Florian Meyer düpiert Taekwondo-Weltelite

Tolle Vorstellung in Belgrad: Der 21-jährige Lüdenscheider Florian Meyer sicherte sich den Sieg bei den topbesetzten „12. Serbian Open“ und bezwang reihenweise Kämpfer der Weltelite. -  Foto: Baankreis

BELGRAD - Welch ein Ausrufezeichen von Spitzen-Taekwondoka Florian Meyer: Nach längerer Verletzungspause zeigte sich der 21-jährige Lüdenscheider am Wochenende in der serbischen Hauptstadt Belgrad bei seinem Comeback in Topform und kehrte nach tollen Vorstellungen in fünf kräftezehrenden Kämpfen mit dem Titel der „12. Serbian Open“ in der Gewichtsklasse über 87 Kilogramm nach Deutschland zurück.

Dabei waren die Titelkämpfe mit 943 Startern aus insgesamt 30 Nationen eines der am besten besetzten Spitzenturniere in der Weltserie. Vor allem auch die Klasse der Schwergewichtler, in der Florian Meyer u.a. den Olympiadritten und amtierenden WM-Dritten aus dem Weg räumte, war herausragend besetzt.

Ins Turnier startete der Soldat der Sportförderkompanie gegen den Bulgaren Mihail Mihaylov. Über die drei Runden dominierte der Bergstädter deutlich, landete gleich vier Kopftreffer und zog überlegen mit einem 13:4-Erfolg ins Achtelfinale ein. Dort türmte sich mit dem Bronzemedaillengewinner von London 2012, dem serbischen Lokalmatadoren Stefan Bozalo, ein scheinbar übermächtiger Gegner auf. Doch Florian Meyer, vor Ort von seinem Vater Michael gecoacht, zeigte erneut eine absolute Weltklasseleistung und bezwang den favorisierten Olympiadritten mit 10:7-Punkten nach schwerem Kampf.

Ein weiterer Serbe kreuzte den Weg des Sauerländers im Viertelfinale: Marko Grbic’ größte Erfolge liegen zwar bereits ein paar Jahre zurück, doch der 34-Jährige verfügt natürlich über unglaublich viel Routine und war deshalb ein keineswegs zu unterschätzender Konkurrent. Doch Youngster Florian Meyer blieb ganz cool, dominierte auch gegen den Routinier und zog mit einem sicheren 6:2-Erfolg in die Vorschlussrunde des Turniers ein. Er bezahlte den Sieg aber teuer, weil er sich bei einem Tritt eine Verletzung am linken großen Zeh zugezogen hatte.

Doch der Bergstädter biss für den zweiten schweren Kampf am Sonntag auf die Zähne. Dabei wartete dort erneut einer der Topfavoriten auf den Lüdenscheider: Der Slowene Ivan Trajkovic war als amtierender Vize-Europameister und Dritter der Weltmeisterschaften im mexikanischen Puebla im Sommer in die serbische Metropole angereist. Von dessen Erfolgen unbeeindruckt, gewann Florian Meyer auch diesen schweren Kampf 3:1 und hatte sich für das Finale qualifiziert. Gegner dort war der 24-jährige Kroate Vedran Golec, der 2012 das A-Klassenturnier der „Croatian Open“ gewonnen hatte und in diesem Jahr Finalist bei den „Belgian Open“ gewesen war. Mit Golec lieferte sich Meyer einen verbissenen, sehr ausgeglichenen und hochklassigen Kampf, der nach drei Runden beim 2:2 noch nicht entschieden war. Doch diesmal hatte im „Sudden Death“ auch einmal ein Kämpfer von Olympic Teakwondo Lüdenscheid das bessere Ende für sich. Florian Meyer landete den entscheidenden Treffer und durfte sich als umjubelter Sieger feiern lassen. - jig/schl

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