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Mit allmächtigem Veh und neuen VW-Millionen zur Titelverteidigung

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Armin Veh übernimmt von Felix Magath alle Posten beim neuen Deutschen Meister VfL Wolfsburg.
Armin Veh übernimmt von Felix Magath alle Posten beim neuen Deutschen Meister VfL Wolfsburg. © ap

Wolfsburg - Armin Veh erhält für den Sturm auf Europa und die Titelverteidigung die gleiche Machtfülle wie sein Vorgänger Felix Magath.

Der 48-Jährige wird als Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer des VfL Wolfsburg arbeiten. "Wir wollen die Position so stark und stabil halten, wie es ratsam ist", sagte am Montag VW-Aufsichtsrat. Vehs Ziel ist die erneute Meisterschaft: "Auch wenn es nicht einfach wird, so etwas will man natürlich wiederholen", sagte der Coach am Montag bei seiner Vorstellung. Dafür erhält er auch die passende finanzielle Ausstattung. Der Volkswagen-Konzern will weitere Millionen in seine Tochtergesellschaft investieren, um so die Top-Stürmer Grafite und Edin Dzeko langfristig halten und neue Spieler in die Autostadt locken zu können.

VfL Wolfsburg ist Deutscher Meister 2009

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"Das ist hier eine spannende und schwere Aufgabe", kommentierte Veh zwei Tage nach dem Titelgewinn und dem Ende der Ära Magath. Zu dem in der Bundesliga einzigartigen Wolfsburger Modell der Dreifach-Funktion sagte er: "Ich habe das auch in der 2. Liga schon gemacht. Ich kenne mich da aus. Von daher ist das für mich nichts Neues." Veh lobte Magaths Arbeit in Wolfsburg und erklärte: "Die Mannschaft hat tollen und attraktiven Fußball gezeigt. Wir wollen versuchen, das wieder hinzukriegen." Für ihn hat das Engagement in Wolfsburg eine pikante Note, denn beim VfB Stuttgart war er ausgerechnet nach einer Niederlage gegen den VfL am 23. November 2008 entlassen worden.

Veh, der wie beim VfB von seinem langjährigen Assistenten Alfons Higl unterstützt wird, will den Kader weiter aufrüsten. "Wir werden uns, weil wir oben weiter mitmischen wollen und auch Champions League spielen, sicher verstärken", sagte der neue VfL-Allmächtige, der offiziell erst am 1. Juli anfangen darf. "Eine Mannschaft braucht das auch, dass du neue Impulse setzt", sagte Veh und sieht vor allem im Angriff Bedarf: "Wir brauchen noch einen Stürmer, der absolute Klasse hat."

Sparsam haushalten muss Veh in Wolfsburg nicht. "Ich verspreche, dass es auch in der nächsten Saison voll weitergeht", lautete die Aussage von VW-Chef Martin Winterkorn zur wirtschaftlichen Zukunft: "Es wird nicht weniger investiert." Magath hat in zwei Jahren rund 55 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. "Wir wollen nachhaltig im europäischen Fußball spielen", erklärte Winterkorn: "Man kann sich relativ gesichert vornehmen, unter den ersten Fünf zu spielen."

Alle Leistungsträger sollen gehalten werden, auch der umworbene Torjäger Dzeko. "Er hat alles andere als den Eindruck gemacht, als dass er gehen will", berichtete Geschäftsführer Jürgen Marbach über Gespräche mit dem 26-maligen Saisontorschützen Angreifer und dessen Berater: "Ich glaube nicht, dass er weg möchte." Interesse hat der VfL am dänischen Mittelfeldmann Thomas Kahlenberg (26/AJ Auxerre).

Trotz der großen Namen, die zu Beginn der Nachfolger-Suche gehandelt worden waren, scheint Veh der VfL-Wunschkandidat gewesen zu sein. "Sein großer Vorteil ist, dass er den Titel schon einmal errungen hat", sagte Marbach. "Er weiß also, wie man das macht. Und er weiß, wie es ist, wenn man als Meistertrainer in eine neue Saison geht." Die Champions League, die für den Club absolutes Neuland ist, kennt Veh ebenfalls aus seiner Stuttgarter Zeit.

Von Michael Rossmann, dpa

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