Handball-Bundesliga

Hannover-Burgdorf braucht "elementar wichtige" Punkte gegen Melsungen

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Hannovers Handball-Nationalspieler Kai Häfner.

Platz neun mit 10:10-Zählern – damit kann Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf derzeit nicht zufrieden sein. Bisher haben die Recken nur eine durchwachsene Saison gespielt.

Hannover. Etwas mehr hatten sich die Niedersachsen schon erhofft. Für den mittelmäßigen Tabellenrang gibt es aber triftige Gründe.

Handball Bundesliga 2018/2019: Hannover mit Verletzungsmisere

In erster Linie musste das Team des spanischen Trainergespann Carlos Ortega und Iker Romero der gravierenden Verletzungsmisere Tribut zollen. Zeitweise fielen bis zu fünf Akteure aus – nicht die aus dem „zweiten Anzug“, sondern alles Stammkräfte. „Das kannst du mal kurzzeitig kompensieren, aber nicht auf Dauer“, meinte dazu Rechtsaußen Timo Kastening, der nach dem Abgang von Bundesliga-Torschützenkönig Casper Mortensen (nach Barcelona) dessen Torjägerrolle übernommen hat.

Torge Johannsen, Kai Häfner, Mait Patrail (der eventuell jetzt vor einem Comeback steht), Evgeni Pevnov und Pavel Atman – genau in dieser Reihenfolge fielen die Recken-Leistungsträger aus. Bei der 34:37-Niederlage in Stuttgart kehrte Europameister Häfner zurück, der Handball-Bad Boy im rechten Rückraum, wie HNA.de* im Porträt schreibt. Er absolvierte sein erstes Spiel in dieser Saison. Auch Kreisläufer-Hüne Pevnov ist wieder dabei, nachdem im letzten Heimspiele gegen Erlangen auch noch Dänen-Olympiasieger Morten Olsen ausfiel.

Hannover-Burgdorf mit unglücklichen Niederlagen

Neben diesen gesundheitlichen Schwierigkeiten hatten die Recken auch noch Ergebnis-Probleme. Drei Partien (in Göppingen, in Flensburg und Berlin) verloren sie mit einem Tor Differenz, was besonders schmerzt. Die großen Anstrengungen mit ihren Perspektivspielern Donker, Krone, Thiele und Feise aus der „Recken-(Talent-)Schmiede“ wurden nicht belohnt. Eine richtige „Klatsche“ gab es allein beim derzeitigen Überflieger-Team SC Magdeburg (23:34-Pleite).

Ein weiterer Grund für den bislang kaum zufriedenstellenden Saisonverlauf ist die Torhüter-Leistung. Stammkeeper Martin Ziemer bekommt derzeit nur wenige Bälle zu fassen, läuft noch seiner Form aus der vergangenen Serie hinterher. Und der slowenische Neuzugang Urban Lesjak hält ebenso nicht konstant, hat gute Spiele, aber auch schlechte dabei. Macht zusammen nur knapp 22 Prozent gehaltene, gegnerische Würfe, was den letzten Platz in der Bundesliga bedeutet. 

Zum Vergleich: Der Ex-Melsunger Mikael Appelgren und Andreas Palicka von den Rhein-Neckar Löwen kommen in dieser Saison auf rund 40 Prozent.

Handball-Nationalmannschaft und MT Melsungen müssen auf Julius Kühn verzichten

Insofern wird die Partie gegen Melsungen am Sonntag, 13.30 Uhr (live auf Sky), für die Recken schon zu einer richtungsweisenden Partie. „Die Punkte sind elementar wichtig“, sagt Sportchef Sven-Sören Christophersen. „Aber Melsungen ist ein Topteam, hat viel Qualität im Kader. Nach Kühns Ausfall werden sie zusammenrücken.“ Der Melsunger Top-Torjäger zog sich in der EM-Qualifikation gegen Kosovo eine schwere Verletzung zu und fällt Monate aus, wie HNA.de* berichtet.

Aktuell verlängerten die Recken die Verträge von Chefcoach Ortega um zwei Jahre und von Assistent Romero um ein Jahr. Christophersen: „Wir sind froh, auf die Erfahrung der beiden zurückgreifen zu können. Sie sind ein produktives Duo.“

Von Helmut Anschütz, HNA*

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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