Vier Teams starten mit Rumpfkader in Vorbereitung

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Lucien Favre jonglierte beim Trainingsauftakt seiner Gladbacher mit dem Ball

Düsseldorf - In Leverkusen, Mönchengladbach, Freiburg und Mainz ging am Montag die Sommerpause zu Ende. Viele Nationalspieler der Klubs werden jedoch erst später in das Training einsteigen.

Im Schatten des Medienhypes um den neuen Bayern-Trainer Pep Guardiola sind am Montag vier Bundesligisten in die Vorbereitung auf die Fußball-Saison 2013/14 gestartet. Mit mutigen Prognosen hielten sich alle Beteiligten in Leverkusen, Mönchengladbach, Mainz und Freiburg zurück. Selbst vom Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 kamen nur leise Töne: „Wenn ich jetzt rufe: Wir sagen den Bayern den Kampf an! - dann hat jeder Arzt der Welt das Recht, mich einzuweisen“, sagte Sportchef Rudi Völler dem Kicker.

Von einem echten Einstieg in die neue Spielzeit konnte kaum die Rede sein. Besonders in Leverkusen und Mönchengladbach fehlten zahlreiche Stars. Nur acht Spieler des Profikaders, darunter auch Torwart Andres Palop als einziger Neuzugang, erschienen zum Auftakt der Werkself. Um eine vernünftige Übungseinheit absolvieren zu können, komplettierte Cheftrainer Sami Hyypiä die Trainingsgruppe mit elf Spielern der U 23.

Unter anderem fehlten die Stammkräfte Lars Bender, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Stefan Reinartz, die nach ihrem Einsatz für die DFB-Elf in den USA noch im Urlaub sind. Neuzugang Heung-Min Son wird wegen der WM-Qualifikationsspiele mit Südkorea erst am 10. Juli erwartet. Daniel Niedzkowski gab nach dem Ausscheiden von Trainer Sascha Lewandowski seinen Einstand als rechte Hand von Hyypiä. „Das Traumziel ist die Champions League, das Mindestziel die Europa League“, erklärte Völler.

Ähnlich wie sein Bayer-Trainerkollege musste sich auch Borussia Mönchengladbachs Coach Lucien Favre mit einem Rumpfkader begnügen. Zehn Nationalspieler, darunter auch der ehemalige Freiburger Max Kruse, verlängerten ihren Urlaub mit Zustimmung des Fußball-Lehrers bis zum 3. oder 8. Juli.

Das Fehlen von Leistungsträgern konnte die gute Laune von Favre aber nicht trüben. Der Transfer seines Wunschspielers Raffael, der für fünf Millionen Euro von Dynamo Kiew kommt und zuletzt beim Ligakonkurrenten FC Schalke als Leihspieler zum Einsatz kam, stimmte den Coach zuversichtlich. Er fand lobende Worte für das Verhandlungsgeschick von Sportdirektor Max Eberl: „Das hat Max gut gemacht. Soweit ich weiß, war auch der FC Schalke an einer Verpflichtung interessiert.“

In Mainz startete Trainer Thomas Tuchel mit einer kleinen Gruppe von elf Feldspielern und drei Torhütern in die Vorbereitung. Nicht zuletzt deshalb wurde weniger über die Neuzugänge als vielmehr über einen wohl scheidenden Spieler geredet. Der von vielen Medien bereits als perfekt gemeldete Wechsel von Stürmer Adam Szalai zum Ligarivalen Schalke steht auf der Kippe. „Wir haben ein Angebot von Schalke erhalten, das wir nicht angenommen haben“, sagte FSV-Manager Christian Heidel vor dem Trainingsauftakt der Rheinhessen.

Angeblich soll Szalai in seinem bis 2015 gültigen Vertrag eine Ausstiegsklausel besitzen, wonach er den Verein für eine festgeschriebene Ablöse von angeblich acht Millionen Euro vorzeitig verlassen kann. „Über Vertragsinhalte rede ich grundsätzlich nicht. Gäbe es sie, könnten wir bei einem entsprechenden Angebot den Wechsel nicht verhindern. Gäbe es keine, bestimmen wir, ob wir Adam ziehen lassen. Jetzt kann sich jeder was aussuchen“, sagte Heidel.

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Beim SC Freiburg standen zunächst Leistungsdiagnostik sowie medizinische Tests auf dem Programm, ehe eine erste Laufeinheit folgte. Gut möglich, dass in den kommenden Tagen der ein oder andere Profi hinzukommt. Die Breisgauer bemühen sich um den französischen Junioren-Nationalspielers Christopher Jullien von AJ Auxerre. „Das kann ich bestätigen“, kommentierte ein Clubsprecher. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger soll ablösefrei sein.

Ebenfalls vor einem Wechsel zum Europa-League-Teilnehmer steht einem Bericht des Schweizer Online-Portals „20 Minuten“ zufolge Gelson Fernandes von Sporting Lissabon. Bis zum 30. Juni ist der 26-Jährige noch an den Schweizer Erstligisten FC Sion ausgeliehen. Jullien und Fernandes wären nach Mike Hanke, Felix Klaus und Vaclav Pilar die Freiburger Neuzugänge vier und fünf.

dpa

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