23:31-Derbyniederlage bei Eintracht Hagen

SGSH absolut chancenlos

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Auch Malte Müller fand am Freitagabend in der Enervie-Arena kaum Lücken in der energisch zupackenden Deckung des designierten Drittliga-Vizemeisters VfL Eintracht Hagen.

Hagen - Es war ein einseitiger Lokalfight, kein Knistern, keine Spannung: 31:23 (19:11) setzte sich der VfL Eintracht Hagen am Freitagabend im Südwestfalenderby der 3. Liga West vor 950 Zuschauern in der Enervie-Arena gegen eine wenig präsente SG Schalksmühle-Halver durch. Das Grasediek-Team hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance.

Von Thomas Machatzke

Die Partie begann mit einem nicht gelüfteten Geheimnis. Bei den Gastgebern fehlte Spielmacher Simon Ciupinski. Warum? „Er fehlt halt“, stellte Eintracht-Coach Lars Hepp fest. Aus Verletzungsgründen oder um in Richtung Relegation der Gegnerschaft nicht zu viel zu verraten? Es blieb offen. Hepp augenzwinkernd „So wichtig ist das heute doch nicht…“ Dafür hatte Hepp mit Jan Wilhelm einen Ex-SGSHler aus der Oberliga-Reserve berufen, der auf der linken Außenbahn Peer Pütz, der ebenfalls überraschend nicht dabei war, vertrat. Bei der SGSH musste neben Florian Diehl auch Daniel Krüger passen.

Der Gast fand vor allem defensiv in den ersten 30 Minuten gar nicht in die Partie. Die 6:0-Abwehr kam zumeist gar nicht richtig in Formation, da hatte es schon eingeschlagen – und wenn doch, dann agierte sie seltsam gehemmt. Ohne Emotionen, ohne Grundhärte. Die Hagener dagegen münzten leichte Ballgewinne in Tempotore um. Es war vor allem ein spielerisch leichter Auftritt, aber auch ein konzentrierter. Die Eintracht arbeitete nicht Handball, sie zelebrierte ihn zumindest phasenweise angeführt von Reinarz, Schneider und Aschenbroich - und die SGSH schaute tatenlos zu.

SGSH verliert Derby bei Eintracht Hagen 23:31

Auch eine Auszeit, ein Torwartwechsel (Formella für Skabeikis), ein Systemwechsel in der Defensive (auf 3:2:1) und ein Wechsel auf der Spielmacher-Position (Feldmann für Rydz) brachten keine nachhaltige Besserung beim Gast. Rydz tauchte dafür bald im rechten Rückraum auf – und wenn dem Gast mal etwas Sehenswertes gelang, so war er zumeist mit schönen Einzelaktionen der Urheber. Aus einem 7:4 (8.) war ein 12:5 (14.) geworden, zur Pause hieß es gar 19:11. Nach Wiederbeginn hatte der Gast direkt seine beste Phase. Lars Hepp schonte nun auch Sebastian Schneider. Die SGSH dagegen gab nun Gas, verkürzte bis auf 15:20 (35.). Dann bremste eine Zeitstrafe gegen Dmytruszynski den Gast aber wieder aus. Beim 24:16 durch den nun kaum zu stoppenden Aschenbroich war der alte Acht-Tore-Vorsprung für die Hausherren wieder hergestellt.

Eine Doublette des Hinspiels

Die Partie war entschieden, plätscherte nun vor sich hin. Während sich die SGSH um ein bisschen Ergebniskosmetik bemühte, mühte sich Eintracht eine Spur zu oft, Jan Wilhelm außen freizuspielen -– der aber scheiterte am stärker werdenden Dominik Formella. Nach Aschenbroichs 29:19 (53.) nutzte die SGSH immerhin eine Überzahl-Situation für einige Tore. Am Ende hieß es 31:23. Fast eine Doublette des Hinspiels (32:23 für Hagen). Wieder ganz und gar kein schöner Derbytag für die SGSH.

Eintracht: Savonis, Conzen (n.e.) – Wilhelm (1), Schneider (5), Rink (2), Renninger (3), Aschenbroich (8), Reinarz (7/1), Kraus (2), van Walsem, Sonnenberg (3)

SGSH: Skabeikis, Formella (ab 8.) – Oberste, Feldmann, D. Luciano (3), Rydz (7), Wardzinski (1), Buff (n.e.), Jansen (1), Müller (2), Fleischhauer, Mayer (4/2), Dmytruszynski (5)

Schiedsrichter: Bargmann (Bornheim)/ Stein (Koblenz)

Beste Spieler: Aschenbroich, Schneider (1. HZ), Reiners, Savonis – Rydz, Formella (2. HZ)

Zeitstrafen: VfL 4, SGSH 4

Siebenmeter: VfL 1/1, SGSH 2/2

Zuschauer: 950

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