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Knall in der Bundesliga: Erste Trainerentlassung perfekt - „Bin überrascht und enttäuscht“

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Von: Marcus Giebel

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Es reihte sich zuletzt Niederlage an Niederlage. Nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg zieht man beim VfL Wolfsburg nun die Notbremse: Trainer Mark van Bommel seinen Posten räumen.

München - Diese Niederlage war offenbar eine zu viel. Nur einen Tag nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg* hat der VfL Wolfsburg* Trainer Mark van Bommel vor die Tür gesetzt. Damit geht die erste Entlassung dieser Bundesliga-Saison während des laufenden 9. Spieltags über die Bühne.

„Es gab unter dem Strich mehr trennende als verbindende Faktoren“, wird Geschäftsführer Jörg Schmadtke zitiert: „Die Überzeugung, in dieser Konstellation aus der sportlich schwierigen Situation herauszukommen und schnellstmöglich die Kehrtwende herbeizuführen, hat gefehlt und uns zu dem Entschluss kommen lassen, die Zusammenarbeit zu beenden.“

VfL Wolfsburg entlässt van Bommel: Ex-Trainer „überrascht und enttäuscht“

Der gefeuerte Trainer zeigte sich „überrascht und enttäuscht von der Entscheidung, weil ich überzeugt davon bin, dass wir es gemeinsam geschafft hätten, in die Erfolgsspur zurückzukehren“. Doch ihm gingen mehr und mehr die Argumente aus.

Die Niedersachsen stehen mit 13 Punkten zwar im vorderen Mittelfeld, allerdings holten sie nach vier Siegen zum Saisonstart nur noch einen Zähler und verloren die jüngsten vier Ligaspiele allesamt. Auch in der Champions League setzte es mit dem 1:3 bei RB Salzburg am Mittwoch die erste Niederlage, hier sind die „Wölfe“ nach drei Partien noch sieglos.

Adi Hütter (l.) und Mark van Bommel klatschen ab, beide trage Kopfhörer
Arbeiteten nur kurzzeitig gemeinsam als Cheftrainer in der Bundesliga: Adi Hütter (l.) muss Mark van Bommel nach dessen Entlassung beim VfL Wolfsburg verabschieden. © IMAGO / Joachim Sielski

VfL Wolfsburg entlässt van Bommel: Wechsel-Fiasko im Pokal bei Preußen Münster endet vor Gericht

Schwer wiegen dürfte auch das frühe Pokal-Aus beim Regionalligisten Preußen Münster. In der ersten Runde hatte der VfL sich zwar zu einem 3:1 nach Verlängerung gemüht. Weil van Bommel jedoch entgegen der DFB-Regeln sechs Spieler einwechselte, wurde der Underdog vom Sportgericht zum Sieger erklärt. Klub und Coach nahmen Schaden und mussten sich viel Spott anhören.

Der Niederländer hatte erst im Sommer die Nachfolge von Oliver Glasner angetreten, der trotz sportlichen Erfolgs zu Eintracht Frankfurt gewechselt war. Für van Bommel war Wolfsburg die zweite Cheftrainer-Position im Profifußball. Von Sommer 2018 bis Dezember 2019 war der ehemalige Profi des FC Bayern* und des FC Barcelona* für die PSV Eindhoven* verantwortlich. Dort wurde ihm nach dem Gruppen-Aus in der Europa League und dem Abrutschen auf Platz vier in der heimischen Eredivisie* der Stuhl vor die Tür gesetzt.

Einen Nachfolger für van Bommel gab der Klub zunächst nicht bekannt. Als Co-Trainer hatten die „Wölfe“ im Sommer den erfahrenen Michael Frontzeck verpflichtet. (mg) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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