Standards brechen FSV Werdohl das Genick

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Am Ende stellte der FC Lennestadt der FSV dann doch ein Bein: Obwohl die Werdohler um Flügelflitzer Rejhan Zekovic (links) ein richtig gutes Auswärtsspiel machten, unterlagen sie im Hensel-Stadion mit 1:3.

Lennestadt - Auf ganz bittere Art und Weise endete für Fußball-Landesligist FSV Werdohl im Hensel-Stadion die Mini-Serie von zuletzt drei ungeschlagenen Partien. Beim Tabellenvierten FC Lennestadt musste die Sander-Elf in einer fulminanten Schlussphase zwei Gegentreffer schlucken, die bei allem Ärger und Frust über einen verlorenen Zähler sehenswert und allein schon das Eintrittsgeld wert waren.

Und doch: Die FSV konnte nach guter Leistung das Kunstgrün hoch erhobenen Hauptes verlassen.

Als der fleißige Moritz Klamann in Minute 83 mit einem Zuckerpass in die Nahtstelle der FC-Abwehr den lauernden Falk Fischer auf die Reise schickte und der bullige Angreifer die Kugel aus vollem Lauf zum 1:1 in die Maschen hämmerte, sprach vieles für die Fortsetzung der kleinen Werdohler Erfolgsserie. Sieben reguläre und drei Nachspielminuten später aber lachte der Gastgeber, der auf den späten Ausgleich doch noch die passende Antwort hatte – und zwar im Doppelpack. So etwas nennt man dann wohl Qualität.

Zunächst jagte der kurz zuvor eingewechselte und am Strafraumeck lauernde Lukas Völmicke das Leder nach einem Eckball volley und mit höchstem Risiko zum umjubelten 2:1 in den FSV-Kasten (86.), aus dem Torhüter Markus Grete keine Minute später das Spielgerät erneut angeln musste. Nach einem Konter und einem lang geschlagenen Ball fand Lennestadts Torjäger Florian Friedrichs eine kleine Lücke zwischen Grete und dem Innenpfosten und vollendete trocken zum 3:1-Endstand.

Diesen „Dreier“ dürfte Lennestadts Trainer Jürgen Winkel beim Bier danach wohl unter der Rubrik Arbeitssieg verbucht haben. Denn es war ein echter Knochenjob, den der FC gegen ebenso kompakt verteidigende wie clever verschiebende Werdohler zu verrichten hatte. Die FSV hatte eine perfekte Ordnung im 4-4-2-System, rührte aber kein Beton an.

Im Gegenteil: Vor allem über die Flügelflitzer Catalano und Zekovic sorgten die Gäste für reichlich Alarm und setzen immer wieder Nadelstiche. Einen empfindlichen Piekser verteilten sie aber nicht, obwohl sie die Spritze schon aufgezogen hatten. Doch Zekovic schoss aus zehn Metern freistehend über das Gestänge in Richtung Grillhütte (5.), und Tuz wurde in allerletzter Sekunde noch gestoppt (37.). Dazwischen hatten freilich auch die Gastgeber ihre Chancen, doch P. Thöne, Schmidt oder Friedrichs ließen Kaltschnäuzigkeit vermissen. Letztlich war es ein Standard, der dem FCL den Führungstreffer bescherte. Moritz Thöne traf nach einer Ecke zum 1:0 (52.). Und eine Ecke war es letztlich auch, die der FSV nach Fischers Ausgleich noch das Genick brechen sollte...

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