Inline-Skaterhockey

Salfelds Traum-Einstand

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Das richtige Näschen bei der Spielersuche: Carsten Lang holte Tufan Salfeld aus dem Norden Niedersachsens zu den Highlandern und hatte gleich Freude am Auftritt des blutjungen Stürmers.

Lüdenscheid - Die Anhänger der Highlander Lüdenscheid mussten sich in dieser Saison schon an viele neue Namen und Gesichter gewöhnen. Aus Menden etwa kam gleich eine ganze Schar an neuen Spielern. Und mit Toni Fonso sogar ein neuer Trainer. Tufan Salfeld ist auch neu und erst ganz frisch dazu gestoßen. Der Eindruck, den der erst 18-Jährige beim 9:7-Sieg in Oberhausen hinterlassen hat, war gleich ein bleibender. Den Anhang wird’s freuen.

„An ihm werden wir noch viel Freude haben“, war sich Highlander-Coach Carsten Lang nach dem Coup im Revier sicher. Lang erinnerte sich aus seiner Zeit als Nationaltrainer der Junioren an das Talent, lotste den gebürtigen Lüneburger dafür aus dem Nordosten Niedersachsens in die Bergstadt. „Er war sofort Feuer und Flamme“, sagt Lang, „er wollte einmal mit Jiri Svejda spielen.“ Das durfte er. Und wie. Doch zunächst waren es für Salfeld glückliche wie unglückliche Fügungen, die ihm bei seinem ersten überhaupt den Platz in vorderster Front neben Svejda bescherten.

Nach der Derbypleite gegen die Sauerland Steel Bulls sprengte das Trainerduo Lang/Fonso zunächst von Beginn an mit André Bruch und Jiri Svejda nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit das kongeniale Sturmduo in Reihe eins. „Um die Qualität in allen Reihen hoch zu halten“, argumentierte Lang. Für Bruch legte Robin Loecke neben Svejda los und erzielte gegen die Miners prompt den Führungstreffer, fiel nach einem Kreuzmann-Check nach dem ersten Drittel aber verletzt aus. Damit war der Weg frei für Tufan Salfeld.

Das Zusammenspiel zwischen ihm und Routinier Svejda – es passte am Samstagabend prompt. Gleich drei Tore des inzwischen 32-jährigen Topstürmers hatte Salfeld vorbereitet und dem Goalgetter damit geholfen, sich weiter aus seiner kurzen Minikrise zu schießen. Immerhin gelangen Svejda nach den fünf Toren gegen die Steel Bulls in Oberhausen schon wieder vier – der Sturmführer scheint auf dem Weg zu alter Form.

Aber so sehr sich Trainer Carsten Lang auch für seinen Schützling freute, das Kollektiv verlor er dabei nicht aus dem Blick. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, erfreute sich der Coach vor allem daran, dass die taktischen Vorgaben vollends aufgingen. Das Lob gab Lang dabei aber an seinen Trainerkollegen weiter. „Toni hat die Mannschaft hervorragend eingestellt. Er wusste aus der vergangenen Saison, wie Oberhausen auch zu Hause auftritt und konnte die Jungs entsprechend vorbereiten.“ Als Trainer der Mendener Mambas verlor Fonso 2016 zwar beide Spiele klar gegen den späteren Zweitligameister, nahm jetzt aber schon zum zweiten Mal Revanche.

Keine Frage, nach der bitteren Niederlage im Stadtderby haben die Highlander für den Saisonendspurt neues Selbstbewusstsein getankt. Zumindest Fonso selbst formuliert das bislang nie ausgegebene Saisonziel nun klar: „Ich will in die Play-Offs!“ Die Highlander haben es weiter selbst in der Hand.

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