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Werder Bremen fertigt den FC Ingolstadt ab und ist schon Dritter

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Von: Adrian Rehling, Björn Knips, Daniel Cottäus

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Werder Bremen um Niklas Schmidt (l.) und Marvin Ducksch (r.) ließen dem FC Ingolstadt keine Chance und gewannen deutlich.
Werder Bremen um Niklas Schmidt (l.) und Marvin Ducksch (r.) ließen dem FC Ingolstadt keine Chance und gewannen deutlich. © Armin Weigel / dpa

Der SV Werder Bremen hat am 6. Spieltag der 2. Liga verdient mit 3:0 beim FC Ingolstadt gewonnen und einen Sprung in der Tabelle gemacht. Der Spielbericht der DeichStube*.

Ingolstadt – Der Aufwärtstrend des SV Werder Bremen hält auch nach der Länderspielpause an. Der Bundesliga-Absteiger feierte einen verdienten 3:0 (2:0)-Sieg bei Aufsteiger FC Ingolstadt. Dabei half den Bremern allerdings ein Eigentor von Nico Antonitsch (24.) ein wenig auf die Siegerstraße. Neuzugang Mitchell Weiser mit einem tollen Solo (42.) und Marvin Ducksch per Abstauber (48.) sorgten für klare Verhältnisse. Hinten stand zum dritten Mal in Folge die Null. Mit elf Punkten aus sechs Spielen gehört Werder als Tabellendritter nun zur Spitzengruppe der 2. Liga und ist bestens gewappnet für das Nordderby am Samstag gegen den Hamburger SV.

Vor der Partie hatte vor allem eine Entscheidung im Fokus gestanden: Michael Zetterer durfte im Tor bleiben, obwohl Stammkeeper Jiri Pavlenka erstmals in dieser Saison wieder zur Verfügung stand. „Wir haben uns für Zetterer entschieden, weil er die letzten beiden Spieler entsprechend abgeliefert hat“, erklärte Trainer Markus Anfang bei Sky, betonte aber zugleich, dass Pavlenka nun nicht die Nummer zwei sei: „Wir haben zwei Nummer eins.“ Der Zweikampf geht also weiter.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt: Eigentor zur Führung, Ömer Toprak verletzt ausgewechselt

Neu ins Team im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Rostock rutschten Zugang Mitchell Weiser (als Rechtsverteidiger für den verletzten Felix Agu) und Abdenego Nankishi (für den verletzten Außenstürmer Eren Dinkci). Werder Bremen kontrollierte von Beginn an die Partei, ohne dabei allerdings wirklich gefährliche Angriffe zu kreieren. Hinten wurde es dagegen zwei Mal knifflig, weil Zetterer ungewohnt nervös wirkte und sich zwei üble Fehlpässe leistete. Seine große Stärke wurde plötzlich zur Schwäche, doch die Kollegen bügelten die Fehler wieder aus.

Vorne half dann der Gegner mit. Eine Hereingabe von Niklas Schmidt fälschte Nico Antonitsch per Kopf unglücklich ins eigene Tor ab (24.). Verrückt – Werder lag ohne echte Chance in Führung. Die Freude wurde durch eine schlechte Nachricht schnell getrübt: Abwehrchef Ömer Toprak konnte nicht weitermachen, die linke Wade streikte (26.). Für den Kapitän kam Lars Lukas Mai und übrigens nicht Marco Friedl, der als Linksfuß eigentlich besser in die Innenverteidigung gepasst hätte. Doch nach seinem Streik gegen Rostock muss sich der Österreicher offenbar ganz weit hinten anstellen.

Werdern Bremen gegen FC Ingolstadt: Neuzugänge Mitchell Weiser und Marvin Ducksch treffen

Werder Bremen hatte auch mit neuer Abwehr alles im Griff. Außenverteidiger Weiser war es dann mal wieder zu langweilig auf der rechten Seite. Also stürmte er nach vorne – und wie! Nach feinem Doppelpass mit Romano Schmid (sogar per Hacke) ließ die Leihgabe aus Leverkusen Ingolstadts Nils Röseler mit einer Körpertäuschung im Strafraum ganz alt aussehen und vollstreckte eiskalt zum 2:0 (42.). Ein tolles Tor!

