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Werders Sportdirektor: Schaaf ist nicht zu haben

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Werders SportdirektorWerder Trainer Thomas Schaaf (li.) wird nicht nach Wolfsburg gehen - das sagt Werders Sportdirektor Klaus Allofs (re.).
Werder Trainer Thomas Schaaf (li.) wird nicht nach Wolfsburg gehen - das sagt Werders Sportdirektor  Klaus Allofs (re.). © dpa

Bremen/Wolfsburg - Spekulationen gehören zur Bundesliga wie Diskussionen über Schiedsrichter-Entscheidungen. So ist bei der Suche nach einem Nachfolger für Felix Magath als Coach des VfL Wolfsburg auch Thomas Schaaf ins Gespräch gebracht worden.

Werders Sportdirektor Klaus Allofs dementierte einen möglichen Wechsel seines Trainers vehement. “Da ist gar nichts dran. Ich kann ganz klar sagen, wir werden auch in der nächsten Saison zusammenarbeiten“, sagte Allofs über Schaaf, der seit zehn Jahren Trainer bei Werder ist. “Er ist nicht zu haben“, versicherte Allofs und sagte in Richtung der Werder- Fans: “Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung.“

Schaaf, der schon als Jugendlicher für Werder spielte und so etwas wie die Personifizierung des Bundesliga-Fußballs in Bremen ist, wollte das Spiel nicht mitmachen und schwieg eisern. “Sie dürfen alles fragen, aber Sie werden keine Antwort bekommen“, sagte der Werder-Coach zu einem Bericht der “Bild“-Zeitung über angebliche “Geheimverhandlungen“ mit dem Bundesliga-Rivalen aus Wolfsburg. “Ich habe derlei Dinge noch nie kommentiert und werde das auch dieses Mal nicht tun“, sagte Schaaf.

Der Coach war in den vergangenen Jahren schon einige Male mit Angeboten anderer Clubs in Verbindung gebracht worden, hatte es aber immer abgelehnt, dazu Stellung zu nehmen. Dafür äußerte sich am Wochenende der VfL Wolfsburg. “Er steht nicht im Fokus unserer Suche“, erklärte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach, der nach Magaths Wechsel zu Schalke 04 künftig der starke Mann in der Volkswagen-Tochtergesellschaft ist. Im Interview mit “Premiere“ sagte Marbach deutlich: “Wenn Thomas Schaaf Interesse hätte, würden wir ihn wahrscheinlich in Wolfsburg gerne empfangen. Im Moment konzentrieren wir uns bei unserer Suche aber auf andere Trainer.“ Welche das sind, verriet er nicht.

Die Namen, die in Wolfsburger Zeitungen gehandelt werden, lassen an Prominenz kaum zu wünschen übrig. Juve-Coach Claudio Ranieri, der Däne Michael Laudrup, die Niederländer Marco van Basten und Frank Rijkaard und neuerdings auch der ehemalige Real-Coach Bernd Schuster gehören zu den bekanntesten Spekulationsobjekten. Der noch beim 1. FC Köln unter Vertrag stehende Christoph Daum wird ebenso genannt wie die derzeit arbeitslosen Mirko Slomka und Armin Veh. Frei nach dem Motto: Einer wird es schon werden.

Schließlich hatte Stephan Grühsem, Konzernsprecher bei Volkswagen und Aufsichtsrats-Vize beim VfL, angekündigt: “Die Nachfolgeregelung für Felix Magath wird sehr gut sein.“ Auf der Liste der Kandidaten fehlt derzeit eigentlich nur noch ein Name - der von Jürgen Klinsmann.

dpa

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