Umstrittenes Freistoß-Spray

"Der Schiri musste ja Farbe aufs Feld malen"

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Manuel Neuer (r.) in einer Spielszene.

Agadir - Matthias Sammer spricht von "Zeitverschwendung", auch Manuel Neuer zeigt sich kritisch: Am Dienstag kam ein Freistoß-Spray bei der Klub-WM zum Einsatz.

Auch nach dem Einsatz bei der Klub-WM umstritten ist das Spray, das nach jahrelangem Testlauf bei unterschiedlichen, zum Teil hochklassigen Turnieren wie der Copa America nun in Marokko erneut getestet wird. Schiedsrichter sprühen es auf den Rasen, um bei Freistößen den vorgeschriebenen Abstand zwischen Schütze und Gegenspielern zu gewährleisten. Doch anstatt das Spiel zu beschleunigen, verzögerte der Einsatz des Sprays durch den gestenreichen Schiedsrichter Bakary Gassama aus Gambia den Verlauf.

„Ich stelle mir das vor bei einem Spiel, das kurz vor Schluss auf Messers Schneide steht...“, sagte Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer schmunzelnd: „18, 20 Meter zentral vor dem Tor lasse ich mir das gefallen. Aber seitlich oder sonstwo ist das nur Zeitverschwendung.“

Sammer weiter: "Ich kenne das ja schon seit einigen Jahren von verschiedenen Jugendturnieren. Da ist es bei mir schon durchgefallen, aber ich bin ja nicht gefragt worden."

Sportvorstand Matthias Sammer kann dem Linien-Spray bestenfalls bei „rein torgefährlichen Situation 18, 20 Meter vor dem Tor“ etwas abgewinnen. Ansonsten sei es „Zeitverzögerung“, betonte Sammer und wies gerade auf enge Begegnungen hin. „Ich stelle mir vor, was wohl ist, wenn ein Spiel auf des Messers Schneide steht.“

Torhüter Manuel Neuer klagte: „Wir hätten gerne schnell gespielt, aber der Schiedsrichter musste ja Farbe aufs Feld malen.“

sid/dpa

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