Nach der Pause ging es genau so weiter. Der extrem engagierte Schmidt blockte in der gegnerischen Hälfte einen Befreiungsschlag, bekam den Ball von Schmid umgehend wieder und zog ab. FCI-Keeper Fabijan Buntic konnte zwar gerade noch so parieren, doch Marvin Ducksch staubte per Kopf zum 3:0 ab (48.). Der Neuzugang feierte seinen dritten Werder-Treffer im erst zweiten Spiel wieder mit der Ätschi-Bätsch-Geste. Die Bremer hatten wie gegen Rostock ihren Spaß und überrannten die Gastgeber nun förmlich. Allerdings verpassten Ducksch (53.) und Nankishi bei seinem Startelf-Debüt (55.) jeweils frei vor dem Tor das sichere 4:0. Einen Kracher von Schmidt lenkte Buntic etwas unkonventionell an die Latte (59.).

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt: Markus Anfang probiert Doppelsturm Marvin Ducksch/Niclas Füllkrug

Anfang reagierte, gönnte Weiser und Nankishi eine Pause, brachte dafür Manuel Mbom und Roger Assalé (60.). Weiser hatte eine ordentliche Premiere mit dem Tor als Highlight gefeiert. Der 27-Jährige ist eine echte Bereicherung auf der rechten Seite des SV Werder Bremen. Nankishi wirkte noch etwas nervös, aber er ist ja auch erst 19 Jahre jung.

Nun wurde es etwas ungemütlich im mit 5.825 Besuchern gefüllten Audi-Sportpark des FC Ingolstadt, Starkregen setzte ein. Auf dem Platz passierte nicht mehr so viel. Ducksch vergab eine weitere gute Chance nach Schmid-Vorarbeit (73.), hinten musste Zetterer tatsächlich mal ein bisschen eingreifen. Doch an den Kräfteverhältnissen änderte sich nichts. Für die starken Schmidt und Schmid war dann nach 78 Minuten Feierabend. Ilia Gruev und Niclas Füllkrug durften noch ran. Und siehe da: Anfang probierte wie angekündigt den Doppelsturm Ducksch und Füllkrug. Die Chance zum 4:0 hatte allerdings Rapp, der an Buntic scheiterte (89.). (kni)

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

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15.18 Uhr: Niklas Schmidt, Mitchell Weiser und Marvin Ducksch schießen den SVW zum deutlichen Auswärtssieg in Ingolstadt. Zum dritten Mal in Serie spielt die Anfang-Elf zu Null. Da könnte der Gegner am kommenden Samstag (20.30 Uhr, natürlich im DeichStube-Live-Ticker) passender kaum kommen: Es geht gegen den HSV. 

90. Minute: Schiedsrichter Tobias Welz pfeift pünktlich ab.

88. Minute: Wenn Ingolstadt mal gefährlich nach vorne kommt, ist allerspätestens bei Michael Zetterer Endstation. Der Schlussmann rechtfertigt das Vertrauen von Anfang vollauf.

84. Minute: Kiel dreht per Doppelpack die Partie in Karlsruhe. Heißt: Werder klettert vorübergehend auf Platz drei.

78. Minute: Noch ein Doppelwechsel bei Werder. Niclas Füllkrug ersetzt Romano Schmid, Ilia Gruev kommt für den bärenstarken Niklas Schmidt.

73. Minute: Knapp 20 Minuten sind mit Nachspielzeit noch auf der Uhr. Die Ingolstädter werden etwas gefährlicher, an ein Wunder glaubt hier aber eigentlich niemand mehr.

69. Minute: Die ersten Fans der Gastgeber verlassen das Stadion ...

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Werder rauscht dem Auswärtssieg entgegen

66. Minute: Wieder tankt sich Werders Schmidt durch, bedient Assale hervorragend. Dem eingewechselten Linksaußen rutscht der Ball allerdings vom Fuß. Im Gegenzug haben die Gäste ihre beste Chance, Zetterer macht beim Schuss aus acht Metern aber hervorragend die kurze Ecke dicht.

