Europa-League-Vorschau

Veh: "Wichtiges Spiel" - Streich schont Spieler

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Freiburg-Coach Christian Streich

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt hat richtig Lust auf die Europa League, weil gegen Tel Aviv schon fast das Weiterkommen klargemacht werden kann. Der SC Freiburg dagegen will wieder einige Spieler schonen.

Für Eintracht Frankfurt geht es in der Europa League um den nächsten Schritt Richtung Gruppensieg. Der SC Freiburg hat dagegen am Donnerstagabend fast schon seine letzte Chance. Und dennoch sind es gerade die Freiburger, die ihr Heimspiel gegen GD Estoril Praia aus Portugal (19.05 Uhr/Sky) betont locker angehen. „Natürlich hat die Bundesliga und das Spiel am Sonntag für uns Priorität“, sagte Trainer Christian Streich. Auch Torhüter Oliver Baumann meinte: „Wenn wir am Donnerstag gewinnen, sind wir wieder dran. Wobei das Spiel gegen den Hamburger SV fast wichtiger ist, denn da könnten wir einen Schritt unten raus machen.“

Ganz anders ist die Ausgangslage bei der Eintracht vor dem Spiel gegen Maccabi Tel Aviv (21.05 Uhr/Kabel 1 und Sky): „Endlich wieder Europa League“, ist der Tenor in Frankfurt, denn nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen in der Fußball-Bundesliga will sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh gegen den israelischen Meister wieder ein Erfolgserlebnis holen. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel, das wir sehr ernst nehmen sollten“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Denn falls die Eintracht nach Girondins Bordeaux (3:0) und APOEL Nikosia (3:0) auch noch Tel Aviv besiegen würde, „dann bräuchten wir danach nur noch einen Punkt und wären durch“.

Die Frankfurter Hoffnungen ruhen besonders auf zwei Spielern: Torjäger Alex Meier, der am Samstag beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg nach längerer Verletzungspause ins Team zurückkehrte. Und Neuzugang Vaclav Kadlec, der trotz enormer Beanspruchung bislang erstaunlich gut durch die schwierigen Wochen seines neuen Clubs gekommen ist.

Gleich dreimal gab die Eintracht zuletzt in der Schlussminuten noch eine Führung aus der Hand. Die vielen Spiele in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal gehen dem unerfahrenen Team an die Substanz. Und die vielen Verletzungen (Rosenthal, Schwegler, Stendera, Meier, Oczipka) verhindern, dass Trainer Armin Veh darauf angemessen reagieren kann. Nur Kadlec spielt und spielt und trifft und trifft, als sei er schon seit vielen Monaten in Frankfurt und nicht erst seit den letzten Tagen der Wechselfrist Ende August.

„Nach den Spielen bin ich natürlich müde. Aber ich habe da so einige Rituale. Die helfen mir, immer gut zu regenerieren“, verriet der 21 Jahre alte Tscheche. Gegen Nürnberg schoss er sein viertes Tor im siebten Bundesliga-Spiel. Auch in der Europa League hat er gegen Bordeaux bereits getroffen. „So habe ich mir meinen Einstand hier vorgestellt“, meinte er. „Die Tore haben es mir einfacher gemacht. Die Mannschaft hat mich so schneller akzeptiert. Dadurch habe ich mir eine gute Position innerhalb des Teams erarbeitet.“

Gegen Maccabi sollen nun nach Möglichkeit die nächsten Treffer folgen, wobei Kadlec vor dem Tabellenführer der israelischen Liga warnt: „Das wird ein ziemlich schwieriges Spiel, denn Tel Aviv hat in Bordeaux sehr gut gespielt. Aber ich denke, wir werden es schaffen.“

Die Freiburger deuteten an, wie schon beim 0:2 in Sevilla eine Art B-Elf nominieren zu wollen. „Uns steht jetzt wieder ein deutlich größerer Kader im Training zur Verfügung. Daher ist es denkbar, dass wir einige Veränderungen gegenüber dem Bremen-Spiel sehen werden“, sagte Streich. Sicher ist, dass der im rot-gesperrte Innenverteidiger Fallou Diagne fehlen wird. Darüber hinaus könnte Streich die Startformation auf drei, vier weiteren Positionen umbauen.

Als Tabellendritter mit nur einem Zähler benötigt der Sport-Club gegen das sogar noch punktlose Estoril dringend den ersten Erfolg, um nicht schon nach der Hinrunde der Gruppe H hoffnungslos abgeschlagen zu sein. Zudem wollen sich die Badener gegen den deutlich schwächeren Tabellensechsten der portugiesischen Liga nicht blamieren. „Ganz unabhängig von der Tabelle in der Europa-League-Gruppe wollen wir auch in dieses Spiel mit dem Ziel gehen, den Zuschauern ein attraktives Spiel zu bieten, in dem wir alles geben und hoffentlich als Sieger vom Platz gehen“, versprach Streich.

dpa

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