Zweitliga-Spitzentrio siegt im Gleichschritt

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Benjamin Hübner (l) hat das 1:0 gegen den FSV erzielt und jubelt mit seinen Teamkollegen vom FC Indolstadt. Foto: Armin Weigel

Aus Vier mach Drei? Im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg hat der Karlsruher SC durch ein Remis in Aalen ein bisschen an Boden verloren. Ingolstadt wahrt den Vorsprung an der Spitze.

München (dpa) - Im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga schlägt das Spitzentrio dasselbe Tempo an. Nach der Ansage des 1. FC Kaiserslautern durch ein 4:0 gegen den 1. FC Heidenheim behauptete Zweitliga-Tabellenführer FC Ingolstadt durch ein 2:0 (1:0) gegen den FSV Frankfurt seinen ersten Rang.

Der SV Darmstadt erfüllte durch ein 2:0 (1:0) gegen den VfL Bochum am Ostersonntag ebenfalls seine Pflicht. Dagegen musste sich der Tabellenvierte Karlsruher SC beim VfR Aalen mit einem 2:2 (1:0) begnügen.

Im Tabellenkeller bleibt es wie für Aalen auch für Erzgebirge Aue trotz des 1:0 (1:0) beim ebenfalls abstiegsbedrohten TSV 1860 München eng. Der SV Sandhausen und Union Berlin trennten sich 1:1 (1:0). RB Leipzig schob sich durch ein 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg vorerst auf Rang sechs vor. Fortuna Düsseldorf will am Montag zum Abschluss des 27. Spieltages bei St. Pauli wieder vorbeziehen.

Nach zuvor nur einem Sieg in sechs Spielen gewann Ingolstadt wieder souverän und hat sieben Punkte Vorsprung auf Rang vier. "Wir haben eine coole und abgezockte Leistung geboten", lobte Trainer Ralph Hasenhüttl und strahlte erleichtert. Benjamin Hübner (22. Minute) sorgte per Kopf nach einem Eckball für die Führung der Oberbayern, Lukas Hinterseer (58.) machte alles klar. "Es wurde Zeit, diesen Sieg nach einer Durststrecke einzufahren", sagte Hinterseer.

Drei Punkte beträgt damit weiterhin der Abstand auf Kaiserslautern, das mit seinem höchsten Saisonsieg vorgelegt hatte. "Wir haben noch nichts mit der Bundesliga zu tun", bremste Trainer Kosta Runjaic trotz der Lehrstunde für Heidenheim. Willi Orban (4.), Karim Matmour (42.), Mateusz Klich (77.) und Philipp Hofmann (86.) sorgten für Party-Stimmung auf den Rängen.

Etwas knapper war es beim Darmstädter Erfolg. Per Kopf sorgte Romain Brégerie (22.) im Anschluss an einen Eckball für die Führung des Aufsteigers. Leon Balogun (77.) unterstrich mit dem zweiten Tor nach einer Ecke die Stärke des Aufsteigers nach Standards. "Es ist mittlerweile ein gewisses Selbstverständnis dabei", sagte Trainer Dirk Schuster über die Standardstärke.

Nach acht Spielen ohne Niederlage legte Karlsruhe gegen die abstiegsbedrohten Aalener einen Blitzstart durch Tor-Garant Rouwen Hennings (2.) hin. Zwei Treffer von Jurgen Gjasula (54./Foulelfmeter/65.) retteten Aalen bei einem weiteren Gegentor von Ilijan Micanski (63.) einen Punkt. "Wir haben zwei Punkte verloren", haderte KSC-Coach Markus Kauczinski.

Im Kellerduell erkämpfte Aue lebensnotwendige Punkte. Romario Kortzorg (5.) schockte die "Löwen" schon früh. Auch eine Leistungssteigerung nach der Pause half 1860 nichts mehr. "Es bleibt so eng, wie es vorher war", sagte "Löwen"-Trainer Torsten Fröhling. Freudige Gesichter gab es überall im Erzgebirge-Team. "Wir leben noch, wir sind noch im Geschäft", erklärte Aues René Klingbeil. Man habe "definitiv mehr Herz" gezeigt, frohlockte Tomislav Stipić.

Nach einem 0:1-Rückstand durch Nürnbergs Guido Burgstaller (29.) wendete Leipzig nach der Pause das Blatt. Yordy Reyna (46.) und Dominik Kaiser (76.) waren vor 30 479 Zuschauern die Torschützen für die gastgebenden Sachsen.

Gleich zwei Eigentore sahen die 5318 Zuschauer in Sandhausen. Erst lenkte Berlins Christopher Trimmel (6.) den Ball ins Tor, nach dem Seitenwechsel war Sandhausens Timo Achenbach (51.) beim Ausgleich zuletzt am Ball. "Das ist Pech, aber das passiert im Fußball", sagte Trimmel. "Ich konnte kaum noch reagieren", schilderte Achenbach sein Pech.

In Sichtweite hat Braunschweig das Spitzenquartett durch ein 2:1 (1:1) bei der SpVgg Greuther Fürth. Mit dem ersten Heimtor seit Oktober brachte Robert Zulj (28.) die Franken in Führung. In Überzahl nach Rot für Fürths Marco Caligiuri (7.) setzte sich der Gast dank eines Eigentors von Stefan Thesker (31.) und Ken Reichel (79.) durch.

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