64. Minute: Mal eine Ingolstädter Chance. Werder steht verhältnismäßig hoch, läuft so in einen Konter. Patrick Schmidt verzieht um knapp einen Meter.

60. Minute: Nun auch Markus Anfang mit zwei Wechseln: Roger Assale ersetzt Abdenego Nankishi, Jean Manuel Mbom kommt für Mitchell Weiser. Der wird von den Fans gefeiert: „Mitchell! Mitchell! Mitchell!“

60. Minute: Schon wieder Niklas Schmidt. Dieses Mal klatscht dessen Flatterball von Buntic‘ Fäusten an die Latte - beinahe das 4:0 für Werder.

58. Minute: FCI-Trainer Pätzold hat genug - und packt den Dreierwechsel aus.

55. Minute: Abdenego Nankishi nutzt seine Schnelligkeit und läuft aus spitzem Winkel auf Ingolstadts Schlussmann Buntic zu, der aber die Oberhand behält. Sky-Kommentator Marcel Meinert sagt völlig richtig: „Wenn es hier 0:5 steht, dürfen sie sich nicht beschweren. Die Schanzer stehen komplett neben den Latschen!“

54. Minute: „Duuuuuucksch“ ziehen die Werder-Fans den Namen gaaaanz lang. Kurz darauf hat der Stürmer das 4:0 auf dem Fuß, verzieht aber völlig freistehend um knapp einen halben Meter.

52. Minute: Die mitgereisten grün-weißen Anhänger haben allen Grund zu feiern. „Hier regiert der SVW“ hallt durch den ansonsten verdammt stillen Audi-Sportpark.

50. Minute: Niklas Schmidt zeigt eine astreine Leistung, ist an nahezu jeder Bremer Chance beteiligt. Nur wenige Sekunden nach dem Assist ist er erneut nur mit einem Foul zu stoppen.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Im Werder-Block beginnt bereits die Party

49. Minute: TOOOOOOR! Marvin Ducksch trifft im Anschluss an eine Schmidt-Chance per Kopfball-Abstauber zum 3:0.

46. Minute: Werder kommt unverändert aus der Pause. Trainer Anfang hatte natürlich auch überhaupt keinen Grund, irgendetwas zu wechseln.

14.32 Uhr: „Gute Vorstellung unserer Mannschaft. Weiter so!“, twittert Werder. Dem schließen wir uns nahtlos an.

14.24 Uhr: Wir hatten es ja vor dem Spiel angesprochen, sogar der Sprung auf Platz zwei wäre rein theoretisch nötig. Da der KSC zeitgleich mit 1:0 gegen Holstein Kiel führt, steht Werder punktgleich mit Paderborn und Karlsruhe auf Platz vier. Auch Hannover 96 führt gegen St. Pauli mit 1:0.

Halbzeit: Alles spricht aktuell für Werder. Während sich Ingolstadt kaum gefährlich zeigt, schlägt der SVW zweimal eiskalt zu. Werder macht das Spiel, Werder steht hinten sicher. So kann es gerne weitergehen.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Werder mit Halbzeitführung in Ingolstadt

42. Minute: Tooooooooor für Werder! Mitchell Weiser mit einem Super-Solo zum 2:0. Der Neuzugang wird von Schmid per Hacke bedient, zieht ungestört von der rechten Außenbahn in den Strafraum ein. Dann der präzise Abschluss mit links ins kurze Eck.

40. Minute: Werder-Keeper Zetterer hat seinen Strafraum total abgeklärt im Griff. Der Torwart wurde zwar noch nicht ernsthaft geprüft, vermittelt aber in allen Aktionen eine ziemliche Coolness.

36. Minute: Werders Neuzugang Abdenego Nankishi tankt sich durch und kann im Mittelfeld nur von einem Foul gestoppt werden. Ingolstadts Röhl kassiert die erste gelbe Karte in einem bis dahin sehr fairen Spiel.

