen Herner Team gleich.

Von Markus Jentzsch und Lars Schäfer

Von Beginn an war beiden Mannschaften anzumerken, dass eine Menge auf dem Spiel stand. Im Angriff agierte die HSV sehr konzentriert und erzielte zum Teil sehenswert herausgespielte Tore. Die Strünkeder, die am Samstagabend beim Nachbarn PSV Recklinghausen noch deutlich mit 24:32 den Kürzeren gezogen hatten, standen dem Gastgeber aber im ersten Durchgang in der Offensive in nichts nach. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem sich kein Team absetzen konnte – 5:5 (11.). HSV-Trainer Friedhelm Ziel reagierte, stellte die Deckung von 6:0 auf 5:1 um. Diese Maßnahme fruchtete aber nur kurz, als Bardischewski und Lengelsen zum 7:5 trafen (13.). Die Herner allerdings hatten ihrerseits die passende Antwort parat und legten eine 3:0-Serie zum 7:8 (16.) hin. Und weil Ihnen und Barth in den Schlusssequenzen des ersten Durchgangs kaltschnäuzig abschlossen, machten die Gäste aus dem 16:15 (28.) ein 16:17 zur Pause.

Der zweite Abschnitt begann für die Ziel-Schützlinge denkbar schlecht, weil sich Lakic eine Zeitstrafe einhandelte und Herne auf 16:18 erhöhte. Obwohl wenig später auch Alissa zwei Minuten aufgebrummt bekam, kämpften sich die Hausherren heran und glichen in Minute 39 zum 19:19 aus. Spätestens jetzt war es eine Partie auf Biegen und Brechen, bei dem beide Abwehrreihen auch mal ordentlich zulangten. Nach dem 20:20 (40.) erwischten die Cracks aus Plettenberg und Werdohl dann ihre beste Phase, in der sie den eigenen Kasten mit noch härterer Arbeit extrem gut verteidigten und vorne eiskalt zuschlugen. Das zwischenzeitliche 23:20 (50.) war ein Produkt des absoluten Willens und der Leidenschaft. Tugenden, die Friedhelm Ziel vor der Partie mehrfach eingefordert hatte. Bis zum 25:22 (56.) sah es richtig gut aus für die HSV, ehe Lekovic eine weitere Strafe kassierte. Herne riskierte alles, kam auf 25:24 (59.) heran. Dann übernahm Bardischewski Verantwortung, traf nach starker Aktion zum 26:24. Die Westfalia aber kam erneut heran. Weil Bardischewski scheiterte besaß Lukic die Chance zum Ausgleich, doch Meckel im HSV-Tor parierte. Der Rest war Jubel.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare