25:28-Pleite bei der HSG Lemgo II

SGSH ereilt Pokalfinal-K.o. trotz guter Leistung

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Niklas Polakovs sucht aus dem Rückraum seine Durchbruchschance, doch Lemgos Dominik Ebner bleibt unerbittlicher Gegner des SGSH-Mittelmannes.

Lemgo - Trotz guter Vorstellung bleibt der Traum von der DHB-Pokalhauptrunde für Drittligist SG Schalksmühle-Halver unerfüllt. Die Volmetaler unterlagen bei der Zweitvertretung von Bundesligist HSG Lemgo in guter Partie letztlich verdient mit 25:28 (12:15).

Von Thomas Machatzke

Viel Einsatz und noch mehr Tempo prägten am Mittwochabend von Beginn an das Pokalfinale in der Zerbe-Halle zwischen dem Drittliga-Sechsten aus der Nordgruppe und Westvertreter SGSH, der ohne Krüger nach Lemgo gereist war und Brauckmann verletzt draußen lassen musste.

Trainer Mathias Grasediek setzte im Pokal erneut zunächst auf seine Youngster-Formation mit Mayer, Stuhldreher und Polakovs im Rückraum, den Außen Herrmann und Diehl sowie Müller am Kreis.

Zwar erwischte der Hausherr mit dem flotten Stil den besseren Start und führte 4:2 (5.), aber die SGSH biss sich ins Spiel, richtete sich auch an den Paraden von Skabeikis auf, der genau wie gegenüber Doden eine ausgezeichnete Leistung bot. Beim 5:4 (10.) hatte die SGSH erstmals die Führung erarbeitet, bis zum 8:7 (20.) waren die Kontrahenten auf Augenhöhe.

Die Wechsel zu mehr Routine mit Oberste und Dmytruszynski auf den Halbpositionen erwies sich gestern nicht unbedingt als Glücksgriff. Die Youngster des Bundesligisten zogen im sechsminütigen Spurt auch dank des starken A-Jugend-Linkshänders Höning auf 12:8 (26.) davon, ehe die SGSH wieder besser zurecht fand, beim 12:14 wieder auf Tuchfühlung war, aber noch das 12:15 vor der Pause kassierte.

Das Spiel blieb auch nach dem Wechsel gut, der SGSH gelang es trotz praktizierter „Abwehrvariante“ mit Dmytruszynski und Luciano nicht, sich nach dem 13:17 (35.) näher heranzukämpfen. Lemgo glänzte nämlich mit seinen starken Individualisten Höning, Schmidt und Wiencek, so dass die gute Vorstellung der SGSH – jetzt ohne die angeschlagenen Stuhldreher, Oberste und Feldmann – ohne den erhofften Ausreißer nach oben blieb.

Beim 26:21 (55.) schienen die Hausherren „durch“, doch es spricht für den Ehrgeiz der Gäste, dass sie nicht resignierten, mit dem taktischen Mittel des Positionsverteidigers gegen Schmidt auf 23:26 verkürzten.

Als dann noch HSG-Spielmacher Wiencek eine Doppelstrafe kassierte und die SGSH 75 Sekunden vor Schluss auf 25:27 durch Herzogs Siebenmeter verkürzte, schien die Wende plötzlich doch noch möglich. Doch Anton machte mit der siebten verwandelten „Marke“ alles klar.

HSG II: Doden, Ende – Bergen, Ritterbach (2), Anzer, Anton (9/7), Ebner (3), Saalmann, Prüßner (1), Schmidt (6), Wiencek (1), Vorlicek, Höning (6), Höhle

SGSH: Skabeikis, Formella – Feldmann (n.e.), Stuhldreher (1), Hermann (1), Buff (3), Luciano, Herzog (4/2), Polakovs (2), Mayer (5/1), Müller (1), Dmytruszynski (5), Oberste (1), Diehl (2)

Schiedsrichter: Maiwald/Schiwek (Recklinghausen) Zeitstrafen: HSG II 3, SGSH 3

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