35. Minute: Eine nachgereichte Info zu Ömer Toprak: Der Innenverteidiger hat Probleme mit der linken Wade.

28. Minute: Toprak pustet durch und schüttelt enttäuscht den Kopf, wird von den mitgereisten Fans mit Sprechchören in den Innenraum verabschiedet.

26. Minute: Ein Schockmoment nur wenige Sekunden nach der Führung. Ömer Toprak liegt auf dem Boden, kann nicht weitermachen. Neu ins Spiel kommt Lars Lukas Mai.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Werders Führung verdient

24. Minute: Tooooooooor für den SV Werder! Niklas Schmidt bringt eine Flanke von links in den Strafraum, Ingolstadts Antonitsch verlängert mit dem Scheitel ins lange Eck. Der Treffer kommt etwas glücklich zustande, ist aber verdient.

18. Minute: Markus Anfang hingegen kann zufrieden sein. Nach ein, zwei Wacklern in der Anfangsphase steht Werder nun sehr stabil.

15. Minute: Ingolstadts Trainer Roberto Pätzold ist mit der Staffelung seiner Mannschaft nicht einverstanden, gestikuliert wild an der Seitenlinie. Werder hat das Spielgeschehen aktuell sehr gut unter Kontrolle.

8. Minute: Niklas Schmidt versucht es mit seiner eigentlich hervorragenden Schusstechnik aus der Distanz. Der Ball geht aber einige Meter über das Tor der Gastgeber.

6. Minute: Temporeicher Beginn in Ingolstadt. Beide Mannschaften setzen in der Anfangsphase nicht auf großes Taktieren.

2. Minute: Werder direkt mit einer guten Freistoßposition. Niklas Schmidt versucht es aus 25 Metern halbrechter Position direkt, bleibt aber an einem Ingolstädter Akteur hängen.

1. Minute: Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) pfeift die Partie an.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Das Spiel läuft

13.28 Uhr: Die Spieler sind im Tunnel. In wenigen Augenblicken geht es los.

13.22 Uhr: Auch zur Torwart-Entscheidung äußert sich Anfang: „Micheal Zettetter hat die letzten zwei Spiele abgeliefert. Wir wollten das Leistungsprinzip vorne ranstellen. Wir sind froh, zwei solche Torhüter zu haben: Wir haben zwei Nummer eins im Kader.“

13.19 Uhr: Trainer Markus Anfang nimmt nochmal Bezug auf Marco Friedl: „Wir haben drüber gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht gut fand. Marco hat sich bei der Mannschaft und mir entschuldigt. Er ist ein guter Junge und hat sich im Training reingehauen.“

13.14 Uhr: Ingolstadts verletzter Kapitän Stefan Kutschke sagt am Sky-Interview: „Wir haben ein komplett neues Konzept mit dem Trainerteam erarbeitet, wie wir Fußball spielen wollen. Dass das Zeit braucht, ist normal. Wir dürfen keine Angst vor dem großen Namen haben. Wir wissen natürlich, wie gut Bremen besetzt ist.“

13.09 Uhr: Ingolstadt hingegen will punkten - und seinerseits den Relegationsrang im Tabellenkeller verlassen.

13.04 Uhr: Werder könnte im Falle eines Sieges im Idealfall sogar vorübergehend auf den Relegationsplatz klettern. Selbst der Aufstiegsrang ist theoretisch möglich, dafür müsste aber ein utopischer Kantersieg in Höhe von sieben Toren (oder mehr) her.

13.00 Uhr: Noch eine interessante Personalie gibt es bei Werder natürlich mit Blick auf die Bank zu debattieren: Marco Friedl ist wieder dabei. Der Abwehrspieler wollte sich eigentlich zu einem Wechsel streiken - doch dieser platzte. Nun ist der Österreicher also wieder dabei.

12.55 Uhr: Ingolstadts Trainer Roberto Pätzold genießt das volle Vertrauen der Vereinsführung. Vom HSV kommend, war er erst im Nachwuchsbereich aktiv und trainierte dort zuletzt die U19, um dann direkt die Profis zu übernehmen. Auch zwei Ex-Werderaner saßen schon auf der FCI-Bank: Benno Möhlmann (2010 bis 2011) und Alexander Nouri (drei Monate in 2018).

