Zu hohe Fehlerquote stoppt HSG in Wellinghofen

Drei Treffer bei seinem Pflichtspielcomeback im HSG-Trikot nach langer Verletzungspause: Rückraumspieler Falk Baberg. - Foto: Hellwig

Dortmund - Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid startete am Freitagabend mit einer Nullnummer in die Spielzeit 15/16: Die Schnippering-Truppe unterlag letztlich klar mit 24:29 (12:16) dem TuS Wellinghofen mit dem Plettenberger Trainer Henning Becker.

Die HSG kam am Lieberfeld schon nicht gut aus den „Puschen“, leistete sich früh technische Fehler – insgesamt allein zehn im ersten Spielabschnitt. Vom 2:0 (2.) setzten sich die Hausherren um HSG-Abteilungsleiter Niclas Beckmann, der in Halbzeit eins trefferlos blieb und dann nicht mehr eingesetzt wurde, auf 7:3 (10.) ab. Dann hatte sich die HSG-Deckung besser auf Dortmunds Kreisläufer-Youngster Runtz eingestellt, Kapp parierte einige Mal stark, beim 6:7 (16.) war die HSG wieder dran am TuS, glich durch Füllers Gegenstoßtor (9.9, 20.) zum ersten Mal aus und hatte beim 10:9, 11:10 und 12:11 (25.) jeweils sogar einen Treffer vorgelegt. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Wieder unterliefen dem Gast technische Fehler, der schon fünf Mal erfolgreiche Lausen verlor im gleichen Maße seine Durchschlagskraft wie Wellinghofen diese durch die Einwechslung von Routinier Thäsler auf halblinks gewann: Gleich vier Tore schenkte der Unterwurfspezialist – dreimal unten rum – der HSG bis zum Wechsel ein, der TuS hatte beim 16:12 einen komfortablen Pausenvorsprung herausgeschossen.

Ein Rückstand, von dem sich der Gast nicht mehr erholte: Zwar senkten die Gäste die Zahl an technischen Fehlern – nur noch sechs –, doch in den entscheidenden Phasen stand sie sich mit diesem Manko immer wieder selbst im Weg. Zumal die Offensivmöglichkeiten gegen die gute 6:0-Deckung der Gastgeber beschränkt blieben, die Trumpfkarte Phil Lausen zwar insgesamt elf Mal stach, aber damit die Schlappe nicht verhindern konnte.

Nur beim 19:16 (41.) hatten die Gäste kurz noch Hoffnung auf eine mögliche Wende, doch zehn Minuten vor Schluss hatten Klostermann und Krewinkel den TuS beim 25:19 auf Siegkurs geschossen. Auch die nach dem 20:27 gezogene Option der offenen Manndeckung fruchtete nur kurzzeitig (24:27, 59.), letztlich aber nicht nachhaltig.

TuS: Fuhr, Mertens (n.e.) – Matzat, Stübe, Fürstenberg, Beckmann, Krewinkel, (3), Halberstadt (4), Runtz (6), Dadayli (2), Ständker (3/2), Thäsler (7), Klostermann (4/1)

HSG: Kapp (1.-52), S. Weigt (ab 52.), Bahr (n.e.) – Bölling (1), Fenner (1), Füller (1), Kämper (1), Winkhaus (3), Kroll (n.e.), Jaschke (3/1), Lausen (11), Baberg (3) , Miossec, Elverfeld

Schiedsrichter: Schwenk/Srijeevaghan (Oberaden/Kaiserau)

Zeitstrafen: TuS 5 – HSG 3

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