12.51 Uhr: Werders Sturm-Hoffnungen ruhen nach dem Traum-Debüt und zwei Treffern gegen Rostock besonders auf Marvin Ducksch.

12.47 Uhr: Vorsicht ist geboten. Die Schanzer starteten zwar katastrophal in die Saison (drei Niederlagen, 2:11-Tore), holten zuletzt gegen Nürnberg und Sandhausen aber vier Punkte.

12.42 Uhr: Geht es ähnlich torreich zu wie im letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, dürfen sich vor allem die Werder-Fans auf einen richtig spaßigen Nachmittag freuen. Damals siegten die Grün-Weißen am 30. Bundesliga-Spieltag der Saison 2016/2017 in Ingolstadt mit 4:2. Dank eines Viererpacks von Max Kruse.

12.38 Uhr: Hier die Aufstellung des FC Ingolstadt: Buntic - Heinloth, Antonitsch, Röseler, Franke - Gebauer, Röhl, Linsmayer, Bilbija - Kaya, Eckert Ayensa.

12.34 Uhr: Trainer Markus Anfang hat sich festgelegt: Michael Zetterer bleibt im Kasten, Jiri Pavlenka nimmt auf der Bank Platz. Des Weiteren stehen mit Mitchell Weiser und Abed Nankishi gleich zwei Debütanten in der Startelf.

Werder Bremen gegen FC Ingolstadt im Live-Ticker: Die Werder-Aufstellung im Überblick

12.31 Uhr: Die Werder-Aufstellung: Zetterer - Weiser, Veljkovic, Toprak, Jung - Gross - Schmidt, Rapp - Schmid, Ducksch, Nankishi.

12.24 Uhr: Eine Info hat uns via Twitter schon mal direkt aus der Werder-Kabine erreicht: Die Mannschaft spielt heute in Weiß.

12.21 Uhr: Moin und herzlich Willkommen zum DeichStuben-Liveticker für den 6. Spieltag in der 2. Bundesliga. Der SV Werder ist heute in Ingolstadt zu Gast - und will die Serie von vor Länderspielpause (0:0 in Karlsruhe, 3:0 gegen Rostock) ausbauen. Euch viel Spaß beim Spiel!

Ingolstadt - Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt im Liveticker: Anpfiff in Ingolstadt ist heute um 13.30 Uhr, der Live-Ticker startet hier gegen 12.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos - alles live im DeichStube-Liveticker!

Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt - der Vorbericht:

Werder Bremen beim FC Ingolstadt: Werder-Trainer Markus Anfang auf Stevens’ Spuren

Der SV Werder Bremen gastiert am Samstag beim FC Ingolstadt (13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Werder-Coach Markus Anfang fordert drei Punkte und will einem alten Leitspruch bei Werder neues Leben einhauchen - der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – Sie liegt inzwischen einige Jahre zurück, seine Zeit beim FC Schalke 04, doch in Vergessenheit geraten ist sie bei Markus Anfang deshalb nicht – im Gegenteil. In der Saison 1997/1998 hatte der heutige Trainer des SV Werder Bremen als aktiver Profi bei Königsblau unter Vertrag gestanden – und damals einen Satz regelrecht eingetrichtert bekommen: „Die Null muss stehen!“ Nur vier Worte, die im deutschen Fußball längst zur gängigen Redewendung geworden und bis heute untrennbar mit einem Namen verknüpft sind: Huub Stevens. „Ich habe das früher jedes Mal von ihm gehört“, erinnert sich Anfang mit einem Schmunzeln an seinen ehemaligen Trainer, der „die Null“, sprich Spiele ohne Gegentor, einst zum höchsten aller Ziele erkoren und Schalke mit diesem Ansatz 1997 sensationell zum UEFA-Pokalsieg geführt hatte. Stolze 24 Jahre sind seitdem vergangen, doch Stevens’ Spruch ist aktueller denn je. Ab sofort soll er laut Anfang nämlich auch bei Werder tief verinnerlicht werden.

Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt - Trainer Markus Anfang: „Die Null muss stehen!“

„Ich finde diesen Ansatz sehr ansprechend“, sagt Anfang, der mit Werder Bremen „nicht für Spektakel-Fußball“ stehen will, sondern für „guten Fußball“. Und zu dem gehöre nun einmal auch die Null: „Kein Gegentor zu kassieren, ist die Basis dafür, dass du Spiele gewinnst.“ In den vergangenen beiden Partien gegen den Karlsruher SC (0:0) und Hansa Rostock (3:0) war es den Bremern jeweils gelungen, sich hinten schadlos zu halten. Während des sechsten Spieltags beim FC Ingolstadt (Samstag, 13.30 Uhr) soll es nun damit weitergehen. „Wir wollen unbedingt an die vergangenen Spiele anknüpfen“, betont Markus Anfang, der davon überzeugt ist, dass es beim Tabellen-16. auch gelingen wird, wenn seine Spieler alles abrufen. Schließlich weiß auch der Trainer, dass Werders Abwehr nicht nur die wertvollste, sondern auch die am namhaftesten besetzte der 2. Bundesliga ist. Jüngster Beleg dafür: Erst am Donnerstag hatte Anthony Jung, im Sommer als vermeintliche Stammkraft verpflichtet, verraten, dass er nicht damit gerechnet hätte, dass die Kollegen in der Defensive nach Ende der Transferphase noch derart prominente Gesichter haben. Haben sie aber, weshalb sich der 29-Jährige plötzlich in der Rolle des Herausforderers wiederfindet.

Anfang kann das freilich nur recht sein. Wenn die Null künftig regelmäßig stehen soll, kann Konkurrenzkampf in der Abwehr ganz sicher nicht schaden. Dass Werder Bremen bei Anfangs starker Gewichtung auf die Defensive ab sofort nur noch Beton anrührt, muss übrigens nicht befürchtet werden. Offensiv soll das Team weiterhin möglichst variabel und dominant agieren. Die Null, für Anfang ist sie vielmehr ein Instrument dafür, um dafür die nötige Sicherheit, das nötige Selbstvertrauen entstehen zu lassen.

Werder Bremen gegen den FCI: Was Werder-Trainer Markus Anfang von Ingolstadt erwartet

Beim FC Ingolstadt, davon ist der Trainer des SV Werder Bremen überzeugt, wird dieser Ansatz - unabhängig vom Bremer Personal in der Startaufstellung - auf eine harte Probe gestellt werden. „Ingolstadt spielt mit vielen langen Bällen“, sagt Anfang, der in der Spielphilosophie des Aufsteigers um Coach Roberto Pätzold allerdings auch Spuren von RB Leipzig ausgemacht hat: „Sie haben diese aggressive Spielweise von RB und verteidigen aus der Ordnung heraus aggressiv nach vorne, um den Gegner früh unter Druck zu setzen.“ An den ersten Spieltagen brachte das den Ingolstädtern eher überschaubaren Erfolg, allerdings scheint sich das Team inzwischen gefangen zu haben: Auf die drei Niederlagen zu Beginn gegen Dresden (0:3), Heidenheim (1:2) und Darmstadt (1:6) folgten ein Remis gegen Nürnberg (0:0) und zuletzt ein Sieg gegen Sandhausen (2:0). „Es wird nicht leicht für uns“, hält Markus Anfang fest, was an seiner unmissverständlichen Zielsetzung aber nichts ändert: „Wir wollen dieses Spiel gewinnen und werden auch dementsprechend auftreten.“

Schließlich könnte ein Auswärtssieg in Ingolstadt für Werder Bremen zum Startschuss in eine deutlich ruhigere und erfreulichere Phase der Saison sein. Die monatelange Ungewissheit beim Blick auf den Kader ist endlich vorbei, die Mitgliederversammlung kürzlich auch gut über die Bühne gegangen – jetzt könnte der Blick wieder optimistischer nach vorne gehen. Sollte dabei auch noch die Null stehen – umso besser. (dco) *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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